Syrien:Erdoğan und die Gunst der Stunde

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Syrien: Ein Einschüchterungsversuch? Anfang Juni fuhren von der Türkei unterstützte syrische Kämpfer nahe der nordwestlich gelegenen Stadt Afrin auf.

Ein Einschüchterungsversuch? Anfang Juni fuhren von der Türkei unterstützte syrische Kämpfer nahe der nordwestlich gelegenen Stadt Afrin auf.

(Foto: RAMI AL SAYED/AFP)

Die Türkei kündigt in Nordsyrien eine weitere Militäroffensive an. Der russische Krieg in der Ukraine und der Streit um die Nato-Norderweiterung spielen dem Präsidenten in die Hände.

Von Dunja Ramadan

Baschar al-Assad gibt eher selten Interviews. Nun war es wieder so weit: Der syrische Machthaber sitzt einer Reporterin des russischen Auslandssenders RT gegenüber und kündigt an, Syrien werde sich jeder türkischen Invasion seines Landes widersetzen, so wie man es vor zweieinhalb Jahren auch getan habe. In den sozialen Netzwerken sorgte diese Aussage für Spott. Denn Assads Regierungstruppen sind beim eigenen Volk nicht gerade für ihre Widerstandskraft bekannt, umgangssprachlich werden sie "Armee der Hausschuhe" genannt. Auch der türkischen Militäroffensive von 2019 konnten sie nur wenig entgegensetzen. Dennoch sollen Syrien und Russland ihre Truppen in Nordsyrien verstärkt haben, auch die Kurdenmiliz YPG soll aufgerüstet haben.

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