Russlandaffäre Neue E-Mail belastet Trumps Wahlkampfteam

Gab es illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland?

(Foto: Evan Vucci/AP)

In der Mail geht es um die Organisation eines Treffens von Mitgliedern aus Trumps Wahlkampf-Teams mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

In der Russland-Affäre um den US-Präsidenten ist einem Medienbericht zufolge eine weitere E-Mail aufgetaucht, die Kontakte von Donald Trumps Wahlkampf-Team zur Regierung in Moskau nahelegt. Ermittler des Kongresses hätten die E-Mail eines engen Mitarbeiters von Trump gefunden. Darin soll es um die Bemühungen gehen, ein Treffen zu arrangieren zwischen Mitgliedern des Wahlkampf-Teams mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, berichtete der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf eigene Quellen.

Demnach wurde die E-Mail vom jetzigen stellvertretenden Stabschef des Präsidenten, Rick Dearborn, an andere führende Mitglieder des Kampagnen-Teams von Trump geschickt. Dearborn habe dort über "eine Person" informiert, die die Verbindung zu Putin habe herstellen wollen, berichtete CNN. Die E-Mail sei im Juni 2016 abgeschickt worden. Zu der Zeit hatte sich der Sohn von Trump, Donald Trump Junior, mit Russen getroffen, die ihm angeblich kompromittierendes Material über Trumps demokratische Wahlkampfrivalin Hillary Clinton angeboten haben sollen.

Mehrere Kongress-Ausschüsse wie auch der vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller untersuchen derzeit, ob Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen zusammengearbeitet hat. Die nun aufgefundene E-Mail, sollte sie authentisch sein, könnte den amtierenden Präsidenten und sein Team zusätzlich belasten. Trump hat die Ermittlungen als "Hexenjagd" bezeichnet. Anlass der Untersuchungen ist der Verdacht, dass Russland Einfluss auf die Präsidentenwahl 2016 genommen hat. Russland selbst hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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