Wetter - Moormerland:Rekorde wackeln: An die 40 Grad in Niedersachsen und Bremen

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Bremen
Die Sonne scheint durch leichte Zirrus-Wolken hindurch. Foto: Markus Scholz/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Bremen/Hannover (dpa/lni) - Hochsommerliche Temperaturen machen Niedersachsen und Bremen zu schaffen. Der Deutsche Wetterdienst hat für die beiden Bundesländer flächendeckend Hitzewarnungen ausgesprochen. In einigen Regionen kletterte das Thermometer nahezu auf Rekordhöhe. So wurde in Barsinghausen-Hohenbostel am Rande der Region Hannover am Dienstagnachmittag eine Temperatur von 38,3 Grad gemessen, wie der Wetterdienst bestätigte. Der Allzeithöchstwert vom 25. Juli 2019 mit 38,4 Grad könnte fallen. In Groß Berßen im Emsland wurden 37,2 Grad gemessen. Zuletzt lag der höchste Juli-Wert bei 35,7 am 2. Juli 2015.

Auch am Mittwoch werden den Angaben zufolge Temperaturen von bis zu 39 Grad erwartet. Erst am Abend könnten Gewitter aufziehen, die in der Nacht für Abkühlung sorgen. Nachts werden es um die 10 Grad Celsius, "dann kann auch ordentlich gelüftet werden", sagte ein Meteorologe des Wetterdienstes. Grund für die Sommerhitze ist ein Hochdruckgebiet über Ostmitteleuropa, das heiße und trockene Luftmassen in den Norden lenkt.

In Bremen verlängerten die Freibäder ihre Öffnungszeiten am Dienstag bis 20.00 Uhr. Wegen der Feuergefahr untersagte die Stadt Hannover bis auf weiteres das Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen.

Um sich vor den Hitze zu schützen, empfiehlt das Gesundheitsministerium in Bremen, den Alltag möglichst an die Hitzeperioden anzupassen. Tätigkeiten im Freien sollten in die Früh oder in die späten Abendstunden verlegt werden. Leichte Mahlzeiten, luftige Kleidung und genug Wasser zum Trinken sollten dabei helfen, die drückende Hitzephase zu überstehen.

Hitze kann auch für Tiere zur Gefahr werden. Das Niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz rief alle Tierhalter auf, für Schatten, Kühlung und ausreichend Wasser zu sorgen. Geflügelhalter sollten Hitzestress vermeiden. "Hühner und Puten können nicht schwitzen. Starke Hitze in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit stellt deshalb vor allem in der Geflügelhaltung die Gefahr für eine extreme Wärmebelastung dar." Die regelmäßige Überwachung der Stalltechnik sowie eine intensive Betreuung sei derzeit besonders wichtig.

Auch für Haustiere sind die sommerlichen Temperaturen herausfordernd. "Hunde, Meerschweinchen oder Vögel sollten daher ebenfalls vor der prallen Sonne geschützt werden und immer genug Flüssigkeit zur Verfügung haben." An heißen Tagen dürften Tiere auf keinen Fall in einem parkenden Auto gelassen werden.

Landwirte und Landwirtinnen bat das Ministerium zudem um besondere Vorsicht bei der Getreideernte. "Funkenflugschlag von heiß gelaufenen Erntemaschinen ist eine häufige Ursache von Flächenbränden", hieß es in einer Mitteilung. Eine gut gewartete Maschine sei der beste Brandschutz, außerdem solle ein Handfeuerlöscher griffbereit sein.

© dpa-infocom, dpa:220719-99-76639/3

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