Demonstrationen - Hannover:Friedensappell aus Hannover für den Nahen Osten

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Hannover (dpa/lni) - Jüdische, palästinensische und muslimische Institutionen haben in Hannover angesichts des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern und der Proteste in Deutschland ein Ende der Gewalt angemahnt. Gemeinsam mit Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) zeigten sich die Vertreter der Verbände in ihrem Friedensappell "tieferschüttert" über das Geschehen im "Heiligen Land": "Die so massiv hervorbrechende Gewalt, die Heftigkeit der Aggressionen und die zerstörerischen Angriffe machen uns fassungslos. In Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten", hieß in der am Dienstag veröffentlichten Erklärung.

Mit Blick auf die Demonstrationen in Deutschland erinnerten die Verbände, dass sich aus dem demokratischen Recht der Meinungsfreiheit die Pflicht zur Meinungsäußerung bei respektvollem Umgang miteinander ergebe. "Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Palästinenserhass haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Auch das Beleidigen oder Diffamieren von religiösen oder staatlichen Symbolen bis hin zu Fahnenverbrennungen oder gar Angriffen auf Synagogen, Kirchen oder Moscheen sind unvertretbar und werden nicht toleriert. Hier ist der Staat in der Verantwortung, alle rechtsstaatlichen Mittel einzusetzen und mit ganzer Härte zu bestrafen."

Der Initiative gehören nach Angaben der Stadt Hannover der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hannover, Michael Fürst, der Vorsitzende der Palästinensischen Gemeinde in Hannover, Yazid Shammout, der Vorsitzende der Schura Niedersachsen, Landesverband der Muslime, Recep Bilgen, der türkische Moscheeverband Ditib sowie der Oberbürgermeister an.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-650461/2

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