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Russland:Die Schmerzen des Alexej Nawalny

Beamte der russischen Strafvollzugsbehörde nahe der "Besserungsanstalt 2" in Pokrow, wo Alexej Nawalny einsitzt,

(Foto: Dimitar Dilkoff/AFP)

Seit knapp zwei Wochen ist der Oppositionelle in einer Strafkolonie. Seine Anhänger hält er weiterhin mit ironischen Nachrichten auf dem Laufenden. Doch auch der Unterton kann nicht verdecken, dass es ihm schlechter geht.

Von Silke Bigalke, Moskau

Humor war stets die Rüstung von Alexej Nawalny, er hat ihn auch in der Strafkolonie nicht verloren. Zumindest sollen das die Nachrichten signalisieren, die seine Anwälte für ihn auf Instagram veröffentlichen. Die werden zwar immer bedrückender, der ironische Ton des russischen Oppositionellen ist aber noch da. "Wenn ich mich auf meinen rechten Fuß stütze, falle ich einfach um", hat Nawalny, der seit Wochen unter Rückenschmerzen leidet, den Anwälten übermittelt. Sein Bein sei inzwischen teilweise taub. "Es ist ein bisschen frustrierend - in letzter Zeit habe ich mich doch an mein rechtes Bein gewöhnt. Ich möchte mich nicht von ihm trennen."

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