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US-Wahl 2020:Trump und die Trauer des Cowboys

Truckers For Trump Convoy In Des Moines

Moss und sein Kompagnon Julian Raven waren 2016 vor allem in Iowa unterwegs. Das Bild auf ihrem Truck hat Raven gemalt.

(Foto: Brendan Hoffman/AFP)

Kraig Moss war ein Trump-Fan. Weil der ihm einst versprach, dass der Drogentod seines Sohnes nicht umsonst gewesen sein sollte. Moss hat für ihn geworben, für ihn gesungen. Geblieben ist nur enttäuschte Leere.

Von Thorsten Denkler, Apalachin, New York

Spätabends, wenn Kraig Moss müde wird in seinem Wohnmobil, wenn er noch ein Pläuschchen mit seinem toten Sohn gehalten hat, dann betet er, legt sich hin, löscht das Licht und wünscht Rob, dessen Asche er in einer Urne ganz in der Nähe seines Bettes aufbewahrt, eine gute Nacht.

Eines Tages vielleicht wird er die Asche hier irgendwo an den Hängen der Appalachen verstreuen, einer Gebirgskette, die sich von Neufundland bis hinunter nach Alabama erstreckt. So wünscht es sich Rob, "das hat er mir im Traum gesagt", sagt Kraig Moss. Es sei so real gewesen, "es muss wahr sein".

Kraig Moss. Einst sang er für Trump. Weil er ihm etwas Wichtiges quasi in die Hand versprochen hat. Das Versprechen hat Trump gebrochen.

Kraig Moss. Einst sang er für Trump. Weil der ihm etwas Wichtiges quasi in die Hand versprochen hatte. Das Versprechen hat Trump gebrochen.

(Foto: privat)

Kraig Moss lebt in Apalachin, Tioga County, New York State, auf halbem Weg von New York City nach Buffalo. Sein Wohnmobil steht auf einem Schotterplatz an der Pennsylvania Avenue, eine Meile südlich beginnt Pennsylvania. Es ist Trump-Land. 2016 haben in Tioga County 74 Prozent für Trump gestimmt. Einer von ihnen war Kraig Moss. Er wird es nicht wieder tun. Und das hat mit Rob, seinem Sohn, zu tun.

Ein sonniger Herbstnachmittag legt sich über die Landschaft. Die Blätter beginnen, sich zu verfärben. Die Häuser hier sind schmuck, gepflegt, aber es ist keine reiche Gegend. Der Pick-up-Truck ist das gängige Fortbewegungsmittel. Kraig Moss steht vor seinem Wohnmobil, Handschlag zur Begrüßung. Corona ist weit weg.

Kraig Moss trägt einen beige-weißen Cowboyhut, lila Hemd, schwarze Lederweste. An den Füßen Cowboystiefel mit Krokodilleder-Applikationen. Alles Show, verrät er später. Normalerweise hat er das Zeug nur an, wenn er mit seiner Gitarre auf der Bühne steht. Oder wenn Besuch kommt. Sein Hemd aber, das bedeutet etwas. Die Farbe Lila sei eine Mischung aus dem Blau der Demokraten und dem Rot der Republikaner, sagt er. Als wäre das sein kleines Geheimnis.

"Lust auf Wald?", fragt er. Kraig Moss klatscht in die Hände und setzt sich in seinen Jeep. Unter den eingetrockneten Schlammspritzern lässt sich das Metallic-Blau nur erahnen. Eng ist es in der Karre. Und Moss muss erst allerlei Gerümpel vom Beifahrersitz nach hinten schmeißen. Aber dann geht's los. Die Stollenreifen graben sich durch den halb ausgetrockneten Apalachin Creek, dann geht es einen steinigen Pfad den Hang hinauf. Der Motor ächzt, Kraig Moss grinst und lehnt sich über das Lenkrad, um Steine und Schlaglöcher besser umfahren zu können.

In seinem Jeep Wrangler rattert Kraig Moss die Hänge hinter seinem Wohnmobil hinauf.

In seinem Jeep Wrangler rattert Kraig Moss die Hänge hinter seinem Wohnmobil hinauf.

(Foto: SZ)

Dieses Stück vom Creek, der Wald, der Hang, das gehört alles ihm. Zehn Hektar, vielleicht auch ein bisschen mehr. Er könnte das alles verkaufen. Aber warum sollte er? Er kommt aus mit seinem Geld, fährt jetzt drei bis vier Tage die Woche Waren aus für Walmart. Auf seinem Grundstück vermietet er einen Bungalow. Das Geld reicht gerade, die jährliche Grundsteuer zu bezahlen. Ein bisschen was bekommt er von einem Jäger, der sich an einer Lichtung in seinem Wald einen Hochsitz installiert hat. Hirschjagd. Ein großes Ding in dieser Gegend. Moss kommt über die Runden. Wenn er etwas vermisst, dann ist es sein Sohn.

Tod durch Überdosis

Die Opioid-Krise hat vor allem die armen und ländlichen Regionen der USA fest im Griff. In manchen Gegenden gibt es kaum noch Familien, in denen nicht irgendwer abhängig ist - oder tot. US-weit sind 2019 knapp 80 000 Menschen an einer Überdosis gestorben. In den meisten Fällen waren synthetische Opioide wie Fentanyl oder Oxycodon die Ursache. Sie sind bis zu 100 Mal wirksamer als Morphin und werden etwa für die Behandlung extrem schmerzhafter Krebserkrankungen eingesetzt. Drogendealer versetzen ihr Heroin gerne damit. Ist billiger.

Rob starb an so einer Überdosis. Es war der 6. Januar 2014, als Kraig Moss ihn fand.

Sie hatten ein gutes Leben bis dahin, so hat es Kraig Moss jedenfalls empfunden. Er hatte sich ein kleines Bauunternehmen aufgebaut, Rob arbeitete in seiner Firma. Er war stolz auf ihn. Ein Jahr zuvor hatte ihm sein Sohn gebeichtet, mit seiner damaligen Freundin Heroin geraucht zu haben, aber versprochen, dass er damit durch ist. Mit dem Heroin. Und mit der Freundin. War dann nicht so.

Und jetzt lag Rob leblos in seinem Bett in ihrem Haus. Die Arme auf der Brust gekreuzt. Die Rettungssanitäter versuchten vergeblich, ihn wiederzubeleben. Mit Robs Tod verließ Kraig Moss sein altes Leben. Das Haus ist verkauft, die Baufirma gibt es nicht mehr. Einsamkeit wurde sein Alltag.

Rob Moss. Er starb 2014 an einer Überdosis. Es war Suizid, wie sein Vater erst Jahre danach herausfand.

Rob Moss. Er starb 2014 an einer Überdosis. Es war Suizid, wie sein Vater erst Jahre danach herausfand.

(Foto: privat)

Moss stoppt seinen Jeep auf einer Wiese am Hang, der Blick über das Tal ist atemberaubend. Hier versucht Kraig Moss, sich einen Traum zu erfüllen: ein Haus am See. Das Gerüst aus massiven Holzbalken steht schon. Weil es keinen See gab, hat er einen drei Meter hohen, halbkreisförmigen Wall vor den Hang gebaut und die Mulde geflutet. Das Haus bekommt eine Terrasse, die weit in diesen künstlichen Tümpel hineinreicht.

"Der See sollte wie ein Herz aussehen. Als Andenken an Rob. Jetzt sieht es mehr aus wie ein Smiley", sagt er, gluckst und greift nach hinten. Er öffnet eine Kühltonne und holt eine eiskalte Flasche Bier hervor. "Was dagegen, wenn ich eine trinke?", fragt er. Aber da ist die Flasche schon auf.

Kraig Moss hat sich auf seinem Grundstück einen künstlichen See angelegt. Als Andenken an seinen Sohn.

Kraig Moss hat sich auf seinem Grundstück einen künstlichen See angelegt. Als Andenken an seinen Sohn.

(Foto: Thorsten Denkler/SZ)

Es war kurz vor Weihnachten 2015, knapp zwei Jahre nach Robs Tod, als Trump in sein Leben trat. Eher zufällig geriet er an Julian Raven, einen Prediger und Maler, der kleine Pro-Trump-Events veranstaltete. Die beiden waren sich sympathisch, der Prediger fragte Kraig Moss, ob er nicht mit ihm auf Trump-Tour gehen wolle. Moss war unpolitisch, hatte nie gewählt bis dahin. Aber er hatte Lust auf ein Abenteuer. Er sollte Musik machen bei den Events. Moss ist Countrysänger, als er noch jung war, zog er für ein paar Monate nach Nashville, Tennessee, bekannt als Mekka der Countrymusik. Er hatte die vergebliche Hoffnung, entdeckt zu werden.

Kraig Moss verkaufte für den Trump-Trip seinen halben Besitz und am 6. Januar 2016 zogen er und der Prediger los. Auf den Tag genau zwei Jahre nach Robs Tod.

Kurz darauf stand er bald täglich mit neuen Trump-Unterstützern in Warteschlangen und sang seine Lieder. Viele handeln von seinem Sohn, dessen Tod, der Heroin-Abhängigkeit - und seinem eigenen Schmerz als Vater.

Erst Abenteuer, dann Bestimmung

Recht bald kam auf der Tour eine Frau auf ihn zu. Sie weinte. Und bedankte sich, dass er so offen mit alledem umgehe, so ganz ohne Scham. Und dann erzählte sie ihm ihre Geschichte. Über ihren Sohn, der auch an einer Überdosis gestorben sei.

Es kamen immer wieder Leute auf Moss zu, mit ähnlichen Geschichten. Da merkte er, dass er nicht allein war. Und dass seine Lieder den Leuten halfen. Diesen Leuten, die eigentlich gekommen waren, um Trump zu sehen. Aus einem Abenteuer war eine Bestimmung geworden.

Am 15. Januar 2016 verspricht Trump Kraig Moss (mit Cowboyhut, ganz rechts), dass der Drogentod seines Sohnes nicht umsonst gewesen sein soll.

Am 15. Januar 2016 verspricht Trump Kraig Moss (mit Cowboyhut, ganz rechts), dass der Drogentod seines Sohnes nicht umsonst gewesen sein soll.

(Foto: Screenshot)

Es kam der Tag, an dem Moss Trump selbst eine Frage stellen konnte. Auf einer Wahlkundgebung in Urbandale, Iowa, saß er Mitte Januar 2016 in der ersten Reihe, sein Cowboyhut war nicht zu übersehen. Knapp 3000 Leute waren da. Kraig Moss nahm allen Mut zusammen und meldete sich. Trump, der zu dem Zeitpunkt noch einer von mehreren Kandidaten der Republikaner war, rief ihn auf. Moss erzählte seine Geschichte, vom Tod seines Sohnes, vom Heroin. Tränen seien ihm übers Gesicht gelaufen, erinnert sich Moss hinter seinem Jeep-Lenkrad und nimmt noch einen Schluck aus der Flasche. Seine Frage an Trump also war: "Was werden Sie gegen die Opioid-Krise unternehmen?"

Trump schaute ihm direkt in die Augen. "Das Wichtigste, was wir zu Ehren Ihres Sohnes tun können: Wir müssen es aufhalten." Und: "Ich weiß, was Sie durchgemacht haben." Trump wendete sich an die Menge, zeigte auf Kraig Moss. "Er ist ein großartiger Vater. Ich kann es sehen. Und dein Sohn ist stolz auf dich."

Kraig Moss hat Trump geglaubt. Jedes Wort.

Von nun an hat er für ihn gesungen. Trump sollte Präsident werden, fand er. Und er selbst würde ihn mit aller Kraft und von ganzem Herzen unterstützen. Bis zum Wahltag im November 2016 sang Moss auf 45 Trump-Kundgebungen für die wartenden Fans. Die Leute vom Sicherheitsdienst kannte er bald persönlich. Trumps Sohn Eric ließ sich mit ihm fotografieren. Kraig Moss produzierte eine CD mit Titeln wie "Make America Great Again". Auf die CD hat er das Siegel des US-Präsidenten drucken lassen. Preis pro Stück: 15 Dollar. Unkostenpreis.

Kraig Moss mit Präsidentensohn Eric Trump.

Kraig Moss mit Präsidentensohn Eric Trump.

(Foto: privat)

"Ich war ein Idiot", sagt Kraig Moss heute. "Ein nützlicher Idiot."

Kraig Moss wendet den Jeep. Er will tiefer in den Wald, holpert über abgebrochene Äste und Baumstümpfe. Der Wagen knarzt und schnieft. Moss hält an. Die Mücken surren. Noch ein Bier.

Wenn du ein Kind verlierst, dann wird dich der Schmerz niemals verlassen, hat sein bester Freund ihm einmal gesagt. Der hat auch einen Sohn verloren. 1991, Autounfall. Manchmal, sagte der Freund, scheint der Schmerz abzuklingen. Aber dann, mit einem Mal, da packt er dich wieder mit voller Wucht. Da kannst du nichts gegen machen.

Im Frühjahr 2016 hat es Kraig Moss noch mal mit Wucht getroffen. In all den Sachen, die er aus dem Haus in das Wohnmobil geschafft hat, hat er einen Brief von seinem Sohn gefunden. Einen Abschiedsbrief. "Mir ist da erst klar geworden, dass das kein Unfall war. Dass er sich umgebracht hat."

Dass er einen Sohn hat, hatte Kraig Moss erst erfahren, als Rob schon eine Weile auf der Welt war. Er wurde zum DNA-Test nach Kalifornien beordert, wohin seine Ex-Frau gezogen war, mit der er nur wenige Monate verheiratet gewesen war. Kraig Moss war aufgeregt. Er könnte Vater sein. Er werde sich um seinen Sohn kümmern, versprach er sich und auch den Behörden. Es stellte sich heraus, dass die Mutter dazu nicht in der Lage war. Moss bekam das Sorgerecht und zog mit dem damals knapp zweijährigen Rob zurück nach New York State.

Moss hatte danach noch andere Beziehungen, die alle scheiterten. Rob nannte jede dieser Frauen irgendwann Mama. "Das war nicht leicht für ihn", sagt Moss. Er gibt sich eine gehörige Mitschuld an Robs Suizid. "Ich war zu egoistisch", sagt er.

Das Land ist in guten Händen, dachte er.

Als Trump im November 2016 die Wahl gewann, freute er sich. Aber er hatte auch mit nichts anderem gerechnet. Das Land ist in guten Händen, dachte er. Und war stolz auf sich, stolz darauf, dass er dabei war. Dass er Trump geholfen hatte, Präsident zu werden.

All die schlechten Nachrichten über Trump, sein übles Benehmen, seine Verstrickungen, die Skandale, die Maßlosigkeit, das hat er schon mitbekommen. Kraig Moss gehört nicht zu denen, die sich den ganzen Tag von Fox News erklären lassen, wie großartig Trump ist. Er hat keinen Fernseher in seinem Wohnmobil. Wenn, dann hört er Radio. NPR, den öffentlich-rechtlichen Sender. Und er war auch nicht mit allem einverstanden, was Trump gesagt hat. Wie er über Minderheiten hergezogen ist, das fand er nicht gut. Aber Trump hatte ihm etwas versprochen. In die Hand quasi. Das zählte.

Im März 2017 bekam Moss Anrufe von Reportern, die ihn während der Trump-Kampagne kennengelernt hatten. Wie er denn jetzt zu Trump stehe, wo der doch die Zuschüsse für die öffentlichen Krankenkassen kürzen wolle und kein Geld für den Kampf gegen die Opioid-Krise vorsehe? Moss sagt, er habe das erst mal alles nicht geglaubt. Aber der Zweifel war da. Hat Trump sein Versprechen gebrochen? Moss recherchierte, sah sich den Haushaltsplan an. Und verstand.

Trump hatte versprochen zu helfen. "Aber nicht, weil er besorgt war. Sondern weil er unsere Stimmen brauchte", sagt Kraig Moss.

Fühlt er sich von Trump betrogen? Moss trinkt einen Schluck. Er nickt. Wird er Trump noch mal wählen? "Sicher nicht!" Aber einen Demokraten auch nicht. Er wird wohl einfach wieder nicht wählen, wie früher. Kraig Moss steigt aus, stellt sich hinter den Wagen. Er muss pinkeln.

Später am Tag, in Little Meadows, direkt hinter der Grenze zu Pennsylvania. 250 Einwohner, eine Feuerwehrstation, eine Kirche, eine Tankstelle. Das "Whitetail's Bar & Grill" ist das Dorfzentrum, ein halbes Dutzend Gäste sind da. Kraig Moss bestellt seine Favoriten: in Honig getränkte Chicken Wings als Vorspeise, ein Philly Cheese Steak von der Größe einer Baumscheibe für den Hauptgang. Und Bier.

An Margarets Tisch ist noch was frei. Sie ist Mitte 50 und arbeitet als Putzfrau. Der Vorname muss reichen. Eine zierliche Person von der Sorte, mit der keiner Ärger will. "Ich bin eine Million Mal durch die Hölle gegangen und wieder aufgestanden", sagt sie. Ihr fehlen neun Zähne. Ihre Mutter habe Teller nach ihr geworfen, als sie ein Kind war. Den Sommer hat Margaret damit verbracht, ihren Brustkrebs zu bekämpfen.

Margaret hat Kraig Moss nicht fallen lassen. Obwohl der nicht mehr für Trump stimmen will.

Margaret hat Kraig Moss nicht fallen lassen. Obwohl der nicht mehr für Trump stimmen will.

(Foto: Thorsten Denkler/SZ)

Und vor ein paar Jahren hat sie all ihr Hab und Gut verloren, weil der Apalachin Creek in jenem Frühjahr nicht in seinem Flussbett bleiben wollte. Die Versicherung hat nichts gezahlt. Und vom Staat habe es auch keine Hilfe gegeben, sagt sie. Wenn hier was passiert, dann braucht die Polizei eine Stunde, bis sie hier ist. "Wir regeln die Dinge hier selbst", ruft ein Mann vom Nebentisch herüber.

Margaret hilft in der Gemeinde bei der Essensausgabe für Arme. Vor dem Haus, in dem sie wohnt, hat sie ein Schild aufgestellt, das wie ein Wahlplakat aussieht. "Jesus 2020", steht darauf. Jesus ist ihre Nummer eins. Aber dann kommt Trump. Wer was gegen ihn hat, "der ist gehirngewaschen". Und Joe Biden ist ein "Wacko". Das lässt sich - vorsichtig - mit Vollpfosten übersetzen.

Margaret und Kraig Moss kennen sich seit vielen Jahren. Während seine anderen republikanischen Freunde einen Bogen um ihn machen, seit er sich desillusioniert von Trump abgewandt hat, hält sie ihm die Stange. "Ich glaube ihm, dass er enttäuscht ist", sagt sie. "Aber Kraig, das hat Trump nicht mit Absicht gemacht."

Kraig Moss nickt. Hier gegen Trump zu sein, das ist fast unmöglich. Wer das durchzieht, der hat keine Freunde mehr. Moss löst das so: Er bleibt dabei, er ist enttäuscht von Trump. "Aber doch nur in dieser einen Frage. Er hat auch vieles richtig gemacht." Er hebt seine Stimme, als wolle er sicherstellen, dass jeder im "Whitetail's" ihn versteht. "Ich werde Trump nicht für alles verantwortlich machen, was schiefläuft im Land." Er legt großen Wert darauf, dass in der deutschen Zeitung später seine ganze Geschichte erzählt wird. Die Geschichte über seine große Enttäuschung - die aber nicht allumfassend ist.

Es ist spät geworden, die Dämmerung ist hereingebrochen. Kraig Moss verschwindet in seinem Wohnmobil. Er hat Rob heute einiges zu erzählen.

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