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Heißer Sommer:Der Planet wird wärmer und extremer

Für Klimaforscher relevanter ist der globale Blick. Hier zeigt sich, dass in dieser Reihenfolge 2016, 2017, 2015 und 2014 die weltweit vier wärmsten je gemessenen Jahre waren. Betrachtet man Mittelwerte über mehrere Dekaden, so ergibt sich in Deutschland wie auch weltweit ein eindeutiger Trend. Ein einzelner heißer Sommer kann dabei nicht unmittelbar mit dem Klimawandel begründet werden. Eine statistisch signifikante Häufung heißer, sonniger und regenarmer Sommer aber sehr wohl.

Heißer Sommer - Das neue Normal

Klimaforscher vergleichen das oft mit einem gezinkten Würfel. Da auch ein normaler Würfel gelegentlich eine Sechs anzeigt, kann eine einzelne Sechs nicht als Beweis für eine Manipulation herhalten. Häuft sich aber die Zahl der Sechser signifikant gegenüber den anderen Ziffern, so stimmt etwas nicht. In diesem Sinne stellen Klimaforscher fest, dass sich die heißen Sommer häufen, was ein Signal dafür ist, dass sich das Klima ändert - auch wenn es einen warmen Sommer wie den des Jahres 2018 rein statistisch auch vor 20, 50 oder gar 100 Jahren hätte geben können.

Man könnte auch so sagen: Ein Sommer wie dieser wird in Zukunft zunehmend zur Normalität, und nicht mehr die Ausnahme bleiben. Ähnliches gilt für Extremwetterereignisse wie die aktuelle Dürre. All diese Entwicklungen stimmen mit dem überein, was Klimatologen mit aufwendigen Modellen und Superrechnern prognostizieren, wenn sie alle bekannten Daten über die Atmosphäre, die Sonne, Ozeanzyklen, Wolkenbildung und den Anteil menschengemachter Treibhausgase in ein physikalisches Modell der Erde packen und den Knopf "Zukunft" drücken: Der Planet wird wärmer, extremer, und Deutschland bleibt davon nicht verschont.

Auf diesen Monat zurückblickend wirkt die Tatsache skurril, dass am 2. Juli in einem Ort im Erzgebirge 0,1 Grad gemessen wurden - nahezu Frost. Das erscheint nun wie eine Nachricht aus einer anderen Welt. Die aktuelle Lage wird an diesem Donnerstag allenfalls in manchen Regionen kurzzeitig mit kühleren Temperaturen unterbrochen. Auch im August hält der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von mehr als 35 Grad für möglich. Und auf den September vorausblickend wagt der DWD-Meteorologe Simon Trippler eine kühne Prognose: Er sieht Chancen auf einen heißen Herbst mit Tagen von mehr als 30 Grad. Doch wenn im November klamme Kälte in die Wohnzimmer dringt, werden sich viele Deutsche wieder fragen, wann es endlich mal wieder richtig Sommer wird.

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Hitze

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