Kaum hatte man bei Götz Aly angefragt, ob er Lust hätte, ein bisschen zu reden über den um sich greifenden Eifer, Straßen umzubenennen, kam schon die Mail mit der Gegenfrage: "Wollen Sie bei mir in der Mohrenstraße vorbeikommen?" Hinter Mohrenstraße standen zwei sorgsam eingeklammerte Ausrufezeichen, die man getrost als semiotische Hieb-und Stichwaffen klassifizieren darf.
RassismusStraßenkampf
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Warum heißt die Mohrenstraße in Berlin eigentlich so? Und vor allem: Sollte man das nicht schnell ändern? Ein erinnerungskultureller Kassensturz.
Von Hilmar Klute
