Landtag - Wiesbaden:Lorz lehnt Maskenpflicht im Unterricht weiter ab

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Bildung
Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) ist weiter gegen eine Maskenpflicht für Schüler im Unterricht. Alle Corona-Maßnahmen müssten verhältnismäßig bleiben, sagte Lorz am Dienstag in seiner Regierungserklärung im hessischen Landtag in Wiesbaden. Bei allen Entscheidungen habe jedoch das Wohlergehen der Schüler und Lehrer immer oberste Priorität. Die Verantwortlichen seien in der Lage, alle Maßnahmen jederzeit in die eine oder andere Richtung anzupassen. Es gelte aber auch weiterhin, besonnen zu sein.

Die Einschätzung der lokalen Gesundheitsämter sei in Absprache mit den kommunalen Entscheidungsträgern ausschlaggebend dafür, ob es eine Verschärfung der derzeitigen Corona-Regeln in den Schulen gibt, erklärte der Minister. Die Gesundheitsbehörden vor Ort könnten zwar in Abhängigkeit von der Entwicklung der Corona-Fallzahlen das Tragen einer Maske auch im Unterricht zeitweise anordnen. Auf eine grundsätzliche Maskenpflicht im Unterricht wolle er jedoch aus pädagogischen und Gründen der sozialen Interaktion verzichten, betonte Lorz

Er verwies dabei auch auf viele Rückmeldungen von Eltern. Das bestärke das Land darin, dass es derzeit nicht angebracht sei, flächendeckend eine solche Verpflichtung auch im Unterricht anzuordnen. In Hessen gilt seit Schuljahresbeginn außerhalb des Unterrichts in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände eine Maskenpflicht.

Lorz verwies nochmals auf den Leitfaden für die Schulen, der in Absprache mit der Kultusministerkonferenz vier Stufen je nach Infektionsgeschehen vorsieht. Die erste Stufe sei der angepasste Regelbetrieb, mit dem das Schuljahr begonnen worden sei. In der zweiten Stufe, dem eingeschränkten Regelbetrieb, gelten strengere Anforderungen an die Maskenpflicht, das Abstandsgebot und die Zusammensetzung der Lerngruppen. In der dritten Stufe greife ein Wechselmodell mit einer Kombination von Präsenz- und Distanzunterricht in geteilten Lerngruppen. Stufe vier sehe einen Verzicht auf Präsenzunterricht und schulbezogene oder regionale Schulschließungen vor.

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