Liveblog zum Krieg in der UkraineRussische Besatzer melden Angriff auf Brücke zur Krim

Eine Aufnahme zeigt die Beschädigung der Tschonhar-Brücke, eine von drei Anfahrtsrouten von der Krim in die ebenfalls zu Teilen russisch besetzte südukrainische Oblast Cherson.
Eine Aufnahme zeigt die Beschädigung der Tschonhar-Brücke, eine von drei Anfahrtsrouten von der Krim in die ebenfalls zu Teilen russisch besetzte südukrainische Oblast Cherson.
VLADIMIR SALDO VIA TELEGRAM/via REUTERS

Die Tschonhar-Brücke, eine der drei Anfahrtsrouten von der Krim in die Oblast Cherson, ist laut Besatzungschef Saldo beschädigt worden. Es seien Marschflugkörper vom Typ "Storm Shadow" zum Einsatz gekommen.

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Wichtige Updates
Tote und Verletzte bei russischen Angriffen 
Wadephul wünscht sich mehr Rüstungs-Bestellungen der Ukraine in Deutschland
Kiew meldet neue russische Angriffe
Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom 
Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen

Pistorius sagt Ukraine umfangreiche Waffenlieferungen zu

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat angesichts des nahenden Winters eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr gefordert und die Lieferung weiterer Raketen aus Bundeswehrbeständen angekündigt. "Die Ukraine befindet sich in einem Wettlauf mit der Zeit. Der Winter kommt", sagte der SPD-Politiker bei einem virtuellen Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, der Unterstützerstaaten des Landes. Man müsse damit rechnen, dass die russischen Luftangriffe mit sinkenden Temperaturen wieder zunähmen.

Deutschland werde daher dringend benötigte Pac-2-Abfangraketen für das Patriot-System sowie eine größere Stückzahl an AIM-9-Luft-Luft-Raketen liefern. Pistorius appellierte an die Verbündeten, ebenfalls ihre Bestände zu prüfen. "Wenn Sie im Zweifel sind, entscheiden Sie sich für die Ukraine."
Der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara betonte, die Abwehr von Drohnen funktioniere mittlerweile sehr gut. Anders sei dies bei ballistischen Raketen. Es fehlten vor allem Patriot-Abwehrraketen vom Typ Pac-3. Die Pac-2 sind weniger effektiv gegen russische ballistische Raketen. Pac-3 sind aber auch wegen des Nahost-Kriegs knapp. Zudem halten sie verschiedene europäische Staaten mit Rücksicht auf ihre eigenen Bestände zurück. Im vergangenen Winter hatte Russland mit Raketen und Drohnen vor allem die Wärme- und Energieversorgung attackiert.

Deutschland werde die laufenden Lieferungen von IrisT-Luftverteidigungssystemen fortsetzen, erklärte Pistorius weiter. Er kündigte an, dass die Ukraine mehrere Tausend zusätzliche Iris-T-Lenkflugkörper bestellen werde. Dies ermögliche den Aufbau einer weiteren Produktionslinie. Darüber hinaus unterstütze Deutschland das "City Dome"-Projekt zum Schutz ukrainischer Städte vor Drohnen und Raketen und finanziere die Beschaffung von Zehntausenden Schuss Langstrecken-Artilleriemunition über ein britisches Konsortium.

Auch die Partner sicherten weitere Unterstützung zu. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting kündigte einen Beitrag von 100 Millionen Pfund für die schnelle Lieferung von Flugabwehrraketen in diesem Winter an. Zudem kämen die versprochenen Lieferungen von 120 000 Drohnen gut voran.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij dankte Deutschland für die Unterstützung. „Das sind genau die Entscheidungen, die den Frieden näher bringen: Wenn man die Fähigkeiten des Aggressors zu töten, einschränkt“, schrieb Selenskij auf X. „Dank an Deutschland für seine prinzipientreue Haltung, für die Unterstützung und für die Abertausenden von Leben, die vor russischen Angriffen gerettet werden.“ 

Tote und Verletzte bei russischen Angriffen 

Bei einer Serie von russischen Angriffen sind in der Ukraine zahlreiche Menschen zu Schaden gekommen. In der Hauptstadt Kiew wurden in Folge zahlreicher Angriffe, die bereits in der Nacht begonnen hatten, mindestens fünf Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten wurde von den Behörden mit mindestens 35 angegeben. Bei den Angriffen seien mehrere Wohnhäuser getroffen und beschädigt worden.

Daneben wurden in der Region Sumy im Osten des Landes zehn Menschen in einem Lokalzug bei einem Angriff von Kampfdrohnen verletzt. Bei der Attacke seien die Lokomotive sowie ein Passagierwaggon getroffen und in Brand gesetzt worden, teilte die Behörden auf Telegram mit. Schon am Vormittag war auf der Strecke zwischen Dnipro und Saporischschja eine Mitarbeiterin der ukrainischen Eisenbahn bei einem Drohnenangriff getötet worden.

Der staatliche Stromversorger DTEK berichtete vom Komplettausfall eines Wärmekraftwerks nach einem russischen Angriff. Die Stromerzeugung in der Anlage sei nach erheblichen Schäden eingestellt worden. DTEK machte keine Angaben zum Standort des Kraftwerks. Die Behörden von Mykolajiw und Cherson berichteten von einem vollständigen Blackout in Gemeinden. 

Wadephul wünscht sich mehr Rüstungs-Bestellungen der Ukraine in Deutschland

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen. "Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht. Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert", sagt Wadephul der Bild. Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij gesagt. 

Das Mindeste sei, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteilige. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen in Deutschland gibt", sagte Wadephul. "Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird." 

Trump telefoniert mit Putin

Nach der Reise von US-Vermittlern nach Kiew und Moskau zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges haben US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine „aggressiven Pläne“ in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten. Die tatsächliche Politik Russlands, die häufige Drohungen und auch hybride Angriffe gegen europäische Länder umfasst, steht allerdings in Kontrast zu solchen Äußerungen; sie soll auch ein Grund einer kürzlichen Reise des CIA-Chefs nach Moskau gewesen sein.

Der Kremlchef habe Trump zudem eine „objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld“ gegeben. Putin habe dabei ausgeführt, was die USA „real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können“. Moskau sei vom US-amerikanischen Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Ukraine-Konflikts in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen. Das Gespräch dauerte laut Uschakow etwa eine Stunde. 

EU genehmigt Flugabwehrraketenkäufe für Ukraine in den USA 

Die EU erlaubt der Ukraine die Nutzung neuer Finanzhilfen für den Kauf von amerikanischen Patriot-Flugabwehrraketen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ankündigte, haben Mitgliedstaaten einer entsprechenden Ausnahmeregelung zugestimmt. Eigentlich sollen mit EU-Rüstungshilfen bevorzugt europäische Rüstungsgüter gekauft werden.

Nach Angaben von Kommissionspräsidentin von der Leyen sollen der Ukraine nun möglichst schnell weitere 3,2 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Das Geld werde es dem Land ermöglichen, seinen Luftraum besser vor den wahllosen Angriffen Russlands zu schützen, schrieb sie in einer gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte veröffentlichten Erklärung. Die Nato ist an dem Vorhaben über die sogenannte Purl-Initiative beteiligt. Diese sieht vor, dass in den USA hergestellte Rüstungsgüter für die Ukraine von den europäischen Verbündeten und Kanada finanziert werden.

Selenskij: Es gibt „anständige Ideen“ bei US-Friedensvorschlägen

US-Unterhändler haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge mehrere „anständige Ideen“ zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende sowohl Russland als auch die Ukraine besucht. Selenskij teilte in einem WhatsApp-Gruppenchat mit, ein nächstes trilaterales Treffen könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder der Schweiz stattfinden, wobei unter anderem Getreidelieferungen und die Energieinfrastruktur besprochen werden sollten.

Kiew meldet neue russische Angriffe

Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine Luftangriffe auf Kiew wieder aufgenommen. In der Nacht wurden Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt gemeldet, mehrere Wohnhäuser, Lagerhallen, eine Schule und Autos seien im Zuge der Raketen- und Drohnenangriffe beschädigt worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Behördenangaben. In mehreren Stadtteilen seien Brände ausgebrochen. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden bei der Attacke drei Menschen getötet. Die Militärverwaltung der Stadt gab die Zahl der Verletzten mit 19 an. 

Auch in anderen, teils weit im Hinterland liegenden Regionen der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach am Morgen von erheblichen Schäden an Wohngebäuden und anderer ziviler Infrastruktur in Kiew. In der Region sei kritische Infrastruktur attackiert worden. Im Gebiet Odessa sei ein gewöhnlicher Markt angegriffen worden und in Charkiw wurden demnach zwei Menschen verletzt.

Zudem soll das Gebäude des Fernsehsenders „My - Ukrajina“ („Wir sind die Ukraine“) durch einen Drohnenangriff beschädigt worden sein. „Einfach am helllichten Tag, als die Journalisten auf Sendung waren“, schrieb Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Netzwerken. Fünf Menschen seien dabei verletzt worden.

Der ukrainische Präsident sprach von einem komplexen Angriff Russlands mit ballistischen Raketen, Anti-Schiffs-Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Luftwaffe habe 175 Flugkörper abgefangen, aber nicht alle, schrieb Selenskij. Einmal mehr verwies er auf den Mangel an Mitteln zur Abwehr ballistischer Raketen. Sie sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwer abzufangen.

Russland: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Saratow

Aus dem russischen Gebiet Saratow, rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze, werden Angriffe gemeldet. Gebietsgouverneur Roman Bussargin zufolge sind bei ukrainischen Drohnenangriffen zehn Menschen verletzt worden. Darunter seien drei Minderjährige. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Im russischen Grenzgebiet Brjansk wurde nach Angaben des kommissarischen Gebietsgouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann bei einem ukrainischen Angriff in der etwas mehr als 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernten Stadt Starodub getötet. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Die Ukraine hat die Angriffe bislang nicht bestätigt.

Großbritannien sagt Ukraine Luftabwehrpaket zu

Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen umfassen, teilt die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden.

Ukrainischer Generalstaatsanwalt kündigt Rücktritt an 

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. „Das ist eine politische Entscheidung“, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. „Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.“ Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.

Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück. 

Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom 

Die dringend benötigte Stromzufuhr für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach fast drei Wochen wieder hergestellt worden. Während einer begrenzten Feuerpause konnte eine beschädigte Leitung repariert werden, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilte. Dies sei ein entscheidender Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi.

Das von Russland besetzte Atomkraftwerk benötigt eine stabile Stromversorgung, um radioaktives Material zu kühlen. Die letzte verbleibende Stromleitung war am 20. August im Zuge von Kampfhandlungen beschädigt worden. Seitdem hatten Notstromgeneratoren für Energie gesorgt, doch der Diesel für diese Aggregate war in den vergangenen Tagen zur Neige gegangen. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, hieß es von der IAEA.

Das größte AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet und produzieren keine Elektrizität. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk noch über zehn externe Stromleitungen, um unter anderem die Kühlsysteme zu versorgen.

Selenskij sagt, er hoffe auf Verhandlungen noch vor dem Winter 

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sieht nach der jüngsten Reise der US-Vermittler nach Moskau und Kiew ein mögliches Fenster für Friedensverhandlungen noch vor dem Winter. Zwar rechne Kremlchef Wladimir Putin mit einem neuen brutalen Winter, um die Ukraine zu schwächen, doch wolle der russische Staatschef US-Präsident Donald Trump nicht vor den Zwischenwahlen Anfang November verärgern, sagte Selenskij im Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios. „Mein Gefühl sagt mir, dass Putin Trump braucht, er will ihn nicht verärgern.“

Putin und Selenskij hatten am Wochenende die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen über eine mögliche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew empfangen. Konkrete Ergebnisse wurden nicht genannt. Ohne Details zu nennen, berichtete Selenskij lediglich von möglichen Wegen zur Deeskalation noch vor Einbruch und während des Winters. 

Russland meldet zwei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen 

In Russland sind bei ukrainischen Drohnenangriffen nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Ein Todesopfer habe es in der Region Perm gegeben, teilt der Gouverneur der Region, Dmitri Machonin, mit. Vier weitere Menschen seien dort verletzt worden. Die örtliche Luftabwehr habe 27 Drohnen abgeschossen. Perm liegt am Rande des Uralgebirges im Osten des europäischen Teils Russlands. In der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod sei zudem ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit. 

Das russische Militär griff im Gegenzug nach eigenen Angaben erneut ukrainische Häfen an. Ein Schiff im Hafen von Tschornomorsk sei am Sonntagabend getroffen worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Schiff habe Militärgüter an Bord gehabt. Zudem seien am Montagmorgen Verladeanlagen im Hafen von Ismajil attackiert worden. 

Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen

Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew eingetroffen. Die Nachrichtenagentur Unian verbreitete ein Video der Ankunft der beiden Männer in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug. Bilder zeigen das Zusammentreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij.

Witkoff und Kushner waren zuvor bereits für Gespräche mit Wladimir Putin in Russland, der Kreml bezeichnete das Treffen als konstruktiv. Kiew besuchen die beiden Amerikaner zum ersten Mal.

Lesen Sie hier die Analyse unseres US-Korrespondent Boris Herrmann zum amerikanischen Wochenende in Moskau und Kiew.
Präsident Wolodimir Selenskij begrüßt Steve Witkoff (rechts mit rosa Krawatte) und Jared Kushner (links neben Wittkoff) erstmals in Kiew.
Präsident Wolodimir Selenskij begrüßt Steve Witkoff (rechts mit rosa Krawatte) und Jared Kushner (links neben Wittkoff) erstmals in Kiew. AFP

Russland und Ukraine setzen Luftangriffe fort

Die dreitägige Waffenruhe, die Wladimir Putin für Samstag bis Montag angeordnet hat, betrifft nur die ukrainische Hauptstadt Kiew. Dadurch soll gewährleistet sein, dass die Vertreter der USA Steve Witkoff und Jared Kushner, die dort den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij treffen, nicht durch russische Luftangriffe bedroht sind. Die beiden Amerikaner waren bereits mehrfach in Russland zu Gesprächen, besuchen jetzt jedoch erstmals auch Kiew, um über einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu verhandeln. 
Die Luftangriffe auf andere Ziele wurden jedoch nicht ausgesetzt. Die Ukraine etwa hat die russische Ölraffinerie in Rjasan attackiert, aus dem Raum Rostock am Don wurden Explosionen gemeldet.
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