SZ am Abend:Nachrichten am 20. September 2022

Lesezeit: 3 min

Aftermath of shelling in Kadiivka

Durch den jüngsten Beschuss sind mehrere Gebäude in der Stadt Kadiivka (Stachanow) in der Region Luhansk zerstört worden.

(Foto: ALEXANDER ERMOCHENKO/REUTERS)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Christina Rebhahn-Roither

Nachrichten kompakt

Moskau greift mit Referenden nach ukrainischen Gebieten. Die Führungen der prorussischen Separatisten in den Bezirken Luhansk, Donezk und Cherson haben Referenden über einen Beitritt zu Russland angesetzt. Die Abstimmungen werden gleichzeitig vom 23. bis zum 27. September abgehalten. Auch im russisch kontrollierten Teil der Region Saporischschja hat die Militärverwaltung entschieden, eine Abstimmung abzuhalten. Zum Liveblog

EuGH verwirft deutsche Regeln zur Vorratsdatenspeicherung. Deutschland muss seine Vorschriften zur Vorratsdatenspeicherung ändern. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Mit ihrem Urteil bleiben die Richter, die über ähnliche Fälle in anderen Ländern bereits entschieden haben, bei ihrer bisherigen Linie: Ohne einen konkreten Anlass zu speichern, verstößt gegen EU-Recht. In mehreren Fällen erlauben die Richter eine Datenspeicherung aber. Zum Artikel

Stiko empfiehlt Booster mit angepassten Impfstoffen. In Deutschland können drei Impfstoffe verabreicht werden, die speziell auf die Omikron-Varianten abzielen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich dafür aus, für alle Auffrischungsimpfungen vorzugsweise die angepassten Vakzine einzusetzen. Ansonsten bleibt bei den Stiko-Empfehlungen alles wie zuvor: Die zweite Auffrischungsimpfung sollen Menschen über 60 Jahre, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegesektor bekommen. Zum Artikel (SZ Plus)

Reserven von Öl, Gas und Kohle könnten Klimaziele sprengen. Ein globales Register zeigt, wie verheerend es wäre, allein die bekannten Lagerstätten fossiler Rohstoffe auszubeuten. Um die globalen Klimaziele zu sprengen, würde es demnach reichen, nur die bekannten Reserven der USA oder Russlands vollständig auszubeuten und zu verbrennen. Zum Artikel

Niels Högels Kollegen können mit Freispruch rechnen. In einem Zwischenbescheid kommt das Landgericht Oldenburg zu dem Schluss, dass Ärzten und Pflegekräften, die den mörderischen Krankenpfleger gewähren ließen, kein Vorsatz nachweisbar sei. Am 25. Oktober soll das Urteil ergehen. Zum Artikel

Was außerdem noch wichtig war

Alles zur Energiekrise

Uniper soll verstaatlicht werden. Der Gasimporteur befinde sich darüber mit der Bundesregierung und dem finnischen Großaktionär Fortum in abschließenden Gesprächen, teilt der Konzern mit. Die umstrittene Gasumlage, die von Oktober an 2,4 Cent pro Kilowattstunde betragen soll, war auch deshalb konstruiert worden, um Unternehmen wie Uniper vor dem Bankrott zu bewahren. Eine Verstaatlichung von Uniper und anderen Gasversorgern kann die Gasumlage nun hinfällig machen. Zum Liveblog

Wie Deutschland durch den Winter kommt. Trotz des russischen Lieferstopps sind die deutschen Gasspeicher mittlerweile zu mehr als 90 Prozent gefüllt. Das allein ist aber noch kein Grund zur Entwarnung. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Zum Artikel

Das hat heute viele Leser interessiert

Wer nichts tut, zahlt mehr. Wegen der Inflation wollen die Versicherer die Preise in den Sparten Kfz und Gebäudeversicherung spürbar erhöhen. Ob Kunden mehr zahlen müssen, hängt zum großen Teil von ihnen selbst ab. Zum Artikel

Plötzlich weniger Babys. In Deutschland ist die Anzahl der Geburten laut einer Studie zu Jahresbeginn stark gesunken. Forscher machen dafür die Auswirkungen der Pandemie verantwortlich. Zum Artikel

Wie gut muss der Mensch sein, dem wir zujubeln? Seit den Vorwürfen gegen Sänger Win Butler sind "Arcade Fire" von Indie-Darlings zum Problemfall geworden. Ein vergrübelter Konzertbesuch. Zum Artikel (SZ Plus)

Zu guter Letzt

Wenn die Influencer-Karawane übers Oktoberfest zieht. Sobald Cathy Hummels und ihre Influencerinnen die Wiesn besuchen, tun sich Abgründe auf - in die man gerne hineinblickt. Über dubiose Immunbooster, Wiesn-Wurmlöcher und einen nächtlichen Tanz vor der Bavaria mit Häschen-Ohren. Zum Artikel

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