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Lateinamerika:Angst vor einem Massensterben

An indigenous person from ethnic Pataxo group is seen inside the village Nao Xoha, amid the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Sao Joaquim de Bicas

Ein Mitglied der indigenen Gruppe der Pataxo nahe des Dorfes Nao Xoha.

(Foto: REUTERS)

Covid-19 ist auch im entlegenen Amazonien angekommen. Um sich zu schützen, ziehen sich viele indigene Gruppen tief in die Wälder zurück. Doch nicht einmal dort sind sie sicher.

Von Christoph Gurk, Buenos Aires

Um nach Santo Antonio do Içá zu kommen, muss man von der Amazonas-Metropole Manaus aus für mehrere Stunden ein Kleinflugzeug nehmen oder fast 1000 Kilometer mit dem Boot flussaufwärts fahren. Der Bezirk liegt tief im brasilianischen Amazonasbecken, fast im Herzen des südamerikanischen Kontinents. Hier gibt es dichte Wälder und kaum eine Straße, dies alles aber konnte das Sars-CoV-2-Virus nicht aufhalten, denn längst wurden auch in Santo Antonio do Içá erste Fälle der Lungenkrankheit registriert, und seit gestern ist klar, dass unter den Infizierten auch eine junge Frau vom Volk der Cocama ist. Es ist der erste Fall einer Infektion in einer traditionellen Gemeinschaft in Brasilien und ein weiteres Alarmsignal für Indigene auf dem ganzen Kontinent.

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