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Demonstrationen - Gera:Linken-Demo gegen Kemmerich in Gera friedlich

Demonstrationen
Teilnehmer einer Demonstration gehen durch Gera. Foto: Peter Endig/dpa-Zentrealbild/dpa (Foto: dpa)

Gera (dpa/th) - Um ihren Unmut über den Ausgang der Ministerpräsidentenwahl zu äußern, sind am Samstag Demonstranten durch Gera gezogen. "Wir haben 316 Menschen gezählt", sagte Daniel Reinhardt, Landtagsabgeordneter der Linken für Gera. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf bis zu 170. Der Stadtverband der Linken hatte unter dem Motto "Für ein weltoffenes Thüringen - gegen faschistische Taktiererei" zur Demo aufgerufen. Die Versammlung verlief nach Polizeiangaben friedlich und störungsfrei.

Der Protest richtete sich gegen den Ausgang der Ministerpräsidentenwahl: Am Mittwoch war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich von Abgeordneten der AfD und der CDU mit einer Stimme Vorsprung vor dem bisherigen Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Ein Sturm der Entrüstung und Proteste folgten. Kemmerich kündigte am Donnerstag seinen Rückzug an, reichte aber noch keinen Rücktritt ein. Noch ist unklar, wie es politisch in Erfurt weitergeht.

Weitere Proteste sind geplant. Für den 15. Februar ist eine Großdemonstration in Erfurt angekündigt. Gewerkschaften und andere Organisationen wollen sich dann auf dem Domplatz versammeln.

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