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Unfälle - Grebenhain:Flugzeugabsturz 2017: Pilot schätzte Wetter falsch ein

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Braunschweig/Grebenhain (dpa) - Der Absturz eines Kleinflugzeugs vor knapp drei Jahren bei Grebenhain im Vogelsberg geht den Untersuchungen zufolge auf schlechtes Wetter und eine falsche Einschätzung durch den Piloten zurück. Der 66 Jahre alte Mann aus Staufenberg im niedersächsischen Landkreis Göttingen war bei dem Unglück am 13. Oktober 2017 ums Leben gekommen.

Er habe das Risiko durch aufsteigende Nebelwolken und schlechte Sicht unterschätzt, heißt es in dem nun veröffentlichten Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen in Braunschweig. Der Pilot sei bei Sichtflug in Wetterbedingungen unterwegs gewesen, für die er nicht ausreichend qualifiziert und sein Ultraleichtflugzeug nicht ausgerüstet gewesen sei.

Zum Unfall beigetragen habe, dass der Flug mit Blick auf das Wetter nur unzureichend vorbereitet worden sei. Zudem habe der Pilot die Bedingungen - es waren Nebel und Wolken aufgezogen - während des Fluges falsch beurteilt. Das Flugzeug hatte Baumwipfel gestreift, war dann auf den Waldboden gestürzt und ausgebrannt. Der Pilot hatte das Rettungssystem nicht mehr auslösen können.

Der bei dem Unfall gestorbene Mann war nach Erkenntnissen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen ein erfahrener Pilot. Er sei seit 1972 als Pilot unterwegs gewesen, zunächst mit Segelflugzeugen, seit 1999 auch mit Ultraleichtflugzeugen. Er war am frühen Nachmittag des Unglückstages vom Flugplatz Eschwege-Stauffenbühl mit dem Ziel Worms in Rheinland-Pfalz gestartet, der Unfall ereignete sich rund eine halbe Stunde später.

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