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Italien, Sitzung der Abgeordnetenkammer in Rom nach Verabschiedung des EU-Hilfspaket  The Italian premier Giuseppe Conte

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte wirbt für die Verlängerung des Notstand-Dekrets. Das Oberhaus hat bereits zugestimmt. (Archivbild)

(Foto: imago images/Insidefoto)

Was wichtig ist und wird.

Von Philipp Saul

Was zum Coronavirus wichtig ist

Italien will Notstand bis Oktober verlängern. Damit bekommt die Regierung für längere Zeit mehr Befugnisse. Ministerpräsident Conte hält den Schritt für "unvermeidlich". Weißrusslands Präsident Lukaschenko hat sich mit dem Virus infiziert. Er zeige aber keine Symptome, sagt er selbst. China meldet mit etwa 100 Fällen an einem Tag die höchste Zahl an Neuinfektionen seit April. Meldungen aus aller Welt

Verhindert die Pandemie Frühgeburten? Während der Corona-Krise zeichnet sich in einigen Ländern der Trend ab, dass weniger Schwangere ihre Kinder zu früh auf die Welt bringen. Woran das liegen könnte - und was die Medizin daraus lernen kann, lesen Sie mit SZ Plus.

Düsseldorfer OB lässt Video zu Corona-Regeln mit Farid Bang löschen. Auf ihren Social-Media-Kanälen hatte die Stadt zuvor eine Aufnahme veröffentlicht, in der der Rapper feiernde junge Leute in der Altstadt zur Einhaltung der Corona-Regeln ermahnt. Der Musiker steht wegen frauenfeindlicher, gewaltverherrlichender und antisemitischer Texte in der Kritik. Zum Text von Christian Wernicke

Was außer dem Coronavirus wichtig ist

EU beschließt Maßnahmen gegen China. Bestimmte Exporte, die zur Niederschlagung von Protesten in Hongkong genutzt werden können, sollen weiter eingeschränkt werden. Wirtschaftliche Strafmaßnahmen sind im EU-Beschluss vorerst nicht enthalten. Mehr dazu

Monopolkommission will deutsche Unternehmen besser vor chinesischem Zugriff schützen. Die strengen EU-Beihilferegeln sollen deshalb auch auf Investoren aus China angewendet werden, fordern die Experten. So könnte die EU-Kommission subventionsbedingte Vorteile abschöpfen und auch Übernahmen prüfen oder gegebenenfalls stoppen. Mehr Informationen von Caspar Busse

Falscher Freund, falsche Fährte. Wie es dem umtriebigen Wirecard-Vorstand Jan Marsalek gelang, deutsche Behörden über Monate hinweg zu verladen und von allem Verdacht gegen sein Unternehmen abzulenken. Von SZ-Autoren (SZ Plus)

Biden will Milliarden für Benachteiligte ausgeben. Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat kündigt an, als Wahlsieger etwa 50 Milliarden Dollar für nichtweiße Unternehmer bereitzustellen. Biden plant, in der kommenden Woche seine Kandidatin für die Vizepräsidentschaft bekanntzugeben. Die Republikaner wollen ihren Nominierungsparteitag nun doch wie ursprünglich geplant in Charlotte, North Carolina, abhalten. Nachrichten zur US-Wahl

Bundesregierung hofft auf Scheitern des US-Truppenabzugs. Transatlantik-Koordinator Peter Beyer sieht noch Chancen, dass die US-Truppen in Deutschland bleiben. In Washington gebe es viele Gegner des Vorhabens. Die angekündigte Reduzierung von fast 35 000 auf 25 000 Soldaten ergebe "geopolitisch für die USA keinen Sinn." US-Präsident Trump will womöglich an diesem Mittwoch seine Abzugspläne vorstellen. Zur Meldung

"Unorthodox" für acht Emmys nominiert. Die deutsche Netflix-Serie hat etwa in der Kategorie der besten Miniserie Chancen auf einen Preis. Die meisten Nominierungen erhält die HBO-Serie "Watchmen". Zur Nachricht

Was wichtig wird

Sitzung des Bundestags-Finanzausschusses zum Wirecard-Skandal. Dieser Mittwoch ist ein ganz besonderer für Finanzminister Scholz. Erst wird er als Vizekanzler die Sitzung des Bundeskabinetts leiten, weil Kanzlerin Merkel im Urlaub ist. Am Nachmittag soll er dann im Finanzausschuss erklären, wieso er den mutmaßlichen Bilanzbetrug des Dax-Konzerns Wirecard nicht frühzeitig zur Chefsache gemacht hat. Das könnte heikel werden, schreibt Cerstin Gammelin.

Chefs von Tech-Konzernen bei Anhörung im US-Kongress. Im Justizausschuss des Repräsentantenhauses steht die Marktmacht von Apple, Amazon, Facebook und Google im Mittelpunkt. Die Top-Manager der Konzerne sollen per Videokonferenz teilnehmen. Apple-Chef Cook könnte zu den Konditionen für App-Entwickler auf der Download-Plattform für iPhone-Anwendungen befragt werden.

Ehepaar klagt gegen Soli-Zahlung. Darf der Staat in diesem Jahr noch den Solidaritätszuschlag kassieren? Ein selbstständiges Ehepaar aus Bayern klagt vor dem Finanzgericht in Nürnberg gegen die Vorauszahlung des Solis für 2020. Der Bund der Steuerzahler unterstützt die Musterklage. Mit dem Auslaufen des Solidarpakts II Ende 2019 entfällt nach Ansicht des Verbands die Rechtfertigung für den Solidaritätszuschlag als Sondersteuer für den Aufbau Ost.

Beginn der muslimischen Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien. Vergangenes Jahr nahmen etwa 2,5 Millionen Menschen an der Pilgerfahrt teil. Wegen des Coronavirus sind dieses Jahr nur etwa 1000 Pilger zugelassen, die unter 65 Jahre alt sind und sich bereits im Land befinden. Der Hadsch zählt zu einer der fünf sogenannten Säulen des Islam und den wichtigsten Pflichten für gläubige Muslime. Dunja Ramadan hat mit einer Islamwissenschaftlerin gesprochen.

Frühstücksflocke

Witzig? Nie war lustig sein so einfach wie gerade auf Twitter. Schritt eins: Man schreibe "Ich habe einen Witz über". Schritt zwei: Man füge ein Thema ein. Schritt drei: Man ende mit einer kleinen Pointe in Form eines Wortwitzes, eines abstrusen Vergleichs oder eines anderen Scherzes. So etwa: "Ich habe einen Witz über Böller, aber ich bin mir nicht sicher, ob er zündet." Witzig?

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