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Obama-Rede in Nairobi:"Die Zukunft Afrikas ist den Afrikanern überlassen"

US Präsident Barack Obama Kenia Nairobi

"Die Zukunft Kenias ist am Horizont zu erkennen, aber es müssen harte Entscheidungen getroffen werden", sagte US-Präsident Obama vor Tausenden Zuhörern.

(Foto: REUTERS)
  • US-Präsident Barack Obama hat an die Afrikaner appelliert, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. "Afrikas Zukunft hängt von den Afrikanern ab", sagte er in einer Rede an die kenianische Nation in einer Sporthalle in Nairobi.
  • Obama forderte die Kenianer auf, die Wirtschaft anzukurbeln, gegen Korruption und Terror vorzugehen und ethnische Konflikte zu überwinden.
  • Der US-Präsident wandte sich in seiner Rede vor allem an die Jugend in Kenia - 60 Prozent der Bewohner des ostafrikanischen Landes sind jünger als 24 Jahre.

Zum Abschluss seines Besuchs in Kenia hat US-Präsident Barack Obama die Regierung des afrikanischen Landes zu demokratischen Reformen aufgerufen. Kenia befinde sich am Scheideweg, und der Pfad zum Fortschritt führe über den Kampf gegen Korruption, gegen ungleiche Einkommen und die Schlechterstellung von Frauen und Mädchen, sagte Obama bei einer Rede vor Tausenden Menschen in Nairobi.

In seiner thematisch weit reichenden Ansprache rief Obama unter anderem auch dazu auf, alle Kenianer vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren zu lassen, alte Rivalitäten zwischen Stämmen und Ethnien zu begraben und Praktiken wie Zwangsheiraten und Genitalverstümmelungen zu unterbinden. "Diese Traditionen reichen vielleicht Jahrhunderte zurück, aber sie haben keinen Platz im 21. Jahrhundert", sagte Obama.

Auch gegen den Terror müsse Kenia entschlossen vorgehen: "Fortschritt erfordert, den dunklen Ecken unserer Vergangenheit ehrlich entgegenzutreten", sagte Obama im Heimatland seines Vaters vor seiner Weiterreise in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba. Wie bereits am Samstag in einem Gespräch mit Präsident Uhuru Kenyatta forderte der US-Präsident auch am Sonntag einen entschlossenen Kampf gegen die Terrormiliz Al-Shabaab, die vom Nachbarland Somalia aus auch immer wieder in Kenia angreift.

US-Präsident Barack Obama "Kenia geht voran" Bilder

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"Kenia geht voran"

Es ist sein erster Besuch als Präsident in der Heimat seines Vaters: Zum Auftakt seiner viertägigen Afrika-Reise macht Barack Obama halt in Kenia. Der US-Präsident findet lobende Worte - und übt Kritik.

"Für das Volk von Kenia gibt es keine Grenzen"

Kenia sei allein in seiner Lebenszeit weit gekommen, betonte Obama, nachdem er die schwierige Geschichte des Landes von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart nachgezeichnet hatte. "Für das Volk von Kenia, besonders für die Jugend, gibt es - so glaube ich - keine Grenzen für das, was es erreichen kann", sagte der US-Präsident.

Der US-Präsident wandte sich in seiner Rede vor allem an Kenias junge Menschen - 60 Prozent der Bewohner des ostafrikanischen Landes sind jünger als 24 Jahre. Künftige Präsidenten sollten deshalb gerade für die Jungen die Chancen bei der Ausbildung, auf dem Arbeitsmarkt und auf dem Gesundheitssektor verbessern, um die Grundlage dafür zu schaffen, sagte Obama. "Durch Kenias Fortschritt, durch euer Potenzial könnt ihr eure Zukunft hier und jetzt errichten."

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Die Rede in der Safaricom-Arena, die live im kenianischen Fernsehen übertragen wurde, schloss inhaltlich an andere Ansprachen Obamas in afrikanischen Ländern an. Die Botschaft: Nehmt euer Schicksal selbst in die Hand und lasst es nicht von anderen bestimmen.