Als Ende Januar der erste Corona-Infizierte in den USA gemeldet wurde, wiegelte Donald Trump ab. Nur ein Fall, das sei kein Problem, sagte der Präsident. Ende Februar, als bereits mehr als ein Dutzend Infektionen entdeckt worden waren, tat Trump weiter so, als sei alles in bester Ordnung. Die Zahl der Fälle werde bald auf "fast null" sinken, versprach er. Jetzt, Ende März, gibt es in den USA mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land, gut 2000 Menschen sind gestorben. Aber der Präsident fantasiert davon, dass an Ostern alle wieder zur Arbeit und in die Kirche gehen können.
MeinungCorona-KriseDie Hilflosigkeit der USA ist verstörend

Kommentar von Hubert Wetzel
Lesezeit: 3 Min.

Ein Mann läuft durch den nahezu menschenleeren Ronald Reagan National Airport (Washington National) in Arlington, Virginia: Nachdem zunächst abgewiegelt wurde, gibt es in den USA nun mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land.
Alex Edelman/AFPPräsident Trump vermag den Ernst der Lage intellektuell nicht zu erfassen - doch er ist nicht der einzige Versager in der Corona-Krise. Die Folgen für die Amerikaner sind dramatisch.
