SZ-Podcast "Auf den Punkt" Missbrauchsgipfel: Nichts ist ewig, nicht einmal die Kirche

In Rom findet der erste Missbrauchsgipfel der katholischen Kirche statt. Die Opfer sind schon enttäuscht, bevor er überhaupt begonnen hat.

Die katholische Kirche stellt sich dem Missbrauchsskandal. Zum ersten Mal lädt Papst Franziskus zu einem großen Gipfel über das Thema in den Vatikan. Er eröffnet die Veranstaltung mit den Worten "Hören wir den Schrei der Kleinen, die Gerechtigkeit verlangen" und fordert konkrete Maßnahmen.

Die Opfer sind jedoch schon enttäuscht, noch bevor der Gipfel so richtig angefangen hat. Denn bindende Beschlüsse werden keine gefasst. Der Missbrauchsskandal könnte die katholische Kirche in eine Existenzkrise befördern, sagt Matthias Drobinski. Der SZ-Kirchenredakteur meint, Jesus habe seinen Jüngern versprochen: "Ich bin mit euch alle Tage". Nicht etwa: "Die katholische Kirche in ihrer Gestalt wird euch für ewig erhalten bleiben."

Weitere Themen: Wahlrecht für Benachteiligte, Bundestag stimmt über 219a ab, Heckler & Koch muss Millionen-Bußgeld zahlen.

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