Landtag - Mainz:Eder spricht sich für landesweiten Hitzeaktionsplan aus

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Landtag - Mainz: Die Sonne scheint am Himmel. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild
Die Sonne scheint am Himmel. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder hat sich für einen landesweiten Hitzeaktionsplan ausgesprochen. Die Grünen-Politikern verwies am Donnerstag im Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität des Landtages in Mainz unter anderem auf den zurückliegenden heißen Sommer, das Thema Wasserknappheit und auf Hitzebelastungen vor allem für vorbelastete und ältere Menschen.

Die Zahl hitzebedingter Krankheitstage steige, Hitzestress und Trockenheit machten Lebewesen in Gewässern zu schaffen, der Wald gerate in eine "immense Stresssituation" und werde so anfälliger für Schädlinge sowie Sturmschäden. "All das macht einen landesweiten Hitzeaktionsplan sinnvoll und notwendig", sagte Eder nach einem Sprechvermerk in dem Ausschuss.

Ein Vorbild sei die Stadt Worms, die auf kommunaler Ebene bereits einen solchen Plan hat. Darin werden besonders von Hitze betroffene Gebiete der Stadt identifiziert, sowie Orte mit besonders von Hitze betroffenen Menschen erfasst. Außerdem geht es um konkrete akute, mittel- und langfristige Maßnahmen. Zu möglichen Akutmaßnahmen bei anhaltender Hitze zählen die Öffnung kühlerer Orte, die Schaffung von Hitzeschutz etwa für obdachlose Menschen, Hilfen für alleinlebende ältere oder kranke Menschen zum Beispiel beim Einkauf oder auch die Bereitstellung und Trinkwasser im öffentlichen Raum.

Eder berichtete in dem Ausschuss weiter, das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen habe bereits Vorschläge für einen landesweiten Plan gemacht. Dazu zählten etwa eine Beobachtung der hitzebedingten Krankheits- und Sterblichkeitsrate oder auch das Festlegen von Schwellenwerten, ab denen gewisse Schritte erfolgen sollen. Kürzlich hatte sich Eders Parteikollegin, die Landtagsabgeordnete Lea Heidbreder, in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur dafür ausgesprochen, dass weitere Kommunen dem Beispiel von Worms folgen sollen. Im Nachbarland Hessen kündigte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) kürzlich an, das Hitzewarnsystem bis Frühjahr 2023 zu einem Hitzeaktionsplan auszuweiten.

© dpa-infocom, dpa:220922-99-861067/3

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