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Bundestag:Grüne und Linke fordern Milliardenprogramm für Schnelltests an Schulen und Kitas

"Zwei bis drei kostenlose Tests pro Person und Woche" sollen Kitas und Schulen "zu den sichersten Orten der Republik" machen.

Von Paul Munzinger, München

Unmittelbar vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise fordern Grüne und Linke die Bundesregierung auf, Schnelltests an Schulen und Kitas finanziell zu fördern. In einem gemeinsamen Antrag, der am Donnerstag in den Bundestag eingebracht werden soll, schlagen die beiden Oppositionsfraktionen ein "Sofortausstattungsprogramm für Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung in Höhe von einer Milliarde Euro" vor, um Kinder, Lehrkräfte und Kita-Personal zu schützen. Die Teststrategie müsse "zwei bis drei kostenlose Tests pro Person und Woche umfassen", heißt es in dem Antrag, der der Süddeutschen Zeitung vorab vorlag. Kitas und Schulen müssten "zu den sichersten Orten der Republik" werden.

In den meisten Bundesländern findet seit vergangener Woche wieder Präsenzunterricht an den Grundschulen statt, auch die Kitas sind vielerorts wieder offen. Weitere Schulen sollen bald folgen, darauf haben sich die Kultusminister am Montag verständigt. Die Kita- und Schulöffnungen begleiten die Länder mit jeweils eigenen Teststrategien, die meist ebenfalls zwei Tests pro Woche vorsehen - allerdings nur für Erzieherinnen und Lehrer. Das Programm, das Grüne und Linke vorschlagen, soll auch regelmäßige Tests für Kinder und Jugendliche ermöglichen, wie dies etwa in Österreich bereits der Fall ist. "Wir wollen die Länder von Bundesseite darin unterstützen, ihre bestehenden Programme auszubauen und zu verstetigen bzw. Programme aufzubauen, wo es noch keine gibt", sagt Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag.

© SZ
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