Timothy Garton Ash im Gespräch "Der Brexit hat alle irre gemacht"

Pro-Europäer und Karlspreis-Träger: Timothy Garton Ash.

(Foto: Henning Kaiser/dpa)

Einen "nationalen Nervenzusammenbruch", konstatiert Timothy Garton Ash derzeit in seiner Heimat Großbritannien. Im SZ-Gespräch wirft der Historiker Premierministerin May vor, es "vermasselt" zu haben - und warnt die EU vor den Folgen eines Brexit für die übrigen Europäer.

Interview von Cathrin Kahlweit, London

Timothy Garton Ash, Jahrgang 1955, lehrt Geschichte an der Universität Oxford.

SZ: Sie haben den Brexit mit einer Soap-Opera verglichen. Aber ist es nicht mehr eine Tragödie?

Timothy Garton Ash: Eine britische Soap-Opera ist immer auch eine Farce. Wenn man den Parlamentssprecher John Bercow nimmt, so ist er für die ganze Welt eine so populäre wie komische Figur geworden. Aber die Konsequenzen des Brexit für Europa könnten schlimmer werden als die für Großbritannien. Es sind ja ohnehin schon sehr viele ...

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