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Demokratie:Deutschland, hör auf zu jammern!

Begrünter Marienhof in München, 2013

Gefühlt durchweg Regenwetter: Warum motzen und mosern so viele Deutsche eigentlich so viel?

(Foto: Stephan Rumpf)

Unser Autor hat einen Wunschtraum: ein Land, das sich weniger beklagt. Denn die schlimmste Gefahr für die Demokratie ist die selbstgefällige Indifferenz einer Gesellschaft, die ihre Freiheit nicht zu schätzen weiß.

Kommentar von Joachim Käppner

Es ist eigentümlich, mit dem eindrucksvoll tätowierten Freund Vlad, seiner Frau und ihren Bekannten abends auf der Terrasse zu sitzen, vor ihrem Holzhaus in den Karpaten. Nicht allein wegen der bemerkenswerten Zahl beinharter Tuicăs, welche die Runde kippt. Noch eigentümlicher aber ist, dass vieles, was sie beklagt, so vertraut anmutet: Der Staat versagt, er tut seine Pflicht nicht, die herrschende Elite ist korrupt und machtbesoffen, die Infrastruktur verkommt. Das sind auch die Dinge, die man in deutschen Talkshows und Nachrichten vernimmt und die bei uns in Kommentaren, Blogs und Partygesprächen allgegenwärtig sind. Aber Vlad und seine Freunde sprechen nicht über Deutschland.

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