Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine .
Wichtige Updates
EU stellt Ukraine weitere Milliardenhilfen in Aussicht
Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Kiew, Odessa und Dnipro
Drohnenproduktion: Moskaus Militär wirft Europa Eskalation vor und droht
Selenskij beklagt Engpässe bei Waffen und Aufmerksamkeit der USA
Tote und Verletzte bei Raketenangriff auf Dnipro
USA erlauben weiterhin Kauf von russischem Öl
Die USA haben die Ausnahmeregelung für den Kauf russischen Öls auf dem Seewege bis zum 16. Mai verlängert. Dies geht aus einem Dokument des US-Finanzministeriums hervor. Damit will die Regierung von US-Präsident Donald Trump die während des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise unter Kontrolle halten. Vor zwei Tagen hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, es werde keine Verlängerung der Ausnahmeregelung geben.
Der für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew lobte die Maßnahme. „Viele Länder, darunter die USA, verstehen die entscheidende und systemrelevante Bedeutung russischen Öls und Gases für die Stabilität der Weltmärkte“, schrieb er auf Telegram. Die zunächst befristete Aufhebung der Sanktionen werde dabei „Hysterie bei den Kriegstreibern in der EU und Großbritannien“ auslösen, freute er sich.
Die Maßnahme könnte die Bemühungen des Westens erschweren, Russland Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte erklärt, es sei nicht die Zeit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.
Der für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew lobte die Maßnahme. „Viele Länder, darunter die USA, verstehen die entscheidende und systemrelevante Bedeutung russischen Öls und Gases für die Stabilität der Weltmärkte“, schrieb er auf Telegram. Die zunächst befristete Aufhebung der Sanktionen werde dabei „Hysterie bei den Kriegstreibern in der EU und Großbritannien“ auslösen, freute er sich.
Die Maßnahme könnte die Bemühungen des Westens erschweren, Russland Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte erklärt, es sei nicht die Zeit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.
Mann erschießt sechs Menschen in Kiew – Verbindungen nach Russland werden untersucht
Am Samstag erschoss ein Mann in Kiew auf der Straße vier Menschen, verschanzte sich in einem Supermarkt und tötete dort eine weitere Person. Ein sechstes Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. 14 weitere Personen wurden verletzt. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Es soll sich um einen in Moskau geborenen Ukrainer handeln, der lange in Russland und dann in Bachmut in der ukrainischen Region Donezk gelebt habe. Der Mann sei bereits polizeilich bekannt gewesen, sagte Präsident Wolodimir Selenskij. „Mein Beileid gilt den Familien und Lieben der Opfer“, erklärte er außerdem.
Der Guardian verweist auf russische Bankkonten des mutmaßlichen Täters und auf antisemitische und antiukrainische Äußerungen, die er online gepostet habe. Ob es einen direkten Auftrag aus Russland für den Anschlag gab, ist unklar. „Wir versuchen nun, so viel wie möglich über den Täter und seine Motive herauszufinden“, so Selenskij. Solche Anschläge sind in der Ukraine äußerst selten – und treffen die Bevölkerung wohl auch deshalb besonders schwer.
Der Guardian verweist auf russische Bankkonten des mutmaßlichen Täters und auf antisemitische und antiukrainische Äußerungen, die er online gepostet habe. Ob es einen direkten Auftrag aus Russland für den Anschlag gab, ist unklar. „Wir versuchen nun, so viel wie möglich über den Täter und seine Motive herauszufinden“, so Selenskij. Solche Anschläge sind in der Ukraine äußerst selten – und treffen die Bevölkerung wohl auch deshalb besonders schwer.
Ukrainische Drohnenangriffe auf Sewastopol und weitere Regionen
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht ein Öldepot in Brand geraten. Das Feuer in einem Tank mit Kraftstoffresten sei durch abgeschossene Drohnen ausgelöst worden, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Der Brand habe keine Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung von Sewastopol.
Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum annektiert.
Im Gebiet Samara in Russland ist nach Medienangaben die Ölraffinerie in Nowokuibyschewsk von Drohnen getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Brände, die von der Anlage stammen sollen. Offiziell wurden die Berichte bislang nicht bestätigt. Zuletzt lag die Produktionsleistung der Raffinerie bei 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr – und war damit eine der größeren Anlagen im Land. In letzter Zeit hat die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs seine Angriffe auf die russische Öl-Industrie verstärkt, um die Einnahmen Moskaus durch Öl-Exporte zu schmälern.
Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden.
Auch in der südrussischen Region Krasnodar melden Behörden einen Großbrand in einem Ölterminal. 224 Feuerwehrleute und 56 Fahrzeuge seien im Einsatz, um den Brand in dem Terminal in Tichorezk zu bekämpfen, teilt der regionale Krisenstab auf Telegram mit. Verletzte wurden nicht gemeldet. Zur Brandursache gibt es keine Angaben.
Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum annektiert.
Im Gebiet Samara in Russland ist nach Medienangaben die Ölraffinerie in Nowokuibyschewsk von Drohnen getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Brände, die von der Anlage stammen sollen. Offiziell wurden die Berichte bislang nicht bestätigt. Zuletzt lag die Produktionsleistung der Raffinerie bei 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr – und war damit eine der größeren Anlagen im Land. In letzter Zeit hat die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs seine Angriffe auf die russische Öl-Industrie verstärkt, um die Einnahmen Moskaus durch Öl-Exporte zu schmälern.
Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden.
Auch in der südrussischen Region Krasnodar melden Behörden einen Großbrand in einem Ölterminal. 224 Feuerwehrleute und 56 Fahrzeuge seien im Einsatz, um den Brand in dem Terminal in Tichorezk zu bekämpfen, teilt der regionale Krisenstab auf Telegram mit. Verletzte wurden nicht gemeldet. Zur Brandursache gibt es keine Angaben.
Selenskij warnt Belarus vor Beteiligung am russischen Krieg
Belarus hat nach Angaben aus Kiew in grenznahen Gebieten zur Ukraine mit dem Ausbau von Straßen und dem Bau von Artilleriestellungen begonnen. „Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg (gegen die Ukraine) hineinzuziehen“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bei Telegram. Er habe Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.
„Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen“, fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.
Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskij nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert.
„Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen“, fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.
Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskij nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert.
Schäden an Hafenanlagen und Häusern in Region Odessa nach russischem Angriff
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa sind in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt worden. Der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass an mehreren Orten Brände ausgebrochen seien. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Viertel in Tschernihiw erneut ohne Strom
Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmytro Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden. Erst vor knapp zehn Tagen hatte das russische Militär die Energieversorgung von Tschernihiw schwer getroffen.
EU stellt Ukraine weitere Milliardenhilfen in Aussicht
Die EU will nach Fortschritten bei Reformen in der Ukraine in Kürze weitere Milliardenhilfen an das Land auszahlen. Es gehe um 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro, teilte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington mit. Das ukrainische Parlament habe in der vergangenen Woche die dafür notwendigen Gesetze verabschiedet. „Es gibt einen Ukraine-Plan, in dem 173 Reformen aufgeführt sind, die sie umsetzen müssen und wenn sie diese erfüllen, können wir ihnen das Geld geben“, sagte Kos der Nachrichtenagentur Reuters.
Sie begrüßte auch die jüngsten Wahlergebnisse in Ungarn, das den weitaus größeren EU-Kredit an die Ukraine blockiert hatte. Die EU werde nun definitiv den separat zugesagten Kredit über 90 Milliarden Euro gewähren, dies sei nach der Abwahl von Viktor Orbán zu „100 Prozent“ sicher, sagte Kos. Die EU-Spitze stehe bereits in Kontakt mit dem voraussichtlichen neuen ungarischen Regierungschef Peter Magyar. Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko erklärte, mit dem EU-Kredit sei die Finanzierungslücke seines Landes für das Jahr 2026 in Höhe von 52 Milliarden Dollar geschlossen. Über den Bedarf für 2027 liefen jedoch noch Gespräche. Die EU habe fast zwei Drittel des ukrainischen Finanzierungsbedarfs gedeckt, andere große Staaten müssten nachziehen.
Sie begrüßte auch die jüngsten Wahlergebnisse in Ungarn, das den weitaus größeren EU-Kredit an die Ukraine blockiert hatte. Die EU werde nun definitiv den separat zugesagten Kredit über 90 Milliarden Euro gewähren, dies sei nach der Abwahl von Viktor Orbán zu „100 Prozent“ sicher, sagte Kos. Die EU-Spitze stehe bereits in Kontakt mit dem voraussichtlichen neuen ungarischen Regierungschef Peter Magyar. Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko erklärte, mit dem EU-Kredit sei die Finanzierungslücke seines Landes für das Jahr 2026 in Höhe von 52 Milliarden Dollar geschlossen. Über den Bedarf für 2027 liefen jedoch noch Gespräche. Die EU habe fast zwei Drittel des ukrainischen Finanzierungsbedarfs gedeckt, andere große Staaten müssten nachziehen.
Slowakei droht weiter mit Blockade von Russland-Sanktionen
Die Slowakei will das nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland so lange blockieren, bis durch die Druschba-Pipeline wieder russisches Öl über die Ukraine in das Land fließt. Das sagte Außenminister Juraj Blanar am Donnerstag im slowakischen Parlament.
Die Nachrichtenagentur TASR zitierte den linksnationalen Politiker mit der Drohung: „Wenn die Druschba-Ölleitung nicht wieder in Betrieb geht und schon das 20. Sanktionspaket zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, werden wir nicht zustimmen“. Zur Begründung erklärte er: „Wir haben keine anderen Instrumente, um zu erzwingen, dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij gemeinsam mit der EU-Kommission die Druschba wieder freigibt.“
Die Nachrichtenagentur TASR zitierte den linksnationalen Politiker mit der Drohung: „Wenn die Druschba-Ölleitung nicht wieder in Betrieb geht und schon das 20. Sanktionspaket zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, werden wir nicht zustimmen“. Zur Begründung erklärte er: „Wir haben keine anderen Instrumente, um zu erzwingen, dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij gemeinsam mit der EU-Kommission die Druschba wieder freigibt.“
Newsdesk
Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Kiew, Odessa und Dnipro
Russland und die Ukraine haben einander in der Nacht zu Donnerstag massiv angegriffen. In der Ukraine wurden mindestens 16 Menschen getötet - das ist die höchste Zahl an Todesopfern in diesem Jahr. Unter den Toten sei ein zwölfjähriges Kind. Rund 100 Menschen seien verletzt worden.
Die ukrainische Luftwaffe teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgefangen; zwölf Raketen und zwanzig Drohnen seien jedoch eingeschlagen. Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 207 ukrainische Drohnen abgefangen. Wie viele Drohnen die Ukraine tatsächlich abgefeuert hat und wie viele Ziele getroffen haben, teilt Russland in der Regel nicht mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht.
Unter den vier Toten in Kiew sei ein zwölfjähriges Kind, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko. 60 Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Klitschko zufolge wurden etliche Gebäude schwer beschädigt. Die Stadt sei am frühen Donnerstagmorgen erneut angegriffen worden, sagte er. Eine sehr niedrig fliegende Drohne sei in einem 18-stöckigen Gebäude eingeschlagen. Zudem seien Raketentrümmer auf den sechsten Stock eines Wohnhauses im zentralen Bezirk Podil gestürzt. Rettungskräfte hätten eine Mutter und ihr Kind aus einem Gebäude befreit. In einem nördlichen Stadtteil sei ein Großbrand ausgebrochen, bei dem vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes verletzt worden seien.
Auch andere Landesteile waren Ziel der russischen Angriffe, so die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Dort sind dem Leiter der örtlichen Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lyssak, zufolge acht Menschen getötet und mehr als zwanzig verletzt worden. In Dnipro kamen dem Regionalgouverneur Olexander Ganscha zufolge vier Menschen ums Leben, 30 wurden verletzt. Aus der nach Kiew zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten wurden zwei Verletzte durch Drohnenangriffe gemeldet.
Die ukrainische Luftwaffe teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgefangen; zwölf Raketen und zwanzig Drohnen seien jedoch eingeschlagen. Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 207 ukrainische Drohnen abgefangen. Wie viele Drohnen die Ukraine tatsächlich abgefeuert hat und wie viele Ziele getroffen haben, teilt Russland in der Regel nicht mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht.
Unter den vier Toten in Kiew sei ein zwölfjähriges Kind, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko. 60 Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Klitschko zufolge wurden etliche Gebäude schwer beschädigt. Die Stadt sei am frühen Donnerstagmorgen erneut angegriffen worden, sagte er. Eine sehr niedrig fliegende Drohne sei in einem 18-stöckigen Gebäude eingeschlagen. Zudem seien Raketentrümmer auf den sechsten Stock eines Wohnhauses im zentralen Bezirk Podil gestürzt. Rettungskräfte hätten eine Mutter und ihr Kind aus einem Gebäude befreit. In einem nördlichen Stadtteil sei ein Großbrand ausgebrochen, bei dem vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes verletzt worden seien.
Auch andere Landesteile waren Ziel der russischen Angriffe, so die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Dort sind dem Leiter der örtlichen Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lyssak, zufolge acht Menschen getötet und mehr als zwanzig verletzt worden. In Dnipro kamen dem Regionalgouverneur Olexander Ganscha zufolge vier Menschen ums Leben, 30 wurden verletzt. Aus der nach Kiew zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten wurden zwei Verletzte durch Drohnenangriffe gemeldet.
Erste Aufnahmen des ukrainischen Militärs nach den Angriffen auf Dnipro. AFP/ DNIPROPETROVSK REGIONAL MILITARY ADMINISTRATION
Russischer Gouverneur berichtet von totem Kind und weiterem Todesopfer bei ukrainischem Angriff
In der russischen Hafenstadt Tuapse ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Kind getötet worden. Es handele sich um ein 14-jähriges Mädchen, teilt der Gouverneur der Oblast Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, mit. Außerdem sei eine Frau gestorben, sieben Menschen seien verletzt worden. Er spricht von einem massiven Angriff auf die Stadt am Schwarzen Meer, der einen großen Brand ausgelöst habe. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemittel. Außerdem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört.
Das ukrainische Militär bestätigt den Angriff auf Tuapse. Dort sei Infrastruktur getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohneneinheiten auf Telegram mit. Außerdem seien zwei Öllager auf der ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde.
Das ukrainische Militär bestätigt den Angriff auf Tuapse. Dort sei Infrastruktur getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohneneinheiten auf Telegram mit. Außerdem seien zwei Öllager auf der ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde.
Drohnenproduktion: Moskaus Militär wirft Europa Eskalation vor und droht
Das russische Verteidigungsministerium hat mit scharfer Kritik an Europa auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen an die Ukraine reagiert. Die Produktion von Drohnen für das ukrainische Militär solle durch in Europa gelegene Fabriken stark ausgebaut werden, schrieb das Ministerium bei Telegram.
Die Kritik kommt vor dem Hintergrund weiterer Hilfszusagen an Kiew bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin. Am Vortag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij bereits eine „strategische Partnerschaft“ vereinbart, die auch militärische Komponenten beinhaltet.
Die Handlungen der europäischen Staatschefs führten nicht zu einer Stärkung der Sicherheit des Kontinents, hieß es weiter in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Im Gegenteil: Die Länder, die Drohnen für die Ukraine produzierten, würden in den Krieg mit Russland hineingezogen. Genannt werden auch zwei Adressen in München und eine in Hanau, wo angeblich Drohnen für die Ukraine produziert werden. Wegen Sabotagegefahr werden die Standorte der Betriebe in Deutschland geheim gehalten.
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch großen Einfluss hat, bezeichnete auf der Plattform X die aufgeführten Unternehmen als „Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte“. Wie schnell solche Schläge Realität würden, hänge von der weiteren Entwicklung ab, drohte er. In der Vergangenheit hatte Russland und vor allem auch Medwedew Staaten, die die Ukraine unterstützen, immer wieder mit Angriffen gedroht.
Die Kritik kommt vor dem Hintergrund weiterer Hilfszusagen an Kiew bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin. Am Vortag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij bereits eine „strategische Partnerschaft“ vereinbart, die auch militärische Komponenten beinhaltet.
Die Handlungen der europäischen Staatschefs führten nicht zu einer Stärkung der Sicherheit des Kontinents, hieß es weiter in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Im Gegenteil: Die Länder, die Drohnen für die Ukraine produzierten, würden in den Krieg mit Russland hineingezogen. Genannt werden auch zwei Adressen in München und eine in Hanau, wo angeblich Drohnen für die Ukraine produziert werden. Wegen Sabotagegefahr werden die Standorte der Betriebe in Deutschland geheim gehalten.
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch großen Einfluss hat, bezeichnete auf der Plattform X die aufgeführten Unternehmen als „Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte“. Wie schnell solche Schläge Realität würden, hänge von der weiteren Entwicklung ab, drohte er. In der Vergangenheit hatte Russland und vor allem auch Medwedew Staaten, die die Ukraine unterstützen, immer wieder mit Angriffen gedroht.
Ukrainische Drohnen attackieren Chemiewerk tief in Russland
Über 1300 Kilometer hinweg hat die ukrainische Armee eine Chemiefabrik in der russischen Stadt Sterlitamak mit Kampfdrohnen angegriffen. Das Oberhaupt der Teilrepublik Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte den Angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Er hielt sich an die übliche Darstellung, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf eine Industrieanlage gestürzt seien. Der entstandene Brand werde gelöscht. Von direkten Treffern ist in offiziellen russischen Mitteilungen selten die Rede.
Videos aus sozialen Netzwerken legten nahe, dass der Angriff dem petrochemischen Kombinat in Sterlitamak galt. Es produziert unter anderem Flugbenzin. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht. Baschkortostan liegt östlich von Moskau im Süden des Ural-Gebirges.
Videos aus sozialen Netzwerken legten nahe, dass der Angriff dem petrochemischen Kombinat in Sterlitamak galt. Es produziert unter anderem Flugbenzin. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht. Baschkortostan liegt östlich von Moskau im Süden des Ural-Gebirges.
Ukraine meldet Angriffe mit Hunderten Drohnen
Die Ukraine ist auch in der Nacht von Russland massiv aus der Luft angegriffen worden. Insgesamt habe das russische Militär seit Dienstagabend 324 Drohnen und drei Raketen eingesetzt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Die Flugabwehr habe 309 Drohnen abschießen oder unschädlich machen können. Die Raketen und die übrigen Drohnen hätten jedoch neun Ortschaften erreicht. Eine 74-jährige Kioskverkäuferin wurde nach Behördenangaben getötet, mindestens sieben Menschen erlitten Verletzungen. Aus mehreren Landesteilen wurden Schäden gemeldet, darunter an Wohnhäusern. In der Region Odessa am Schwarzen Meer sei Hafeninfrastruktur angegriffen worden, Verwaltungsgebäude und Lagerhallen seien beschädigt worden.
Rettungskräfte in Odessa löschen nach einem russischen Angriff in Brand geratene Hafenanlagen. . Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa
Ukraine-Unterstützer treffen sich in Berlin
Die militärischen Unterstützer der Ukraine treffen sich auf Einladung von Verteidigungsminister Boris Pistorius zu einer neuen Beratungsrunde in Berlin. An dem Treffen der sogenannten Ukraine Defence Contact Group (UDCG) nehmen der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sowie dessen britischer Amtskollege John Healey und Nato-Generalsekretär Mark Rutte persönlich teil, andere Teilnehmer werden digital dazugeschaltet.
Bei der Sitzung geht es um die weitere Unterstützung für die Ukraine, nachdem bei deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen schon neue zwischenstaatliche Projekte in erheblichem Umfang vereinbart wurden. Es soll auch darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilte das Ministerium in Kiew mit. Deutschland und Großbritannien hatten im April 2025 gemeinsam die Leitung der Ukraine-Kontaktgruppe übernommen.
Lesen Sie mehr über die deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen:
Bei der Sitzung geht es um die weitere Unterstützung für die Ukraine, nachdem bei deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen schon neue zwischenstaatliche Projekte in erheblichem Umfang vereinbart wurden. Es soll auch darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilte das Ministerium in Kiew mit. Deutschland und Großbritannien hatten im April 2025 gemeinsam die Leitung der Ukraine-Kontaktgruppe übernommen.
Lesen Sie mehr über die deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen:
Selenskij beklagt Engpässe bei Waffen und Aufmerksamkeit der USA
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat im ZDF-Interview mit Maybrit Illner davor gewarnt, dass der Irankrieg die Friedensbemühungen für die Ukraine und die Waffenlieferungen an sein Land gefährde. Die US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff seien „ständig in Kontakt mit Iran und haben keine Zeit für die Ukraine“, so Selenskij.
„Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr.“Wolodimir Selenskij über den Mangel bei der Luftverteidigung
Besonders dramatisch sei die Lage beim Patriot-Luftabwehrsystem: „Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr“, sagte der Präsident. Je länger der Krieg andauere, desto weniger Waffen stünden der Ukraine zur Verfügung.

