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Parteien - Hamburg:Weinberg sieht sich als Bürgermeisterkandidat

Hamburg (dpa/lno) - Der CDU-Spitzenkandidat für die Hamburger Bürgerschaftswahl, Marcus Weinberg, sieht sich auch als Bürgermeisterkandidat, erkennt aber seine Grenzen. "Mit Blick auf die letzten Wahlergebnisse und Umfragen habe ich einen gewissen Realitätssinn an den Tag zu legen", sagte Weinberg dem "Hamburger Abendblatt" (Freitagsausgabe). In der "Bild" äußerte er sich ähnlich: "Wir müssen natürlich realistisch bleiben, wir liegen derzeit nicht an der Spitze des Rennens..."

Sein Hauptziel sei es, ein gutes Ergebnis für eine Regierungsbeteiligung zu bekommen, erklärte er im "Abendblatt" weiter. Damit könnte die CDU auch die spannende Rolle des Königsmachers erhalten. "Dann gehe es um Inhalte und gemeinsame Ziele in einer Koalition, und ich kann mir als Prinz die schönste Prinzessin aussuchen, mit der ich die glücklichste Zeit haben kann." Als sein Wahlziel nannte Weinberg "20 Prozent plus x". Das sei auch machbar.

Der Hamburger "Bild"-Ausgabe erklärte er auf den Hinweis, er habe die Partei nach links geführt, er lasse sich vom christlichen Wertefundament leiten. Er springe nicht nach links oder rechts. "Ich versuche den Menschen die Politik anzubieten, die ihnen konkret nützt. Es gibt sicher ein paar Themen, die wir in den letzten Jahren nicht genug beachtet haben, dazu zählen auch Umwelt und Klima." Zugleich betonte der CDU-Spitzenkandidat, er könne mit den Grünen gut zusammenarbeiten, aber ein grüner Stempel sei das nicht. "Ich bin mit Herz und Verstand Christdemokrat, aber auch Querdenker im Sinne guter Lösungen. Mir geht es um Inhalte, diese bestimmen meine Farbe..."