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Gefahr von Cyberattacken:US-Geheimdienstkoordinator nennt Russland "aggressivsten ausländischen Akteur"

Dan Coats

US-Geheimdienstchef Dan Coats.

(Foto: AP)
  • Der US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats warnt vor dem Treffen zwischen Trump und Putin vor russischen Cyberattacken, die die amerikanische Demokratie täglich untergraben sollen.
  • Die US-Justiz hat derweil zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter wegen der Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs 2016 unter Anklage gestellt.

Kurz vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Helsinki hat der amerikanische Geheimdienstkoordinator Russland als "aggressivsten ausländischen Akteur" bei Cyberattacken bezeichnet. Die Bedrohung durch solche Angriffe habe einen "kritischen Punkt" erreicht, sagte Dan Coats in Washington. Die digitale Infrastruktur werde "buchstäblich angegriffen", fügte er hinzu.

Coats nannte Russland, China, Iran und Nordkorea als die schlimmsten Angreifer, wobei Russland "ohne Frage" am aggressivsten vorgehe. In die digitale Infrastruktur werde "jeden Tag" eingedrungen. Ziele seien Unternehmen, Behörden und Infrastrukturen, sagte der Geheimdienstdirektor. Die Angriffe sollten die Demokratie täglich untergraben, unabhängig davon, ob Wahlen anstünden.

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Ausgerechnet vor dem Treffen zwischen Trump und Putin klagt US-Sonderermittler Robert Mueller zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter an - und veröffentlicht Details zu den Hackerangriffen im Wahlkampf 2016.   Von Johannes Kuhn, Austin

Am Freitag hatte die US-Justiz zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter wegen der Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs 2016 unter Anklage gestellt. Ihnen wird unter anderem Vorgeworfen, E-Mails und Dokumente von Computern der Demokratischen Partei sowie der Wahlkampagne von deren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestohlen zu haben.

Die Anklagen gehen auf die Untersuchungen des Sondermittlers Robert Mueller zurück, der seit Mai 2017 die mutmaßlichen russischen Interventionen im Wahlkampf und eine mögliche Verwicklung von Mitarbeitern Trumps in diese Einmischungen untersucht. Der US-Präsident hatte die Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" kritisiert. Beim Gipfeltreffen mit Putin am Montag in Helsinki will Trump dennoch die Frage der russischen Einmischung in den US-Wahlkampf ansprechen.

Bereits bei ihrem Treffen am Rande eines Asien-Gipfels in Vietnam im November hatten Trump und Putin über das Thema gesprochen. Der US-Präsident sagte damals, er schenke Putins Darstellung Glauben: "Er hat mir absolut beteuert, dass er sich nicht in unsere Wahl eingemischt hat. Ich glaube wirklich, dass er das, was er mir sagt, auch so meint."

© SZ.de/AFP/Reuters/tba/mati
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