Leo XIV. wird im November Peru, Argentinien und Uruguay besuchen. Die rechten Regierungen in Lima und Buenos Aires stellt das vor Probleme. Besonders Argentiniens Präsident Milei holt sich damit einen Gegner ins Land.
Kolumbien
:Harte Hand statt „totaler Frieden“
Der ultrarechte Abelardo de la Espriella tritt in Kolumbien sein Amt an. Schon vor der Übernahme hat der Anti-Establishment-Politiker sein Land verunsichert. Eindrücke von der Amtseinführung.
Lateinamerika
:De la Espriella als Präsident Kolumbiens vereidigt
Kolumbiens neuer Staatschef ist 48 Jahre alt und nennt sich selbst „El Tigre“. Der rechte Politiker will unter anderem die Beziehungen seines Landes zur Trump-Regierung ausbauen.
Opposition in Venezuela
:Grund zur Hoffnung – noch mehr aber zur Skepsis
In Venezuela treffen sich Regierungsgegner – mit dem Segen der USA. Es gibt viel zu klären, auch wer die Opposition eigentlich anführen soll. Bekommt María Corina Machado Konkurrenz?
Argentinien
:Der Mann, der gern ganz vorn rechts spielen würde
Argentiniens Präsident Javier Milei versucht, sich als Anführer der neuen Rechten in Lateinamerika zu etablieren. Dafür löst er auch mal eine diplomatische Krise mit dem großen Nachbarn Brasilien aus.
Bad Bunny
:Der gestrigste Mann von heute
Bad Bunny spielt am Ende seiner Welttournee ein unvergessliches Konzert in Mailand. Dazu gehört auch, dass er sich traut, was andere Superstars live unbedingt vermeiden wollen: Stille.
Thomas Piketty
:„Die Brutalität von Trumps USA ist ein Zeichen der Schwäche“
Bestseller-Ökonom Thomas Piketty sieht die Macht der USA und Chinas schwinden – und darin eine Chance für Europa. Eine globale Vermögensteuer soll die Klimakatastrophe abwenden.
Lateinamerika
:Konservative Fujimori zur Präsidentin von Peru erklärt
Mit 50,1 Prozent fährt Keiko Fujimori einen äußerst knappen Wahlsieg ein. Aus Washington kommen Glückwünsche. Doch ihr linker Gegner will das Ergebnis nicht anerkennen.
Argentinien
:Mileis Motorsäge steckt fest
Fast zweieinhalb Jahre nach Amtsantritt kämpft der argentinische Präsident Javier Milei um seine Reputation. Sein Kabinettschef muss sich gegen Korruptionsvorwürfe wehren, zugleich bricht die wirtschaftliche Basis des Landes weg.
Kuba
:„Die Menschen schlafen nicht mehr richtig“
Ist Kubas Sozialismus dem Untergang geweiht? Die USA tun alles dafür – und die Menschen auf der Insel leiden unter den Sanktionen. Der Historiker Rainer Schultz arbeitet seit zehn Jahren in Havanna und meint: Die Revolution von 1959 ist längst noch nicht am Ende.
Tanz
:Salsa rockt
Von Cha-Cha-Cha bis Butoh: Seit Bad Bunnys spektakulärer Show beim Super Bowl liegen Latino-Rhythmen im Trend. Liegt die Zukunft des Widerstands gegen den Trumpismus auf der Tanzfläche?
SZ-Podcast „In aller Ruhe“
:„Eine Intervention in Südamerika ist eine Art Tabubruch“
Die Lateinamerika-Expertin spricht im Podcast außerdem über radikale Rechte wie Argentiniens Präsident Milei und darüber, warum der globale Süden eine gerechtere internationale Ordnung braucht.
Freihandel
:Von der Leyen setzt Mercosur-Abkommen in Kraft
Die Kommissionspräsidentin lässt das Handelsabkommen mit vier lateinamerikanischen Staaten vorläufig anwenden, obwohl das Europaparlament bislang nicht zugestimmt hat. Als erster Kritiker meldet sich Macron zu Wort.
Militäreinsätze der USA
:Trump nennt es Frieden
Keine Kriege mehr – das war das mantrahafte Versprechen des US-Präsidenten. Aber er schickt gern das Militär in andere Länder. Ist das sein Weg zur globalen Vorherrschaft Amerikas?
MeinungLateinamerika
:Die Linke ist gescheitert
Die US-Regierung wird zu Recht kritisiert für ihren Umgang mit dem Regime von Nicolás Maduro. Doch das verstellt den Blick auf dessen verbündete Regierungen, die nicht nur in Venezuela versagt haben.
Konjunktur
:Chinas Wirtschaftswachstum: Zu gut, um wahr zu sein?
China meldet erneut exakt das gewünschte Wirtschaftswachstum von fünf Prozent. Doch Handelskrieg, Immobilienkrise und schwacher Konsum werfen die Frage auf, wie belastbar diese Zahl ist.
MeinungMercosur-Abkommen
:Europa hat auch mal einen Grund zu feiern
Nach einem Vierteljahrhundert Verhandlungen ist das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten tatsächlich unterschrieben. Gerade in diesen Tagen zeigt sich, warum das gut ist.
Weltwirtschaft
:Wie Trump Chinas Strategie durchkreuzt
Jahrelang investierte China dort, wo sich der Westen zurückzog. Doch greift Washington nun immer unverhohlener in dieses System ein. Venezuela und Iran werden zu Stresstests für die chinesische Planwirtschaft.
Geopolitik
:Venezuela ist nur der Anfang
Kolumbien, Kuba, Brasilien: US-Präsident Trump mischt sich in die inneren Angelegenheiten vieler lateinamerikanischer Staaten ein. Was ihn dabei antreibt – und warum er auch in Zukunft keine Ruhe geben wird.
Europa
:Spaniens besonderer Draht nach Venezuela
Madrids Verbindungen zur ehemaligen Kolonie sind vielfältig – es geht um Auswanderer und wirtschaftliche Interessen. Und noch immer wirft ein geheimnisvoller Besuch von Vizepräsidentin Delcy Rodríguez Fragen auf.
Venezuela
:Maduro plädiert auf „nicht schuldig“
Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro sagt bei seinem ersten Termin vor Gericht in New York, er sei entführt worden. Sein Anwalt will die Umstände der Gefangennahme thematisieren.
US-Angriff auf Venezuela
:„Wir Venezolaner fühlen uns schon seit Jahren angegriffen – von unserem eigenen Regime“
Während vielerorts das völkerrechtswidrige Vorgehen der USA kritisiert wird, feiern zahlreiche Exil-Venezolaner den Sturz von Machthaber Nicolás Maduro. Wie blicken in Deutschland lebende Venezolaner auf die jüngsten Entwicklungen? Ein Gespräch mit Luisa Ramirez, Mitkoordinatorin der venezolanischen Diaspora.
Venezuela
:US-Interventionen in Lateinamerika: Wiederholt sich die Geschichte?
US-Präsident Donald Trump will einen Machtwechsel in Venezuela. Das erinnert an das Vorgehen im Kalten Krieg.
MeinungDrogen
:Auf den Straßen Lateinamerikas herrscht tödliche Stille
Auf dem Kontinent geht die Angst um vor der Macht und Gewalt der Kartelle. Das ist auch der Grund, warum dort so viele Menschen Kandidaten der extremen Rechten wählen – wie soeben in Chile: Die Populisten versprechen Sicherheit.
Südamerika
:Rechtspolitiker Kast gewinnt Präsidentschaftswahl in Chile
Der deutschstämmige Kandidat setzt sich in der Stichwahl mit rund 59 Prozent der Stimmen gegen Jeannette Jara von der linksgerichteten Regierungspartei durch. Kast steht für einen harten gegen Kriminalität und illegale Migration.
Honduras
:Nur wenige Tausend Stimmen Unterschied bei Präsidentschaftswahl
Der Abstand zwischen dem zentristischen und dem konservativen Kandidaten beträgt laut Wahlbehörde weniger als 14 000 Stimmen. Bei der Auszählung gibt es große Probleme. US-Präsident Trump erhebt ohne Belege Betrugsvorwürfe.
Schreibwaren
:Warum Pelikan und Co. in der Krise stecken
Pelikan, Faber-Castell, Schwan-Stabilo – die deutschen Schreibgeräte-Hersteller haben eine lange Tradition. Nun aber haben sie mit mehreren Problemen auf einmal zu kämpfen.
Lateinamerikanische Filmtage in München
:19 Überraschungen und ein Oscar-Anwärter
Wildnis und Zivilisation: Bei den Lateinamerikanischen Filmtagen München werden neue Filme aus Argentinien, Kolumbien und Peru gezeigt – auch einer der besten Filme des Jahres.
USA
:Adiós Amigos: Trumps Verrat an den Venezolanern
In Doral bei Miami leben Zehntausende Venezolaner, die wegen Maduro in die USA geflohen sind. Für viele von ihnen war Trump eine Art Retter, bis klar wurde, dass er sie vor allem schnell loswerden will. Die Geschichte eines Verrats.
MeinungWahl in Chile
:Das war’s dann wohl mit der linken Welle in Lateinamerika
Wieder fahren die Rechten einen Sieg ein: Die erste Runde der Präsidentenwahl gewinnt ein Erzreaktionärer. Der Kontinent nimmt Abschied von sozialen Bewegungen.
Chile
:Rechter Hardliner zieht als Favorit in die Stichwahl ein
Die linke Kandidatin Jeannette Jara liegt zwar vorn. Dennoch sehen Meinungsforscher die besseren Karten für den Rechts-außen-Politiker José Antonio Kast. Das liegt auch am bisherigen glücklosen Staatschef.
US-Aufmarsch in der Karibik
:Besser die Klappe halten
Angesichts der furchteinflößenden US-Armada in der Karibik scheuen Venezuelas lateinamerikanische Nachbarn vor allzu lautstarken Solidaritätsbekundungen zurück.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:US-Militäroperation „Southern Spear“: Venezuela hat konkrete Pläne für Guerilla-Krieg
Angeblich will die USA den Drogenschmuggel im Karibischen Meer unterbinden. Aber die Drohung richtet sich direkt auf Venezuelas Diktator. Wie reagiert der auf die Bedrohung?
Pressefreiheit in Lateinamerika
:Unter dem Druck der Mächtigen
Exil oder Gefängnis, vor dieser Wahl stehen viele Journalisten in Mittelamerika. Beim Forocap-Treffen in Guatemala wird diskutiert, wie kritisches Berichten trotzdem funktionieren kann. Die Konferenz gilt als Seismograf für die politische Lage in der Region.
MeinungUSA
:Trumps Kanonenbootpolitik gegen Venezuela und andere hilft wenig gegen Kokain
Mit Luftangriffen auf Schiffe in der Karibik und einer militärischen Drohkulisse will der US-Präsident angeblich gegen die Drogenkartelle in Südamerika vorgehen. Mit Gewalt aber hat Washington dort noch nie etwas erreicht.
Wirtschaft
:„Wir sollten uns Milei nicht zum Vorbild nehmen“
Die einen sehen ihn als Heilsbringer, die anderen als Chaoten mit Kettensäge. Was aber hat Argentiniens Präsident wirtschaftlich erreicht – und könnte sich das kriselnde Deutschland von ihm etwas abschauen? Ein Expertengespräch.
Peru
:Die Präsidentin ist weg, doch das Land wird kaum zur Ruhe kommen
Es ist ein Kunststück, sich als Staatschefin so unbeliebt zu machen wie Dina Boluarte in Peru. Was hinter ihrer Absetzung steckt – und warum es wenig Aussicht gibt, dass sich die Lage in dem Andenstaat in den nächsten Monaten bessert.
Katholische Kirche
:Der Papst fordert eine „radikale Parteinahme für die Schwächsten“
Der Vatikan hat das erste Lehrschreiben von Papst Leo XIV. veröffentlicht. Darin übernimmt der Pontifex die Kapitalismuskritik seines Vorgängers Franziskus – und blickt besorgt auf die USA.
Iran-Contra-Affäre
:Tatsächlich … Liebe
Oliver North und Fawn Hall, zwei Protagonisten der Iran-Contra-Affäre, die Ronald Reagan in den Achtzigerjahren fast seine Präsidentschaft kostete, haben geheiratet. Bei der Beerdigung von North’ Frau sollen sie sich wiederbegegnet sein.
Kolumbien
:Präsidentschaftsbewerber stirbt nach Attentat
Ein 15-Jähriger schießt Miguel Uribe Turbay in den Kopf, nun erliegt dieser seinen Verletzungen. Der Tod des konservativen Politikers weckt in Kolumbien böse Erinnerungen.
Luftfahrt
:Wie Lufthansa in Südamerika wachsen will
Die Südatlantikstrecken sind eine Schwäche der Lufthansa. Trotzdem zieht sie sich aus dem Bieterrennen um Air Europa zurück. Umso wichtiger wird nun der Fall TAP Air Portugal.
Zum Tod von Eddie Palmieri
:Brillante Nervensäge
„Madman of Salsa“: Eddie Palmieri, vulkanischer Pianist und Pionier der Musik der Latinos in New York, ist tot.
Handelsstreit
:Wie Trumps Zölle Deutschland jetzt schon treffen
60 Prozent der deutschen Industrie leiden bereits unter den Strafabgaben des US-Präsidenten. Ein Handelsdeal scheint greifbar – aber der kommt Europa wohl teuer zu stehen.
Klub-WM
:Stadion? Zu gefährlich!
Fußballbegeisterung in den USA haben vor allem Einwanderer aus Lateinamerika ausgelöst. Ausgerechnet für viele von ihnen ist ein Stadionbesuch bei der Klub-WM riskant – weil sie dort in die Fänge der Abschiebebehörde geraten könnten.
USA
:Nimm von den Schwachen
Donald Trump will eine Steuer auf die Auslandsüberweisungen erheben, mit denen Migranten ihren Familien Geld nach Hause schicken. Was das für die Empfänger in Lateinamerika und Afrika bedeutet – und warum es den USA schaden könnte.
Gefängnisse in Lateinamerika
:Schöner sitzen
Die ehemaligen Folterknechte des chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet verbüßen ihre Haftstrafen bisher in einem recht netten Privatgefängnis. Doch damit soll jetzt Schluss sein.
Nachruf: Mario Vargas Llosa
:Ein wahrer Kosmopolit
Er schrieb gegen Autoritäten an und wurde selbst zur Autorität: Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa ist gestorben. Er erlebte die größten Ehren, aber auch scharfe Angriffe, als er sich gegen die Linkspopulisten wendete.
Autoritäre Politik
:In Trumps Windschatten
Die Lügen werden schamloser, das Vorgehen gegen Widersacher wird härter: Manch ein Staats- und Regierungschef fühlt sich vom neuen US-Präsidenten inspiriert. So bekommen autokratische Tendenzen eine neue Dynamik.
Putsch-Prozess gegen Brasiliens Ex-Präsident
:Jair Bolsonaro muss vor Gericht
Dem ehemaligen Staatschef von Brasilien wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, einen Putsch geplant zu haben – und sogar die Ermordung politischer Gegner. Der Oberste Gerichtshof hat die Anklage nun zugelassen.
„Für immer hier“ im Kino
:Und dann haben sie Papa mitgenommen
Das Oscar-prämierte Drama „Für immer hier“ erzählt auf berührende Weise vom Schicksal einer Familie während der brasilianischen Militärdiktatur.