USA Kushner könnte Trumps Stabschef werden

Möglicherweise holt Donald Trump mit Jared Kushner (rechts) seinen Schwiegersohn als Nachfolger von John Kelly (links).

(Foto: picture alliance/AP Photo)
  • Die Huffington Post berichtet, Jared Kushner sei im Gespräch für den Posten als Stabschef im Weißen Haus.
  • Trumps Schwiegersohn könnte demnach auf den zum Jahresende scheidenden John Kelly folgen.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für seinen scheidenden Stabschef John Kelly hat Donald Trump offenbar auch die eigene Familie im Blick. Einem Medienbericht zufolge überlegt der US-Präsident, seinen Schwiegersohn und Berater Jared Kushner zum neuen Stabschef im Weißen Haus zu machen.

Die beiden hätten sich bereits getroffen und über den Job gesprochen, berichtete zunächst die Huffington Post unter Berufung auf einen dem Weißen Haus nahestehenden Republikaner. Der 37 Jahre alte Ehemann von Trumps Tochter Ivanka sei in der engeren Auswahl, wie weitere Personen aus dem Umfeld von Trump und dem Weißen Haus bestätigt hätten. Offiziell habe das Weiße Haus nicht auf eine entsprechende Anfrage der Huffington Post geantwortet. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hingegen meldet, Kushner sei kein Kandidat für den Posten.

Vor knapp einer Woche hatte Trump bekanntgegeben, dass Kelly den Posten zum Jahresende räumen wird. Seitdem sucht der Präsident einen Nachfolger für den Job in der Machtzentrale in Washington - bislang allerdings vergeblich. So sagte der als Favorit gehandelte Stabschef von Vizepräsident Mike Pence, Nick Ayres, ab und kündigte seinen Rückzug aus dem Weißen Haus an. Auch der erzkonservative Abgeordnete Mark Meadows sagte ab.

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Trumps bisherige Stabschefs hatten im Weißen Haus einen schweren Stand. Kelly war im Juli 2017 dem glücklosen Reince Priebus gefolgt. Das Verhältnis zwischen dem angesehenen Vier-Sterne-General und dem Präsidenten soll sich dann aber schnell verschlechtert haben.

Trumps Schwiegersohn Kushner ist bereits ein einflussreicher Präsidentenberater. Er spielte unter anderem bei den Freihandelsgesprächen mit Kanada und Mexiko eine zentrale Rolle und soll für Trump einen Nahost-Friedensplan erarbeiten. Kushner unterhält zudem enge Verbindungen zum saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, der wegen der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi international in die Kritik geraten ist.

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