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Massenproteste in Ägypten:Warten auf Mubaraks Rede

Bei den massiven Protesten wurde am Freitag gab es mehrere hundert Verletzte, Augenzeugen zufolge wurde auch ein Mensch getötet. Wütende Menschen trugen seine Leiche durch die Straßen von Suez, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der etwa 30-Jährige starb, als die Sicherheitskräfte versuchten, eine Kundgebung mit Tausenden Menschen aufzulösen.

Zuvor waren die Proteste in Suez eskaliert: Die Demonstranten zündeten mehrere Polizeifahrzeuge und einen Polizeiposten an. Die Menschen seien dann in das Gebäude eingedrungen und hätten sich der dort gelagerten Waffen bemächtigt.

Mit dem Toten von Suez wären bei den seit Dienstag anhaltenden Protesten insgesamt acht Menschen gestorben, unter ihnen zwei Polizisten. Die unabhängige ägyptische Zeitung Al-Masry al-Youm berichtet sogar von insgesamt drei Menschen, die am Freitag in Suez und Kairo gestorben seien. Die englische Online-Ausgabe der Zeitung ist eine der wenigen Webseiten, die Mubaraks Behörden noch nicht gesperrt haben.

Allein in Kairo wurden Ärzten zufolge bis zu 500 Menschen bei Ausschreitungen verletzt. Die Polizei war mit gepanzerten Fahrzeugen im Einsatz, setzte Wasserwerfer mit Tränenengas und Gummigeschosse gegen die Menge ein.

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