Femizide:"Auch Mütter haben ihren Anteil, die kleine Prinzen erziehen"

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Femizide: Bestsellerautorin Heidi Kastner, 60, leitet die forensische Psychiatrie der Landesnervenklinik Linz.

Bestsellerautorin Heidi Kastner, 60, leitet die forensische Psychiatrie der Landesnervenklinik Linz.

(Foto: Hans Leitner/picture alliance / Hans Leitner)

In Österreich werden mehr Frauen getötet als Männer, dieses Jahr sind es schon 25 Femizide. Die Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner über narzisstische Täter, die Rolle der Kindheit - und was sich ändern müsste.

Interview von Leila Al-Serori

Ein Mann in Vorarlberg ersticht seine Ex-Frau vor ihrem Wohnhaus, zwei andere Männer töten ihre Partnerinnen in Niederösterreich. Und das sind nur die Femizide in der letzten Augustwoche 2022 in Österreich. Insgesamt hat das österreichische Frauenhaus bereits 25 Morde in diesem Jahr gezählt, bei denen Männer ihre Frauen umgebracht haben. Auch in Deutschland ereignet sich im Schnitt jeden dritten Tag ein Femizid. Mit einer höheren Mordrate an Frauen als an Männern ist Österreich in der EU allerdings einzigartig.

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