Silvester 1500 Polizisten sollen an Silvester in Köln für Sicherheit sorgen

Vor einem Jahr sind in der Silvesternacht rund um den Kölner Dom massenhaft Frauen begrapscht und bestohlen worden.

(Foto: dpa)

Dass Frauen in der Silversternacht wieder massenhaft sexuell bedrängt und bestohlen werden, will die Kölner Polizei dieses Jahr verhindern.

Mehr als 100 Polizisten sollten in der Silvesternacht vor einem Jahr in Köln für Sicherheit sorgen. Dennoch wurden damals massenhaft Frauen begrapscht und bestohlen. Die Nachrichten von den sexuellen Übergriffen machten weltweit Schlagzeilen. Die Sicherheitskräfte standen monatelang in der Kritik.

Dieses Jahr soll an Silvester alles anders werden - und Köln die sicherste Stadt in Deutschland sein. Etwa 1500 Beamte sollen dafür im Einsatz sein. Das sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies und bestätigte damit einen Bericht des WDR. Die Bundespolizei wird zudem mit etwa 800 Beamten unter anderem in Bahnhöfen und Zügen in Nordrhein-Westfalen unterwegs sein. Die Beamten werden außerdem von etwa 600 Mitarbeitern des Kölner Ordnungsamtes und privater Sicherheitsfirmen unterstützt. "So etwas darf sich nicht wiederholen", sagte Mathies.

Bekannt war bereits, dass rund um den Kölner Dom eine Schutzzone aus Absperrgittern errichtet wird. Neben dem aufgestockten Personal sollen Lichtmasten und eine ausgeweitete Videoüberwachung für mehr Sicherheit sorgen. Schon im Vorfeld werden soziale Medien beobachtet, um mögliche Treffen von größeren Gruppen zu unterbinden. Außerdem wollen die Polizei und Ordnungsbehörden stärker gegen Wildpinkler, Drogendealer und "übermäßigen Alkoholkonsum" vorgehen.

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