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Niedersachsen:Bundeswehr-Hubschrauber in Aerzen abgestürzt

  • Ein Bundeswehrhubschrauber ist in Niedersachsen abgestürzt. Mindestens ein Mensch ist offenbar ums Leben gekommen.
  • Es handelt sich um einen zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, der zu Schulungszwecken eingesetzt wurde.

Nach dem Absturz eines Helikopters der Bundeswehr hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Hinterbliebenen der getöteten Pilotin ihr Beileid ausgesprochen. "Unsere Gedanken, unser Mitgefühl, unsere Trauer ist heute mit den Angehörigen der Familie, den Freunden und den Kameradinnen und Kameraden der Soldatin", sagte von Leyen nahe der Unglücksstelle. Ein Soldat habe verletzt überlebt und liege im Krankenhaus. "Aber wir haben die Soldatin verloren, sie hat den Absturz nicht überlebt", sagte die Verteidigungsministerin. Beide Soldaten seien erfahren und ausgebildet auf diesem Hubschraubertypus. "Die Absturzursache ist bisher vollkommen unklar", sagte von der Leyen.

Eine Woche nach dem tödlichen Eurofighter-Unglück war der Schulungshubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 am Nachmittag bei Dehmkerbrock westlich von Hameln (Niedersachsen) verunglückt. Die Maschine des Deutschen Heeres gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg, sagte ein Bundeswehrsprecher. Das Zentrum ist etwa 30 Kilometer von der Absturzstelle entfernt.

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In Folge des Absturzes habe zunächst ein Getreidefeld gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Flammen wurden gelöscht. "Ein militärischer Sicherheitsbereich ist eingerichtet", teilte die Bundeswehr mit. Der Absturzort liegt nach Angaben von Anwohnern an einer viel beflogenen Übungsstrecke. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird.

Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 Steinhoff bei Luftkampfübungen über Mecklenburg-Vorpommern zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte abgestürzt. Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall leicht verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Eine dritte Maschine blieb unversehrt. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden.

Das in Laage bei Rostock stationierte Luftwaffengeschwader nahm am Montagmorgen den Flugbetrieb wieder auf, wie Kommodore Gero von Fritschen sagte. Hinweise auf einen Fehler an den Maschinen habe es nicht gegeben. "Bedingt dadurch, dass wir den Flugbetrieb heute wieder aufnehmen und auch die Eurofighter-Flotte insgesamt nicht den Flugbetrieb eingestellt hat, ist ersichtlich, dass wir nicht von einem technischen Defekt an einer der Maschinen ausgehen", sagte er.

Vor der Wiederaufnahme des Flugbetriebs habe es eigene Analysen und ein Treffen im Kreis der fliegenden Besatzung gegeben, bei dem auch der überlebende abgestürzte Pilot und der Pilot einer dritten Maschine intern berichtet hätten. "Wir haben anhand der Erinnerung, der Gedächtnisprotokolle versucht nachzuvollziehen, was da draußen passiert ist", sagte der Kommodore. Der Unfall dürfe nicht zwischen den Besatzungen und der Wiederaufnahme des Flugbetriebs stehen. "Heute Morgen sind wir mit vier Maschinen rausgegangen, heute Nachmittag werden noch mal zwei Maschinen rausgehen", sagte er. Einschränkungen bei den geübten Taktiken gebe es nicht.

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