bedeckt München 25°

Rechtsextremismus:Warum Diogo sterben musste

Manuel Diogo wollte in der DDR studieren, aber am Flughafen nahm man ihm den Pass, teilte ihn dem VEB Sägewerk Jeber-Bergfrieden zu, als Arbeiter.

(Foto: Facebook)

1986 liegt eine Leiche an den Bahngleisen nach Dessau: Manuel Diogo, Mosambikaner. Für die DDR-Behörden war der Tod ein Unfall. 34 Jahre später prüft die Staatsanwaltschaft ein neonazistisches Tatmotiv.

Von Antonie Rietzschel

Ibraimo Alberto kann sich an den Abschied erinnern. Er steht am Gleis des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg, Manuel Diogo hat ein Fenster des Zuges geöffnet, stützt den Oberkörper darauf ab. Als der Zug anfährt, rennt Alberto hinterher, winkt. Am 30. Juni 1986, um 0.45 Uhr, finden Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn auf der Strecke zwischen Berlin und Dessau eine männliche Leiche. "Kopf und Beine abgefahren", steht in den Akten der Transportpolizei. "Es handelt sich um eine Person mit dunkler Hautfarbe."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Diskriminierung bei der Jobsuche: Mit Audience Targeting können bestimmte Kandidaten Jobanzeigen nicht sehen.
Bewerbungen
Schreibt gefälligst eure Stellen aus
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
IV: Sex und Liebe in Zeiten von Corona
Sex und Corona
"Sex ist gerade ohnehin sinnvoll: Ein Orgasmus stärkt das Immunsystem"
LR LA Streetart Teaser
Corona in den USA
Im Pulverfass
Coronavirus - Bayern
Corona-Management in Bayern
Die Panne im Söder-Land
Zur SZ-Startseite