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SZ-Podcast "Auf den Punkt":Libanon: Warum der Wiederaufbau so schwierig ist

Nach der Explosion in Beirut vergangene Woche ist am Montag die libanesische Regierung zurückgetreten. Wie es in dem maroden Staat jetzt weitergehen kann.

Moritz Baumstieger, Laura Terberl

Die Bewohner Beiruts machen die Regierung für die Katastrophe verantwortlich, vor allem am Wochenende eskalierten die Straßenschlachten zwischen der Polizei und den Demonstranten.

Und tatsächlich wurde am Dienstag bekannt, dass die libanesische Regierung wohl vor einer möglichen Explosion am Hafen gewarnt wurde. Sicherheitsexperten haben nach Reuters-Informationen im Juli sogar explizit die 2750 Tonnen Ammoniumnitrat erwähnt, die zu der gewaltigen Explosion geführt hatten. Die Chemikalien hatten der Regierung zufolge sechs Jahre lang ungesichert im Hafen gelagert.

Moritz Baumstieger ist Redakteur in der SZ-Außenpolitik und ist vergangene Woche nach der Explosion nach Beirut gereist. Schon vor der Katastrophe gab es eine Protestbewegung in der Stadt, die sich gegen die Regierung gestellt hat. Er beschreibt, wie diese Bewegung jetzt noch größer geworden ist - und wie die Bewohner mit einfachsten Mitteln versuchen, die Trümmer in der Stadt selbst wegzuräumen.

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Debris and damaged vehicles are seen in the port area, after a blast in Beirut

Explosion in Libanon
:Die Spur führt nach ganz oben

Experten sollen Präsident Aoun und den mittlerweile zurückgetretenen Ministerpräsident Diab im Juli vor den gefährlichen Chemikalien im Beiruter Hafen gewarnt haben. Verhaftet wurden bisher aber nur Hafenmitarbeiter.

Von Moritz Baumstieger und Dunja Ramadan

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