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Reaktionen:"Juncker und Malmström haben großartig verhandelt"

Die ersten Reaktionen auf das Treffen von Trump und Juncker fallen positiv aus. Nur DIHK-Präsident Schweitzer ist skeptisch.

  • Emmanuel Macron, französischer Präsident bei einer Pressekonferenz: "Eine gute Verhandlung über den Handel kann, wie ich bereits sagte, nur auf ausgewogener und gegenseitiger Grundlage und unter keinen Umständen mit Drohungen geführt werden. Wir haben einige Fragen, die wir in den nächsten Tagen mit unseren europäischen Partnern klären werden."
  • Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister auf Twitter: "Gute Nachricht aus USA! @JunckerEU & @MalmstromEU haben großartig verhandelt: Zölle runter, nicht rauf! Freier Handel & Mio Jobs gesichert!"
  • Heiko Maas (SPD), Außenminister auf Twitter: "Einigung im #Handelsstreit zeigt: Wenn Europa geeint auftritt, hat unser Wort Gewicht. Wir sind keine Gegner der USA. Hoffentlich reift diese Erkenntnis auch im Weißen Haus wieder zu dem was sie bis vor Kurzem war: eine Selbstverständlichkeit. #EuropeUnited"
  • Andrea Nahles, SPD-Parteivorsitzende und -Fraktionschefin zur SZ: "Es ist immer gut, wenn ein Streit beigelegt werden kann, insbesondere wenn es ein Handelsstreit zwischen Europa und den USA ist. Allerdings haben wir nun erstmal einen Aufschub. Wir sind noch nicht am Ziel. Aber es hat sich klar gezeigt, wie klug es ist, wenn Europa mit einer Stimme spricht. Die richtige Antwort auf America First ist und bleibt EuropeUnited."
  • Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Twitter: "Ich freue mich zu hören, dass sich die Vereinigten Staaten und die Europäische Union heute darauf verständigt haben, gemeinsam Handelshemmnisse abzubauen und, gemeinsam mit anderen Partnern, die WTO zu stärken."
  • Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): "Die in Aussicht gestellten Lösungen gehen in die richtige Richtung, aber eine gehörige Portion Skepsis bleibt. Von Verhandlungen auf Augenhöhe sind wir noch weit entfernt."
  • Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtshaftsforschung: "Dies ist ein großer Erfolg für die EU @JunckerEU @MalmstromEU - ein Beweis dafür, dass einzelne europäische Länder zu klein sind, um die USA alleine zu konfrontieren, und dass ein starkes, vereintes Europa erforderlich ist, um die Interessen aller Europäer zu verteidigen."
  • Bei Junckers Besuch kam es zu einem Eklat. Eine CNN-Journalistin wurde von der gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump ausgeschlossen. Kaitlan Collins hatte Trump nach eigener Aussage beim vorangegangenen Fototermin mehrere unangenehme Fragen gestellt, unter anderem, ob er sich von seinem Ex-Anwalt Michael Cohen betrogen fühle und warum Russlands Präsident Wladimir Putin seine Einladung nach Washington noch nicht angenommen habe. Das Weiße Haus sprach von "unangemessenen" Fragen. Andere Journalisten, darunter von konkurrierenden Sendern, stellten sich hinter CNN. Der Journalist Bret Baier des Senders Fox News, der von Kritikern als Haus-und-Hof-Sender von US-Präsident Donald Trump bezeichnet wird, schrieb bei Twitter, Fox News stehe "in diesem Punkt fest hinter CNN". Trump selbst äußert immer wieder heftige Kritik an den Medien, darunter häufig an CNN. Verschiedene US-Leitmedien bezeichnete der Präsident als "Feinde des amerikanischen Volkes".
© Süddeutsche.de/AFP/dpa/mane
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