LinksextremismusFünf Jahre Haft - und eine späte Pointe

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Das Gericht hält es für erwiesen, dass Lina E. in herausgehobener Stellung an Angriffen auf vermeintliche und echte Neonazis beteiligt war.
Das Gericht hält es für erwiesen, dass Lina E. in herausgehobener Stellung an Angriffen auf vermeintliche und echte Neonazis beteiligt war. Jens Schlüter/AFP

Wegen Angriffen auf Rechtsextreme wird die Studentin Lina E. zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein "achtenswertes" Motiv rechtfertige keine Gewalt, urteilt das Gericht. Trotzdem kommt die 28-Jährige vorerst frei.

Von Iris Mayer, Dresden

Schon sehr früh am Mittwochmorgen ist nicht zu übersehen, dass das Urteil gegen Lina E. ein politisches Symbol sein wird - und nicht nur die Antwort auf die Frage, ob eine Studentin Kopf einer kriminellen Vereinigung war, die echte und vermeintliche Neonazis zusammengeschlagen hat. Über der Außenstelle des Oberlandesgerichts im Dresdner Norden zwischen JVA und Wertstoffhof kreist ein Polizeihubschrauber, in der Straße vor dem tristen Flachbau reihen sich die Polizeiautos in einer langen Schlange. Die Kontrollen sind noch penibler als an den 97 Verhandlungstagen zuvor. Taschen werden durchleuchtet, Wasserflaschen beschlagnahmt, Schuhe kontrolliert. Im Zuschauersaal ist bei den Unterstützern erhöhtes Sonnenbrillen-, Kapuzen- und FFP2-Masken-Aufkommen zu verzeichnen.

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