Atomreaktor in Nordkorea:Falsch berechnete Flugbahnen

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Auch in Südkorea herrscht Gelassenheit, wie der Guardian berichtet: Die Stimmung in der Hauptstadt Seoul sei ruhig, die Menschen hätten Vertrauen, dass die eigene Armee einen nordkoreanischen Angriff abwehren und zurückschlagen könnte.

Es ist ohnehin zweifelhaft, ob Nordkorea überhaupt für einen Krieg mit Südkorea und seinen amerikanischen Verbündeten gerüstet wäre. Zwar leistet sich das bettelarme Land eine der größten Armeen der Welt mit 1,2 Millionen Soldaten. Ihre Ausrüstung gilt jedoch als veraltet und könnte mit moderner US-Technik kaum mithalten.

Anlässlich der Verlegung der amerikanischen F-22-Raptor-Flugzeuge hat sich das US-Fachmagazin Foreign Policy die Flugabwehrsysteme der Nordkoreaner angeschaut. Das Fazit: Es handle sich dabei um Waffen aus Sowjet-Beständen, welche die Amerikaner seit den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren untersuchten und bekämpfen könnten.

Auch ist nicht klar, ob Kim Jong Un seine Drohung, amerikanische Städte mit Raketen zu beschießen, tatsächlich wahr machen könnte. Zwar glückte dem Regime im Dezember 2012 der Start einer Unha-3-Trägerrakete. Doch das US-Magazin The Atlantic äußert den Verdacht, dass es den Nordkoreanern womöglich an elementaren Kenntnissen fehle.

So ließen die Angriffspläne, die nordkoreanische Medien verbreiteten, die Krümmung der Erde außer Acht. Die Flugbahnen der Raketen von Nordkorea auf amerikanische Städte seien völlig falsch berechnet und würden unter realen Bedingungen wohl im Pazifik enden.

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