bedeckt München
vgwortpixel

Krieg in Syrien:Waffenruhe für Aleppo gilt ab sofort

Diese Gebäude im von Rebellen kontrollierte Viertel al-Mashhad in Aleppo sollen bei Luftangriffen zerstört worden sein.

(Foto: AFP)

Noch ist nicht klar, ob auch andere Teile Syriens einbezogen sind und welche militärischen Gruppen sich beteiligen. Ob sie 48 Stunden hält, ist eine andere Frage.

Die Konfliktparteien im syrischen Bürgerkrieg haben sich auf eine zweitägige Waffenruhe für Aleppo geeinigt. Die Vereinbarung solle von einer Minute nach Mitternacht in der Nacht zu Donnerstag (Ortszeit; 23.01 Uhr MESZ) an für 48 Stunden gelten, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ziel sei es, "die bewaffnete Gewalt einzudämmen und die Situation zu stabilisieren". Unklar ist nach wie vor, welche Gruppen sich beteiligen wollen. Aktivisten berichteten von vereinzeltem Beschuss am Donnerstagmorgen.

Das russische Verteidigungsministerium warf in seiner in der Nacht zu Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Rebellengruppe Al-Nusra-Front vor, mehrere Stadtviertel von Aleppo mit Raketenwerfern angegriffen zu haben und südwestlich der Stadt eine Offensive mit Panzern gestartet zu haben. Die Al-Nusra-Front ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet. Russland ist ein Verbündeter von Syriens Präsident Baschar al-Assad und unterstützt dessen Truppen militärisch.

US-Außenminister John Kerry hatte Russland am Mittwochnachmittag aufgefordert, das syrische Regime zur Umsetzung einer landesweiten Feuerpause zu drängen.

Frühere Waffenruhe wurde immer wieder gebrochen

Washington und Moskau hatten sich schon Ende Februar mit anderen Staaten auf einen solchen Schritt geeinigt. Die Waffenruhe war allerdings immer wieder gebrochen worden. Wegen der wiederaufgeflammten Kämpfe hatte sich die syrische Opposition im April aus den Genfer Friedensgesprächen zurückgezogen.

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt seit fünf Jahren. Die Krise ist auch deshalb schwer zu lösen, weil es zahlreiche Akteure mit eigenen Interessen gibt.

Syrien Mit 19 in den Krieg - als Fotograf
SZ-Magazin
Fotoreportage

Mit 19 in den Krieg - als Fotograf

Der junge Türke Furkan Temir machte sich auf nach Syrien, um zu dokumentieren, was der IS angerichtet hat.