Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine .
Wichtige Updates
Ukraine: Tote und Verletzte vor Osterwaffenruhe
Greenpeace: Angriffe auf Ölanlagen bremsen Russlands Tanker
Ukraine kündigt „Ramstein“-Treffen für 15. April an
Sorge vor Eskalation: Estland stoppt keine russischen Tanker
Baltenstaaten werfen Russland Desinformationskampagne vor
Newsdesk
Ukraine beklagt fast 2300 Verstöße gegen Osterwaffenruhe – Russland widerspricht
Die Ukraine hat Russland Tausende Verletzungen der von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest vorgeworfen. Der ukrainische Generalstab registrierte seit Samstag 2299 Verstöße, wie er am Sonntagmorgen mitteilte. Konkret gab es demnach unter anderem 479 Fälle von Beschuss und etwa 1800 Angriffe mit kleineren Drohnen. „Schläge mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen vom Typ Shahed gab es nicht“, teilte der Generalstab weiter mit. Im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine meldeten die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff zwei Verletzte in einem Lebensmittelgeschäft.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte erklärten, dass es für sie eine Pause von 18 Stunden gegeben habe. Am Sonntagmorgen habe es allerdings im Gebiet Sumy einen für die Flugabwehr relevanten russischen Drohnenangriff gegeben. Eine offizielle Aufkündigung der Waffenruhe, die 32 Stunden lang bis Sonntagabend gelten soll, gab es laut ukrainischem Militär nicht.
Russlands Verteidigungsministerium behauptete dagegen, die russischen Truppen respektierten die Feuerpause. Das Ministerium warf zugleich der Ukraine gezielte Angriffe vor und sprach von 1971 ukrainischen Waffenruhe-Verstößen bis Sonntagmorgen.
Russische Nachrichtenagenturen meldeten unter Berufung auf das Ministerium, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Kursk Zivilisten verletzt worden seien. Unter den Verletzten sei ein Kind. Auch die Gouverneure von Kursk sowie der russischen Region Belgorod warfen der Ukraine Angriffe vor. Die Stadtverwaltung in der von Russland kontrollierten Stadt Nowa Kachowka im südukrainischen Gebiet Cherson sprach ebenfalls von Angriffen der Ukraine. Infolge von Drohnenattacken gebe es mindestens einen Verletzten.
Die Ukraine und Russland hatten jeweils angekündigt, auf Beschuss des Gegners zu reagieren. Von solchen Reaktionen war aber in den offiziellen Mitteilungen bisher keine Rede.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte erklärten, dass es für sie eine Pause von 18 Stunden gegeben habe. Am Sonntagmorgen habe es allerdings im Gebiet Sumy einen für die Flugabwehr relevanten russischen Drohnenangriff gegeben. Eine offizielle Aufkündigung der Waffenruhe, die 32 Stunden lang bis Sonntagabend gelten soll, gab es laut ukrainischem Militär nicht.
Russlands Verteidigungsministerium behauptete dagegen, die russischen Truppen respektierten die Feuerpause. Das Ministerium warf zugleich der Ukraine gezielte Angriffe vor und sprach von 1971 ukrainischen Waffenruhe-Verstößen bis Sonntagmorgen.
Russische Nachrichtenagenturen meldeten unter Berufung auf das Ministerium, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Kursk Zivilisten verletzt worden seien. Unter den Verletzten sei ein Kind. Auch die Gouverneure von Kursk sowie der russischen Region Belgorod warfen der Ukraine Angriffe vor. Die Stadtverwaltung in der von Russland kontrollierten Stadt Nowa Kachowka im südukrainischen Gebiet Cherson sprach ebenfalls von Angriffen der Ukraine. Infolge von Drohnenattacken gebe es mindestens einen Verletzten.
Die Ukraine und Russland hatten jeweils angekündigt, auf Beschuss des Gegners zu reagieren. Von solchen Reaktionen war aber in den offiziellen Mitteilungen bisher keine Rede.
Ukrainische Armee gibt Grenzdorf bei Sumy auf
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben ein grenznahes Dorf im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Dabei handele es sich um den Weiler Myropilske, teilte das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen.
Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Den größten Streifen halten die Russen bei Junakiwka besetzt, von wo aus ukrainische Truppen 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen waren. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Einbruch, auch wenn die eroberte Fläche bislang klein ist.
Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Den größten Streifen halten die Russen bei Junakiwka besetzt, von wo aus ukrainische Truppen 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen waren. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Einbruch, auch wenn die eroberte Fläche bislang klein ist.
Ukraine will Chemiefabrik in Russland angegriffen haben
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine russische Chemiefabrik in der Olblast Wologda angegriffen. Das Werk liege in der Stadt Tscherepowez, teilt der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte Robert Browdi auf Telegram mit. Es stelle Chemikalien her, die als Rohstoffe für TNT, Hexogen und Munitionskomponenten dienten.
Russland und Ukraine tauschen Kriegsgefangene aus
Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 175 Gefangene übergeben worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Der Austausch sei auf Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate zustandegekommen. Russland und die Ukraine haben bereits wiederholt Kriegsgefangene ausgetauscht.
Ukraine: Tote und Verletzte vor Osterwaffenruhe
Vor der angekündigten Waffenruhe für das orthodoxe Osterfest haben Russland und die Ukraine ihre Drohnenangriffe fortgesetzt. In Odessa am Schwarzen Meer wurden ukrainischen Behörden zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Bei den Toten handele es sich um eine 38 Jahre alte Frau und einen 32 Jahre alten Mann, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es habe auch Verletzte, Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und an einem Kindergarten gegeben, teilte die Verwaltung der Stadt mit. Die Stadt Sumy im Nordosten des Landes meldete mindestens 17 Verletzte sowie ebenfalls Schäden an Wohnhäusern, einem Kindergarten und zahlreichen Autos. Die ukrainische Flugabwehr zählte insgesamt 160 russische Drohnenangriffe.
Das russische Verteidigungsministerium sprach unterdessen am Morgen von 99 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium keine Angaben. Die Behörden in der südrussischen Region Krasnodar teilten mit, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne einen Brand auf dem Gelände einer Anlage der Ölindustrie in der Stadt Krymsk ausgelöst hätten. Das Feuer sei gelöscht worden, hieß es. Die Ukraine will mit diesen Gegenangriffen auf die russischen Energieanlagen Moskaus Kriegswirtschaft schaden.
An diesem Nachmittag soll um 16 Uhr (15 Uhr MESZ) in der Ukraine und Russland eine 32-stündige Waffenruhe beginnen. Der russische Präsident Wladimir Putin setzte die Feuerpause nach eigenen Angaben bis Mitternacht am Sonntag an, damit Ukrainer und Russen das orthodoxe Osterfest in Ruhe feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij reagierte auf die Pläne aus Moskau zustimmend: „Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln.“ Die Ukraine hatte in den vergangenen Tagen mehrfach über eine Feuerpause zum orthodoxen Osterfest gesprochen, der Kreml ging allerdings nicht auf die Äußerungen aus Kiew ein.
Bei einer von Putin einseitig verfügten Feuerpause zu Ostern voriges Jahr meldeten beide Kriegsparteien zahlreiche Verstöße. Auch diesmal haben Moskau und Kiew angekündigt, auf Angriffe des Gegners zu reagieren.
Das russische Verteidigungsministerium sprach unterdessen am Morgen von 99 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium keine Angaben. Die Behörden in der südrussischen Region Krasnodar teilten mit, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne einen Brand auf dem Gelände einer Anlage der Ölindustrie in der Stadt Krymsk ausgelöst hätten. Das Feuer sei gelöscht worden, hieß es. Die Ukraine will mit diesen Gegenangriffen auf die russischen Energieanlagen Moskaus Kriegswirtschaft schaden.
An diesem Nachmittag soll um 16 Uhr (15 Uhr MESZ) in der Ukraine und Russland eine 32-stündige Waffenruhe beginnen. Der russische Präsident Wladimir Putin setzte die Feuerpause nach eigenen Angaben bis Mitternacht am Sonntag an, damit Ukrainer und Russen das orthodoxe Osterfest in Ruhe feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij reagierte auf die Pläne aus Moskau zustimmend: „Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln.“ Die Ukraine hatte in den vergangenen Tagen mehrfach über eine Feuerpause zum orthodoxen Osterfest gesprochen, der Kreml ging allerdings nicht auf die Äußerungen aus Kiew ein.
Bei einer von Putin einseitig verfügten Feuerpause zu Ostern voriges Jahr meldeten beide Kriegsparteien zahlreiche Verstöße. Auch diesmal haben Moskau und Kiew angekündigt, auf Angriffe des Gegners zu reagieren.
Greenpeace: Angriffe auf Ölanlagen bremsen Russlands Tanker
Ukrainische Angriffe auf Russlands Ölindustrie haben nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace kurzfristig Auswirkungen auf die sogenannte russische Schattenflotte in der Ostsee gezeigt. „Für einige Tage kamen keine beladenen Tanker mehr aus Richtung Osten, und die wenigen, die unterwegs waren, fuhren größtenteils leer“, teilte eine Greenpeace-Sprecherin mit.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt. Im Gebiet Leningrad, das an Sankt Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war schon mehrfach der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe. Auch den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei Sankt Petersburg hatten ukrainische Langstreckendrohnen wiederholt angegriffen.
Wegen des wieder angelaufenen Betriebs der Häfen, der laut Greenpeace teils auch fast nie vollständig stillgestanden habe, rechnet die Organisation in den kommenden Tagen wieder mit entsprechenden Tankern in der Ostsee. „Allerdings lässt sich die genaue Frequenz noch schwer einschätzen, da unklar ist, welche Ladekapazitäten noch vorhanden sind.“
Auffällig ist demnach, dass mehr Tanker vor Anker liegen als zuvor. „Was angesichts der Situation aber nicht überraschend ist.“ Die für die Ostsee zuständige Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt bestätigte die Angaben von Greenpeace nicht: „Erkenntnisse dazu liegen hier nicht vor“, erklärte ein Sprecher.
Greenpeace hatte wiederholt vor den Umweltrisiken gewarnt, die nach Überzeugung der Umweltschützer von der Schattenflotte ausgehen. Mit der Schattenflotte versucht Moskau, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Dabei kommen alte und unterversicherte Tanker zum Einsatz. Der Öl-Export ist eine wichtige Einnahmequelle Russlands.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt. Im Gebiet Leningrad, das an Sankt Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war schon mehrfach der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe. Auch den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei Sankt Petersburg hatten ukrainische Langstreckendrohnen wiederholt angegriffen.
Wegen des wieder angelaufenen Betriebs der Häfen, der laut Greenpeace teils auch fast nie vollständig stillgestanden habe, rechnet die Organisation in den kommenden Tagen wieder mit entsprechenden Tankern in der Ostsee. „Allerdings lässt sich die genaue Frequenz noch schwer einschätzen, da unklar ist, welche Ladekapazitäten noch vorhanden sind.“
Auffällig ist demnach, dass mehr Tanker vor Anker liegen als zuvor. „Was angesichts der Situation aber nicht überraschend ist.“ Die für die Ostsee zuständige Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt bestätigte die Angaben von Greenpeace nicht: „Erkenntnisse dazu liegen hier nicht vor“, erklärte ein Sprecher.
Greenpeace hatte wiederholt vor den Umweltrisiken gewarnt, die nach Überzeugung der Umweltschützer von der Schattenflotte ausgehen. Mit der Schattenflotte versucht Moskau, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Dabei kommen alte und unterversicherte Tanker zum Einsatz. Der Öl-Export ist eine wichtige Einnahmequelle Russlands.
Ukraine kündigt „Ramstein“-Treffen für 15. April an
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat in einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius (SPD) für den 15. April ein neues Treffen im sogenannten Ramstein-Format vereinbart. Bei den Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe solle es darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilte das Ministerium in Kiew mit.
Vom Bundesverteidigungsministerium gab es bisher keine Informationen zu dem Telefonat. Unklar war auch, ob die Gespräche per Videokonferenz oder an einem konkreten Ort laufen sollen. Seit 2022 hat es in dem in Ramstein gegründeten Format, zu dem auch Deutschland gehört, Dutzende Sitzungen gegeben.
„Den Partnern werden vorrangige Bereiche der Zusammenarbeit vorgestellt, insbesondere bei der Stärkung der Luftabwehr, der Entwicklung von Drohnensystemen sowie beim Austausch von Daten und Technologien“, hieß es in der Mitteilung in Kiew. Nach ukrainischen Angaben bereiten die Ukraine und Deutschland eine Reihe gemeinsamer Projekte vor, die „in naher Zukunft“ umgesetzt werden sollen.
Dabei gehe es um eine Verstärkung der Luftabwehrsysteme, die Finanzierung von Drohnen und die Entwicklung gemeinsamer technologischer Lösungen, darunter innovative Laserwaffen. Fedorow dankte der Mitteilung zufolge Pistorius auch für die Unterstützung Deutschlands beim Schutz der Ukrainer und der Infrastruktur während des Winters.
Vom Bundesverteidigungsministerium gab es bisher keine Informationen zu dem Telefonat. Unklar war auch, ob die Gespräche per Videokonferenz oder an einem konkreten Ort laufen sollen. Seit 2022 hat es in dem in Ramstein gegründeten Format, zu dem auch Deutschland gehört, Dutzende Sitzungen gegeben.
„Den Partnern werden vorrangige Bereiche der Zusammenarbeit vorgestellt, insbesondere bei der Stärkung der Luftabwehr, der Entwicklung von Drohnensystemen sowie beim Austausch von Daten und Technologien“, hieß es in der Mitteilung in Kiew. Nach ukrainischen Angaben bereiten die Ukraine und Deutschland eine Reihe gemeinsamer Projekte vor, die „in naher Zukunft“ umgesetzt werden sollen.
Dabei gehe es um eine Verstärkung der Luftabwehrsysteme, die Finanzierung von Drohnen und die Entwicklung gemeinsamer technologischer Lösungen, darunter innovative Laserwaffen. Fedorow dankte der Mitteilung zufolge Pistorius auch für die Unterstützung Deutschlands beim Schutz der Ukrainer und der Infrastruktur während des Winters.
Sorge vor Eskalation: Estland stoppt keine russischen Tanker
Estland verzichtet aus Sorge vor einer militärischen Eskalation darauf, Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in der Ostsee festzusetzen. Das Risiko sei zu hoch, sagt der estnische Marine-Befehlshaber Ivo Vark der Nachrichtenagentur Reuters. Russland habe seine militärische Präsenz im Finnischen Meerbusen deutlich verstärkt und patrouilliere dort permanent mit bewaffneten Schiffen. Derzeit warten in den Gewässern vor Estland rund 30 bis 40 Tanker auf die Einfahrt in russische Häfen, nachdem ukrainische Drohnen die Hafenanlagen immer wieder getroffen haben.
Baltenstaaten werfen Russland Desinformationskampagne vor
Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben den Behauptungen aus Moskau entschieden widersprochen, wonach sie ihr Territorium und ihren Luftraum für ukrainische Angriffe gegen Russland zur Verfügung gestellt hätten. In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die Außenminister der drei baltischen EU- und Nato-Staaten die „andauernde russische Desinformationskampagne gegen unsere Länder“ als „völlig haltlos“ zurück.
Zuletzt hatte die Ukraine wiederholt Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland angegriffen. Bei den Angriffen waren mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt. Verletzte oder größere Schäden gab es dabei nicht.
Russland hatte daraufhin seine Behauptungen erhoben. „Statt seine bösartige Desinformationskampagne fortzusetzen, muss Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden“, schrieben die baltischen Außenminister weiter.
Zuletzt hatte die Ukraine wiederholt Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland angegriffen. Bei den Angriffen waren mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt. Verletzte oder größere Schäden gab es dabei nicht.
Russland hatte daraufhin seine Behauptungen erhoben. „Statt seine bösartige Desinformationskampagne fortzusetzen, muss Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden“, schrieben die baltischen Außenminister weiter.
Russland und Ukraine melden Drohnenangriffe
Die Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien 151 gegnerische Kampfdrohnen abgewehrt worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe.
In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. In Swetly Jar gibt es eine Chemiefabrik. In der Nähe liegt aber auch die Raffinerie von Wolgograd, einer der größten in Russland, die ebenfalls schon mehrfach attackiert wurde.
Russland griff seinerseits die Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe zählte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete.
In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. In Swetly Jar gibt es eine Chemiefabrik. In der Nähe liegt aber auch die Raffinerie von Wolgograd, einer der größten in Russland, die ebenfalls schon mehrfach attackiert wurde.
Russland griff seinerseits die Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe zählte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete.
Selenskij: „Frühlings- und Sommermonate werden politisch und diplomatisch ziemlich schwierig“
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij stellt sich auf eine schwere nächste Phase im Krieg gegen Russland ein. „Diese Frühlings- und Sommermonate werden politisch und diplomatisch ziemlich schwierig“, erklärte Selenskij. Es werde sowohl auf dem Schlachtfeld als auch diplomatisch Druck auf die Ukraine geben, den Krieg zu beenden. Bis September werde es sehr schwer werden.
Zudem teilte er erneut mit, dass Verbündete Kiew gebeten hätten, die Angriffe auf den russischen Ölsektor zu reduzieren. Hintergrund seien die weltweit gestiegenen Preise infolge des Iran-Krieges und der Eskalation im Nahen Osten. Selenskij betonte jedoch, dass Russland im Gegenzug seine eigenen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen müsse, wenn es eine Deeskalation wolle. So ähnlich äußerte er sich bereits Ende März – auch damals sagte Selenskij aber nicht, von welchen Verbündeten die Bitte kam.
Die ukrainische Armee hatte zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Exporthäfen wie Ust-Luga und Primorsk an der Ostsee verstärkt, um Moskaus Einnahmen zu schmälern. „Wenn die Russen wollen, dass dies aufhört, müssen sie ihre Angriffe einstellen, und dann werden wir entsprechend handeln“, sagte Selenskij.
Überdies forderte er die Wiederaufnahme der von der US-Regierung vermittelten trilateralen Gespräche mit Russland in den kommenden drei Monaten. Er räumte jedoch ein, dass die USA dem Friedensprozess in der Ukraine nicht viel Zeit widmen. Bislang brachten drei Verhandlungsrunden in diesem Jahr keinen Durchbruch.
Zudem teilte er erneut mit, dass Verbündete Kiew gebeten hätten, die Angriffe auf den russischen Ölsektor zu reduzieren. Hintergrund seien die weltweit gestiegenen Preise infolge des Iran-Krieges und der Eskalation im Nahen Osten. Selenskij betonte jedoch, dass Russland im Gegenzug seine eigenen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen müsse, wenn es eine Deeskalation wolle. So ähnlich äußerte er sich bereits Ende März – auch damals sagte Selenskij aber nicht, von welchen Verbündeten die Bitte kam.
Die ukrainische Armee hatte zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Exporthäfen wie Ust-Luga und Primorsk an der Ostsee verstärkt, um Moskaus Einnahmen zu schmälern. „Wenn die Russen wollen, dass dies aufhört, müssen sie ihre Angriffe einstellen, und dann werden wir entsprechend handeln“, sagte Selenskij.
Überdies forderte er die Wiederaufnahme der von der US-Regierung vermittelten trilateralen Gespräche mit Russland in den kommenden drei Monaten. Er räumte jedoch ein, dass die USA dem Friedensprozess in der Ukraine nicht viel Zeit widmen. Bislang brachten drei Verhandlungsrunden in diesem Jahr keinen Durchbruch.
Laura Otter
Putin kündigt Feuerpause zum orthodoxen Osterfest an – auch Selenskij spricht von Waffenruhe
Anlässlich des orthodoxen Osterfests am Wochenende sollen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine für einen Moment die Waffen ruhen. Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte eine 32-stündige Feuerpause an, wie der Kreml mitteilte. Sie soll demnach am Samstag um 16 Uhr (15 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. In Kiew bekräftigte Präsident Wolodimir Selenskij das Vorhaben und schrieb in den sozialen Medien: „Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln.“ Die orthodoxen Christen in der Ukraine und in Russland feiern Ostern erst an diesem Sonntag (12. April).
Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen, teilte der Kreml mit. Die Truppen sollten aber bereit sein, auf mögliche Provokationen zu reagieren, hieß es weiter.
Selenskij hingegen erklärte, die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Bewegung zum Frieden, und Russland habe die Chance, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren. Die Ukraine habe wiederholt gesagt, dass sie zu spiegelbildlichen Schritten bereit sei. Selenskij hatte seit Ende März mehrfach eine Waffenruhe über Ostern vorgeschlagen.
Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen, teilte der Kreml mit. Die Truppen sollten aber bereit sein, auf mögliche Provokationen zu reagieren, hieß es weiter.
Selenskij hingegen erklärte, die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Bewegung zum Frieden, und Russland habe die Chance, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren. Die Ukraine habe wiederholt gesagt, dass sie zu spiegelbildlichen Schritten bereit sei. Selenskij hatte seit Ende März mehrfach eine Waffenruhe über Ostern vorgeschlagen.
„Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln“Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij
Im Krieg gab es schon mehrere Versuche, die Waffen zeitlich begrenzt schweigen zu lassen. Im vergangenen Jahr hatte Putin eine 30-stündige Waffenruhe über Ostern angekündigt und auch über die Weltkriegsgedenktage im Mai gab es eine Feuerpause. Eine Weihnachtswaffenruhe lehnte der Kremlchef allerdings ab. In der Vergangenheit warfen sich beide Seiten Verstöße vor.
Während Kiew eine Waffenruhe als einen Schritt näher in Richtung Kriegsende sieht, will Moskau zuerst Konfliktfragen lösen. Russland verlangt unter anderem, dass die Ukraine ihre Truppen aus dem bisher nicht von Moskau kontrollierten Teil des Donbass abzieht. Kiew lehnte das immer wieder ab.
Während Kiew eine Waffenruhe als einen Schritt näher in Richtung Kriegsende sieht, will Moskau zuerst Konfliktfragen lösen. Russland verlangt unter anderem, dass die Ukraine ihre Truppen aus dem bisher nicht von Moskau kontrollierten Teil des Donbass abzieht. Kiew lehnte das immer wieder ab.
Moskau und Kiew tauschen Soldatenleichen aus
Russland und die Ukraine haben in ihrem Krieg erstmals seit Februar wieder Leichen von Soldaten ausgetauscht. Die ukrainische Seite habe 1000 getötete Soldaten erhalten, Russland dagegen 41 Leichen, sagte der Parlamentsabgeordnete Schamsail Saralijew dem russischen Nachrichtenportal rbc.ru. Der Politiker ist in der Duma für Fragen der „militärischen Spezialoperation“, wie der Krieg in Moskau offiziell genannt wird, zuständig.
Der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bestätigte auf Telegram, dass die Ukraine 1000 Leichname erhalten habe, die nach russischen Angaben ukrainischen Verteidigern gehören können. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für Unterstützung.
Gerichtsmediziner würden die Toten nun untersuchen, hieß es. So soll etwa ausgeschlossen werden, dass fälschlicherweise Leichen von russischen Soldaten übergeben wurden. „Nach der Identifizierung der Verstorbenen werden die Leichen den Familien zur würdigen Bestattung übergeben“, teilte der Stab weiter mit.
Russland und die Ukraine tauschen immer wieder Soldatenleichen aus. Allein im vergangenen Jahr erhielt Kiew nach offiziellen Angaben mehr als 15 000 Leichname gefallener Soldaten zurück. Moskau bekam nur einen Bruchteil dessen. Aufgrund des langsamen, aber stetigen Vormarsches der russischen Truppen kann die ukrainische Armee gefallene eigene Soldaten nicht immer bergen.
Der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bestätigte auf Telegram, dass die Ukraine 1000 Leichname erhalten habe, die nach russischen Angaben ukrainischen Verteidigern gehören können. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für Unterstützung.
Gerichtsmediziner würden die Toten nun untersuchen, hieß es. So soll etwa ausgeschlossen werden, dass fälschlicherweise Leichen von russischen Soldaten übergeben wurden. „Nach der Identifizierung der Verstorbenen werden die Leichen den Familien zur würdigen Bestattung übergeben“, teilte der Stab weiter mit.
Russland und die Ukraine tauschen immer wieder Soldatenleichen aus. Allein im vergangenen Jahr erhielt Kiew nach offiziellen Angaben mehr als 15 000 Leichname gefallener Soldaten zurück. Moskau bekam nur einen Bruchteil dessen. Aufgrund des langsamen, aber stetigen Vormarsches der russischen Truppen kann die ukrainische Armee gefallene eigene Soldaten nicht immer bergen.
Ein Toter und acht Verletzte bei russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach ukrainischen Angaben ein Mensch getötet und mindestens acht weitere verletzt worden. In der südlichen Region Odessa wurde Behörden zufolge zudem ein Umspannwerk durch russische Drohnen beschädigt. In der südöstlichen Region Saporischschja kam ein Mann bei einem Angriff mit Gleitbomben ums Leben. Weitere Verletzte wurden aus mehreren Regionen im Osten und Süden des Landes gemeldet. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.
Russland und Ukraine hoffen nach Waffenstillstand im Iran-Krieg auf Fortschritte bei eigenen Friedensverhandlungen
Russland begrüßt die Feuerpause zwischen den USA und Iran und setzt nun darauf, dass die Friedensgespräche zur Ukraine wieder aufgenommen werden können. Russland hoffe, dass die USA nun die Zeit und den Spielraum hätten, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, sagt Kremlsprecher Dmitrij Peskow in einem Telefonat mit Journalisten.
Vor dem Hintergrund der vereinbarten, zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sein Angebot für eine Feuerpause an Russland erneuert. „Wir sind bereit, spiegelbildlich zu antworten, wenn die Russen ihre Angriffe einstellen“, schrieb er auf sozialen Netzwerken. Eine Waffenruhe könne die Voraussetzungen für eine Übereinkunft über ein Ende des Krieges schaffen. Gleichzeitig sprach er seine Unterstützung für die Waffenruhe im Iran-Krieg aus.
Vor dem Hintergrund der vereinbarten, zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sein Angebot für eine Feuerpause an Russland erneuert. „Wir sind bereit, spiegelbildlich zu antworten, wenn die Russen ihre Angriffe einstellen“, schrieb er auf sozialen Netzwerken. Eine Waffenruhe könne die Voraussetzungen für eine Übereinkunft über ein Ende des Krieges schaffen. Gleichzeitig sprach er seine Unterstützung für die Waffenruhe im Iran-Krieg aus.

