Bundesweite Aktion:Tausende demonstrieren für Umverteilung

In mehreren Städten Deutschlands sind tausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Sie fordern eine stärkere Besteuerung von Reichen und eine effektivere Bekämpfung der Steuerflucht. Neben Sozialverbänden schlossen sich auch Parteien der Aktion an.

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Aktionstag 'Umfairteilen'

Quelle: dapd

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In einer bundesweiten Aktion gingen in Deutschland mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie fordern eine stärkere Besteuerung von Reichen und eine effektivere Bekämpfung der Steuerflucht. Dem Bündnis aus mehreren Sozialverbänden schlossen sich auch Parteien an.

"Umfairteilen - Reichtum besteuern" ist das Anliegen tausender Menschen, die dem Aufruf von Gewerkschaften und Sozialverbänden gefolgt und am Samstag auf die Straße gegangen sind. Zu den zentralen Forderungen der Aktion gehören eine dauerhafte Vermögenssteuer, eine einmalige Vermögensabgabe und die wirksame Bekämpfung der Steuerflucht.

Aktionstag 'Umfairteilen'

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"Armer Mann und reicher Mann...": Für eine stärkere Besteuerung von Reichen demonstrierten in Berlin (Bild) etwa 5000 Menschen, so die Veranstalter. In Hamburg sollen es den Veranstaltern zufolge 70000, der Polizei zufolge nur 1500 Demonstranten. Auch in der Bankenstadt Frankfurt, in Köln, Bochum, Bremen, München, Trier, Bayreuth und Saarbrücken fanden sich mehrere tausend Menschen zu Protesten zusammen. Die Kundgebungen wurden unter anderem von der Gewerkschaft Verdi, den Globalisierungskritikern von Attac und der Arbeiterwohlfahrt organisiert.

Demonstration fuer gerechte Steuerpolitik in Berlin

Quelle: dapd

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Zu den Demonstranten gehörten auch Vertreter der Linken-Spitze wie Gesine Lötsch (links), Klaus Ernst (erster von links) und Gregor Gysi (zweiter von links). Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske hatte vor den Kundgebungen gefordert, Reiche in Deutschland stärker in die Pflicht zu nehmen. "Wenn schon für die Krise gezahlt werden soll, dann müssen und sollen es die machen, die es sich am ehesten leisten können, nicht die Schwächsten", sagte er in Deutschlandradio Kultur.

Demonstration fuer gerechte Steuerpolitik in Berlin

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Auch die Grünen schlossen sich dem Demonstrationszug in Berlin an. Grünen-Chefin Claudia Roth warnte vor einem zunehmenden Auseinanderdriften der Gesellschaft. "Unser Gemeinwesen nimmt deutlichen Schaden, wenn wir nicht bald umsteuern", sagte sie. "Es kann nicht sein, dass eine kleine Gruppe Vermögender immer mehr privates Kapital anhäuft, während Schwimmbäder schließen müssen oder kommunale Krankenhäuser keine ordentlichen Gehälter mehr zahlen können."

Aktionstag 'Umfairteilen'

Quelle: dapd

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Dem überparteilichen Aktionsbündnis, das zu den Kundgebungen aufgerufen hatte, gehören etwa 20 Nichtregierungsorganisationen und Sozialverbände an. Die Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung forderte "ein Ende des Raubtierkapitalismus, der auf Kosten der Arbeitnehmer und ihrer Familien sowie sozial schwacher Gruppen die Schere zwischen Arm und Reich verschärft hat". Christen könnten die soziale Spaltung der Gesellschaft nicht hinnehmen. Die Gesellschaft könne nur funktionieren, wenn alle teilhaben könnten und jeder sich nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten beteilige.

Bündnis Umfairteilen Demonstration vor Kanzleramt

Quelle: dpa

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Die Demonstranten beließen es nicht nur bei gereimten Sprüchen, sondern zeigten auch schauspielerisch, welche Forderungen sie stellen. Eine höhere Besteuerung von Reichen soll nach Meinung dieser drei Demonstranten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin zu Gunsten der Pflege, der Bildung und der Energiewende gehen.

© süddeutsche.de/kir/dpa/sana
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