Wetterchaos:Schnee und Eis legen Verkehr in Bayern lahm

Wetterchaos: Nichts geht mehr im Schneechaos: Ein ICE steht am Hauptbahnhof.

Nichts geht mehr im Schneechaos: Ein ICE steht am Hauptbahnhof.

(Foto: Matthias Schrader/dpa)

Starke Schneefälle und Eis haben im Süden Bayerns Chaos verursacht. Bei schweren Autounfällen starben Menschen, in und um München kam der Bahn- und Flugverkehr zum Erliegen.

Schnee und Eis haben in Süddeutschland Chaos verursacht. Der Flugbetrieb am Münchner Flughafen wurde vorübergehend eingestellt. Wie ein Sprecher am Samstagmorgen mitteilte, ist der Winterdienst im Einsatz, um einen sicheren Betrieb zu ermöglichen. Voraussichtlich wird der Betrieb um zwölf Uhr wiederaufgenommen.

Laut Deutschem Wetterdienst bleibt es zunächst bei dem winterlichen Wetter. Erwartet werden im Süden bis zum Nachmittag andauernde, teils kräftige Schneefälle.

Rund um die Landeshauptstadt München mussten in der Nacht zum Samstag zahlreiche Bahnstrecken gesperrt werden, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. Der Zugverkehr von und zum Hauptbahnhof in München sowie auf allen Linien der S-Bahn im Außenbereich wurde eingestellt. In Ulm und in München mussten Fahrgäste in Zügen übernachten. Auch U-Bahnen, Busse und Trams fuhren in der bayerischen Landeshauptstadt zunächst nicht mehr. Auf den Straßen in Bayern gab es zahlreiche Unfälle.

Zwischen München-Pasing und Fürstenfeldbruck, zwischen Tutzing (Landkreis Starnberg) und Weilheim in Oberbayern sowie zwischen Neukirchen und Vilseck (beides Landkreis Amberg-Sulzbach) mussten Züge wegen umgestürzter Bäume an den Bahnhöfen stehen bleiben. Schienenersatzverkehr könne aufgrund der witterungsbedingten Lage auf den Straßen nicht angeboten werden, hieß es. Es müsse mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden.

Wie ein dpa-Reporter berichtete, musste in den frühen Morgenstunden ein Zug aus Stuttgart kommend am Ulmer Hauptbahnhof zum Hotelzug umfunktioniert werden. Auch am Münchner Hauptbahnhof stellte die Bahn einen Zug für gestrandete Fahrgäste bereit. Wie viele Züge ihre Fahrten vorerst abbrechen mussten, war laut einer Sprecherin der Bahn zunächst unklar.

Wetterchaos: Die heftigen Schneefälle sorgen auch auf den Straßen für Einschränkungen, hier im Münchner Viertel Pasing.

Die heftigen Schneefälle sorgen auch auf den Straßen für Einschränkungen, hier im Münchner Viertel Pasing.

(Foto: IMAGO/Thomas Vonier/IMAGO/Thomas Vonier)

Tote und Verletzte bei Unfällen

Bei einem Unfall auf schneeglatter Straße in Emmingen-Liptingen (Landkreis Tuttlingen) ist am Freitag ein 54 Jahre alter Autofahrer gestorben. Wie die Polizei mitteilte, kam der Mann mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und geriet nach einer 180-Grad Drehung auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit einem Kleintransporter zusammen. Der Autofahrer erlitt durch den Aufprall schwere Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Der Kleintransporter kam von der Straße ab und landete in einem Graben, der Fahrer blieb unverletzt.

Bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Staatsstraße in Unterfranken ist ein 44-jähriger Autofahrer am Freitag ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt, einer von ihnen - ein 19-Jähriger - schwebt in Lebensgefahr, wie die Polizei am Abend mitteilte. Zu dem Unfall kam es gegen 18.30 Uhr auf der Staatsstraße 2269 zwischen Röttingen und Tauberrettersheim im Landkreis Würzburg.

Nach derzeitigen Erkenntnissen habe der 19-Jährige in einer lang gezogenen Kurve die Kontrolle über seinen Pkw verloren. In dem Auto saßen auch drei 17-Jährige, hieß es. Es kam zum Frontalzusammenstoß mit dem Wagen des 44-Jährigen. Alle fünf Unfallbeteiligten wurden in den Fahrzeugen eingeklemmt. Für den 44-Jährigen sei jede Hilfe zu spät gekommen. Der 19-Jährige und seine Mitfahrer wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die Polizei im Freistaat berichtet zudem von zahlreichen kleineren Unfällen auf den Straßen. In Oberbayern, Niederbayern, Mittelfranken und Schwaben blieb es jedoch vorwiegend bei Blechschäden und Leichtverletzten. Vor allem in Schwaben mussten kleinere Straßen wegen umgestürzter Bäume zunächst gesperrt werden. Auf der Autobahn 8 bei Weyarn im Landkreis Miesbach kippte aus bislang ungeklärter Ursache ein Lkw um. Eine Sperrung wurde eingerichtet.

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