Corona weltweit:Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung ändert Corona-Warn-App

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  • Nach Klagen aus der Wirtschaft, dass zu viele Mitarbeiter in Quarantäne geschickt wurden, will die britische Regierung ihre Warn-App anpassen.
  • Nachdem die Impfkampagne in den USA zuletzt ins Stocken geraden war, lassen sich nun wieder mehr Menschen impfen.
  • Schon das dritte Wochenende in Folge demonstrieren in Frankreich Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung.
  • Die US-Seuchenbehörde CDC sorgt sich, weil bei drei Großereignissen im Bundesstaat Massachusetts auch zahlreiche vollständig Geimpfte sich infiziert haben.
  • Präsident Izchak Herzog und seine Frau bekommen in Israel die dritte Impfung.
  • Aktuelle Meldungen aus Deutschland

Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen ihrer Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinflusse weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen "Pingdemie" - nach dem "Ping", das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

"Dieses Update der App wird dazu beitragen, dass wir die richtige Balance finden", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. "Wir wollen die Störungen reduzieren, die die Selbstisolation für Menschen und Unternehmen verursachen kann, und gleichzeitig sicherstellen, dass wir die am stärksten gefährdeten Personen vor diesem Virus schützen." Wirtschaftsvertreter und konservative Politiker begrüßten die Änderungen. Der Sender Sky News berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, die App habe in den ersten drei Juli-Wochen dazu beigetragen, mehr als 50 000 Neuinfektionen und 1600 Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. (02.08.2021)

In den USA lassen sich wieder mehr Menschen impfen

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag (Ortszeit) wurden 816 000 Impfungen verabreicht, darunter 517 000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weißen Hause auf Twitter schrieb. Die jüngsten Daten zeigten einen "steten Anstieg", erklärte Cyrus Shahpar.

Dem Beamten zufolge lagen auch die Impfzahlen der vergangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712 000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber der Vorwoche (403 000). Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Dosen verabreicht worden.

Die Zahl der im Wochendurschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11 000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72 000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten. Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreizen verfehlt, es wurden nur 67 Prozent. Nun, etwa einen Monat später, sollte es bald soweit sein: der jüngste Anstieg ließ die Quote unter Erwachsenen bis Sonntag auf 69,9 Prozent steigen.

Wieder Großdemonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich

Erneut hat es in Frankreich Massenproteste gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln gegeben. Nach Angaben des Innenministeriums gingen am Samstag etwa 204 000 Menschen auf die Straße, um gegen eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung der Corona-Nachweispflicht zu demonstrieren. Landesweit gab es demnach mehr als 180 Protestaktionen. Es ist bereits das dritte Wochenende in Folge, dass es im ganzen Land große Corona-Proteste gibt. Am vergangenen Samstag hatten sich mehr als 160 000 Menschen an ihnen beteiligt.

Frankreich kämpft momentan gegen eine vierte Corona-Welle. Staatschef Emmanuel Macron hatte angesichts steigender Infektionszahlen Mitte Juli die neuen strengeren Hygienevorschriften angekündigt. Das Parlament billigte die kontroversen Neuerungen Anfang der Woche nach hitzigen Debatten. Die letzte Hürde muss das neue Gesetz am Donnerstag nehmen, wenn der von Premierminister Jean Castex ob der heftigen Kritik einberufene Verfassungsrat dazu Stellung bezieht.

Die Impfpflicht im Gesundheitswesen und die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Genesung oder eine Impfung stoßen nicht nur bei Impfgegnern und Corona-Leugnern auf Widerstand. Die Heterogenität und die Größe der landesweiten Proteste schüren in Frankreich Ängste vor einer neuen "Gelbwesten"-Bewegung. Die "Gilets Jaunes" hatten ihre Demonstrationen 2018 als regionale Bewegung gegen die Erhöhung der Benzinpreise begonnen. Schnell weiteten sich ihre Proteste aus, dabei war es immer wieder zu Verwüstung und Gewalt gekommen.

Ein Demonstrationszug der Anti-Corona-Proteste wurde am Samstag von einem erheblichen Polizeiaufgebot begleitet. Vereinzelt kam es zu Ausschreitungen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Polizei in Paris Wasserwerfer einsetzte. Dem Innenministerium zufolge wurden 19 Menschen festgenommen. Drei Polizisten wurden demnach bei den Protesten verletzt.

Die Chefin der rechtsextremen Partei Rassemblement National (früher: Front National), Marine Le Pen, rief die Regierung auf Twitter auf, die Proteste ernst zu nehmen. Es sei noch Zeit, einen Rückzieher zu machen. Auch der führende Linksaußenpolitiker Jean-Luc Mélenchon, schrieb, die Proteste müssten respektiert und verstanden werden.

Sowohl die Impfanmeldungen als auch die Zahl der täglich gespritzten Dosen waren nach den Ankündigungen Macrons in die Höhe gegangen. Mittlerweile sind etwa 62 Prozent der Menschen in Frankreich mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Mehr als die Hälfte der Einwohner ist vollständig geimpft.

Die Gesundheitslage bleibt dennoch angespannt. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Menschen innerhalb einer Woche landesweit bei etwa 214. In einigen Gegenden etwa an der Grenze zu Spanien oder in Nordkorsika gelten deshalb inzwischen noch strengere Regeln. So müssen teils Läden und Restaurants früher schließen und Menschen auch im Freien eine Maske tragen. (31.07.2021)

US-Behörde: Delta-Variante so ansteckend wie Windpocken

Die Delta-Variante des Coronavirus ist der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge so ansteckend wie Windpocken. Die Virusmenge in Infizierten sei deutlich höher als bei der ursprünglichen Variante und eine Ansteckung könne leichter weitergegeben werden, heißt es in einer internen CDC-Präsentation, die von der Washington Post veröffentlicht wurde.

Die Erkenntnisse der Behörde stellen allerdings nicht die Wirksamkeit der Impfstoffe in Frage: Diese schützten auch bei Delta weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen oder dem Tod. Der Schutz vor Ansteckung besteht zwar auch, scheint aber schwächer zu sein. Zudem kommt die CDC zu dem Schluss, dass Delta wohl gefährlicher ist als das ursprüngliche Virus und Erkrankte eher schwere Verläufe erfahren. Es müsse "anerkannt werden, dass sich der Krieg verändert hat", hieß es auf einer der Folien.

Zuletzt hatte die CDC ihre Richtlinien angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante angepasst und auch für Geimpfte in vielen geschlossenen Räumen wieder das Maskentragen empfohlen. Das sei unter anderem aufgrund der Ergebnisse einer am Freitag veröffentlichten Studie zu einem Corona-Ausbruch im Bundesstaat Massachusetts erfolgt, teilte CDC-Chefin Rochelle Walensky mit. Bei dem Ausbruch rund um mehrere Großveranstaltungen wurden laut Studie 469 Infektionen identifiziert, davon fast 75 Prozent bei Menschen mit vollem Impfschutz und ein Großteil mit der Delta-Variante.

Der oberste Corona-Experte der US-Regierung hofft unterdessen auf eine reguläre Zulassung für gängige Impfstoffe bis Mitte August. Seit der Notfallzulassung seien inzwischen mehrere Monate vergangen, sagt Anthony Fauci der Agentur Reuters. Eine reguläre Zulassung würde Ärzten eine größere Handlungsfreiheit für etwaige dritte Impfungen geben. Unter anderem haben Pfizer/Biontech und Moderna bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine normale Zulassung beantragt. (30.07.2021)

Israels Präsident Herzog bekommt dritte Impfung

Nach der Entscheidung Israels, älteren Menschen eine dritte Corona-Impfung zu geben, hat Präsident Izchak Herzog als erster seine Auffrischungsimpfung erhalten. Israel hatte angesichts steigender Infektionszahlen zuvor als erstes Land mitgeteilt, 60-Jährigen und älteren Jahrgängen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus zu geben. Dies gelte für Patienten, die vor mindestens fünf Monaten ihre zweite Impfdosis erhalten haben, teilte Ministerpräsident Naftali Bennett mit. Mit dem 60-jährigen Herzog ließ sich auch seine gleichaltrige Frau Michal erneut impfen.

Herzog sagte, die Auffrischungsimpfung sei "entscheidend, um ein Leben unter so normalen Umständen wie möglich in dieser sehr herausfordernden Pandemie" zu schaffen. Bennett betonte, Israel sei bereit, jegliche Informationen aus diesem Schritt mit anderen zu teilen. Ein Expertenteam hatte eine solche Auffrischungsimpfung mit dem Biontech-Pfizer-Präparat empfohlen, obwohl es noch keine entsprechende FDA-Vorgabe gibt. Die allgemeine Impfkampagne in den Krankenkassen soll laut Bennett binnen weniger Tage beginnen. Nach Angaben des Regierungschefs haben in Israel bereits 2000 Menschen mit Immunschwäche eine solche dritte Dosis erhalten, ohne dass es schwere Nebenwirkungen gegeben hätte.

Der Hintergrund für die Entscheidung sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hieß es. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Effektivität nicht wissenschaftlich erhoben seien.

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat bereits an vier Tagen in Folge die 2000er-Marke überschritten. Am Freitagmorgen meldete das Gesundheitsministerium 2140 neue Infektionen für den Vortag. Knapp 58 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. (30.07.2021)

US-Präsident Biden drängt Regierungsangestellte zur Impfung

Für Millionen Mitarbeiter der amerikanischen Regierung werden Impfungen nun fast zur Pflicht. Wer nicht geimpft ist, stelle ein "Problem" dar, warnte US-Präsident Joe Biden. Angesichts einer neuen Corona-Welle und einer stockenden Impfquote drängt die Regierung Angestellte mit neuen Regeln zur Impfung. Angestellte, die keinen Impfnachweis vorlegen können, sollen künftig stets eine Maske tragen müssen und ein bis zwei Mal pro Woche auf eine mögliche Infektion getestet werden, kündigte Biden an.

Die Regelung für die mehr als zwei Millionen zivilen Angestellten der Regierung gilt demnach auch für Mitarbeiter von Vertragspartnern, die in Einrichtungen der Regierung arbeiten. Ungeimpfte Mitarbeiter sollen in Bezug auf Dienstreisen zudem starken Beschränkungen unterliegen. Das Weiße Haus will mit den strengen Regeln Impfungen offenbar zur einzig bequemen Lösung machen - allerdings ohne dabei explizit auf eine politisch umstrittene Impfpflicht zu setzen. Biden betonte aber, die Regierung unterstütze Firmen, die eine Impfpflicht für ihre Mitarbeiter verhängen wollten. "Wir alle wollen, dass unsere Leben wieder normal werden und vollständig geimpfte Arbeitsplätze werden schnell dafür sorgen."

Biden wies nun auch das Verteidigungsministerium an, zu prüfen, ab wann die Streitkräfte eine Corona-Impfpflicht verhängen könnten. Das Pentagon erklärte umgehend, zunächst würden für alle Angestellten und Soldaten die gleichen strengen Regeln gelten wie für die Mitarbeiter des Bundes. Minister Lloyd Austin werde zudem Beratungen veranlassen, ab wann und wie die Impfung zur Pflicht gemacht werden könne, hieß es.

Um die Impfquote in der Bevölkerung anzuheben, forderte Biden Bundesstaaten und Kommunen zudem auf, jeder neu geimpften Person eine Belohnung von 100 US-Dollar (85 Euro) zu zahlen. In New York wird das schon von diesem Freitag an so sein. "Wenn uns Anreize helfen, dieses Virus zu besiegen, dann finde ich, sollten wir sie nutzen.", sagte Biden. Wenn mehr Leute geimpft seien, profitiere davon das ganze Land. Viele Bundesstaaten und Kommunen haben bereits zahlreiche Anreize ausgelobt, um die Impfquote zu erhöhen - etwa auch Millionengewinne.

Biden forderte die Amerikaner mit Nachdruck zum Impfen auf: "Impfungen sind die allerbeste Verteidigung, um nicht schwer an Covid-19 zu erkranken." Die Impfung sei der einzige Weg, die Pandemie zu besiegen. Die Delta-Variante des Coronavirus sei "hoch ansteckend" und führe zu vielen Erkrankungen unter Ungeimpften. Es handle sich in den USA nun um eine "Pandemie der Ungeimpften", betonte Biden. Etwa 99 Prozent aller Corona-Toten seien nicht geimpft gewesen. "Das ist eine amerikanische Tragödie. Menschen, die nicht sterben müssten, sterben und werden sterben", sagte Biden. Der Präsident betonte, die Regierung habe mehr als genug Impfstoff für alle Amerikaner. "Es ist eine Schande. Es ist so eine Schande, diesen Segen zu vergeuden." (30.07.2021)

Mehr als 200 Infizierte nach Ausbruch an Flughafen in China

Vom Flughafen der Metropole Nanjing aus verbreitet sich die Delta-Variante in China weiter. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, wurden mindestens 200 Infektionen in fünf chinesischen Provinzen nachgewiesen, die mit dem Ausbruch in Nanjing in Verbindung stehen sollen. Die ersten Infektionen waren vergangene Woche bei Flughafen-Mitarbeitern in der Neun-Millionen-Metropole nachgewiesen worden. Es wurde vermutet, dass das Virus über einen Flug aus Russland nach Nanjing gelangte.

Ein Großteil der entdeckten Fälle beschränkt sich weiterhin auf Nanjing, doch wurden einzelne Infektionen auch in anderen Städten bei Reisenden festgestellt, die aus der Region zurückgekehrt waren. Auch in der Hauptstadt Peking wurden zwei Infizierte gemeldet.

Die Behörden riefen dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten. Zudem wurden strenge Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Nanjing verhängt, wo sich die gesamte Bevölkerung seit der vergangenen Woche gleich zweimal auf das Virus testen lassen musste.

Seit mehr als einem Jahr hat sich das Leben in China, wo im Dezember 2019 weltweit die ersten Infektionen mit dem neuen Virus entdeckt worden waren, wieder weitgehend normalisiert. Die Behörden verfolgen eine strenge "Null-Covid-Politik": Bei Ausbrüchen wird sofort mit Massentests, Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverfolgung und Quarantäne reagiert. Auch gelten scharfe Beschränkungen für Einreisende, die mindestens zwei Wochen in eine Quarantäneeinrichtung müssen.

Die stark ansteckende Delta-Variante hat die Behörden zuletzt jedoch mehrfach an ihre Grenzen gebracht. So hatte es in den vergangenen Wochen bereits lokale Ausbrüche der Variante in den südchinesischen Provinzen Guangdong und Yunnan gegeben.

Der Ausnahmezustand in Japan soll bald in weiteren Präfekturen gelten

Japans Regierung will den Ausnahmezustand bis zum 31. August verländern und auf drei Präfekturen in der Nähe der Olympia-Gastgeberstadt Tokio und die westliche Präfektur Osaka ausweiten. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura, der Japans Pandemiebekämpfung anführt, schlug dies vor einem Gremium aus Experten vor. Er wolle den starken Anstieg von Coronavirus-Fällen im gesamten Land mit allen Mitteln eindämmen, so der Minister. Die japanische Hauptstadt meldete für Donnerstag eine Rekordzahl von 3865 Infizierten. (30.07.2021)

Google und Facebook verhängen in den USA Impfpflicht für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der Internetriesen Google und Facebook in den USA müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander mit. Google-Chef Sundar Pichai sagte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien. Infolge des jüngsten Anstiegs der Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA wegen der Delta-Variante verschiebt Google zudem die geplante größere Rückkehr in die Büros bis 18. Oktober, wie Pichai erklärte. Apple wiederum hatte das bereits vergangene Woche ebenfalls um zunächst einen Monat verschoben, nun bis Oktober. Das Unternehmen kündigte aber bislang keine Impfpflicht an.

Bei Facebook erklärte Personalchefin Lori Goler, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in den US-Büros werde von "örtlichen Bedingungen und Vorschriften" abhängen. Es werde auch eine Vorgehensweise geben für jene, die aus medizinischen oder anderen Gründen nicht geimpft werden können. Das Vorgehen mit Blick auf Standorte außerhalb der USA würde weiter geprüft, hieß es.

Die Impfkampagne in den USA tritt inzwischen auf der Stelle - und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen. Daher haben inzwischen bereits die Bundesstaaten New York und Kalifornien sowie mehrere Städte eine Impfpflicht für Angestellte angekündigt. Auch die Bundesregierung prüft nach Aussage von Präsident Joe Biden für ihre gut zwei Millionen Angestellten eine Impfpflicht. Der offenbar erwogenen Regelung zufolge werden jene, die sich nicht impfen lassen wollen, sich regelmäßigen Corona-Tests unterziehen müssen. Die Idee einer landesweiten Impfpflicht lehnt Biden jedoch ab. (29.07.2021)

© SZ.de /dpa/reuters/aner/kast/rroi/che
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