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Nach Guttenberg-Rücktritt:Gerhard Stoltenberg, CDU, Bundesminister der Verteidigung 1989 bis 1992

Bundesminister der Verteidigung Gerhard Stoltenberg (links) 1991 in Washington im Gespräch mit dem ehemaligen US-General Andrew Goodpaster, dem Vorsitzenden des Atlantic Council of the United States.

(Foto: AFP)

In den zweieinhalb Jahren seiner Amtszeit konnte sich Stoltenberg nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Er hatte als Verteidigungsminister der Wiedervereinigung die komplette Nationale Volksarmee der DDR in die Bundeswehr zu integrieren - eine Mammutaufgabe, die ihm später noch zu schaffen machte:

Die Bundeswehr konnte mit alten Panzern der NVA nichts anfangen. Die Frage war, wohin damit? Stoltenberg wollte die Kettenfahrzeuge an den israelischen Mossad verscherbeln. In letzter Minute wurde der Deal gestoppt. Im März 1992 wurde bekannt, dass 15 Bundeswehrpanzer an die Türkei geliefert wurden. Dabei hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages genau dies untersagt.

Stoltenberg überlebte den März 1992 politisch nicht mehr. Am 31. des Monats trat er zurück.

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