Prozesse - Recklinghausen:Einweg-Feuerzeug gestohlen: Gericht verurteilt Polizisten

Deutschland
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Recklinghausen (dpa/lnw) - Ein junger Polizist sollte ein Haus auf mögliche Einbrecher durchsuchen, steckte dabei ein billiges Einwegfeuerzeug ein - und könnte dafür jetzt seinen Job verlieren. Das Amtsgericht Recklinghausen hat den 24-Jährigen am Montag wegen "Diebstahls mit Waffe" - der Polizist trug im Einsatz seine Dienstwaffe - zu 90 Tagessätzen Geldstrafe à 80 Euro verurteilt, wie das Gericht bestätigte. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Laut der Zeitung will der Polizist in Berufung gehen - auch, weil er noch als Beamter zur Probe arbeitet und mit der Verurteilung seine Anstellung verlieren könnte.

Der 24-Jährige sei im Sommer vergangenen Jahres zusammen mit einem Kollegen zu dem Haus gerufen worden, weil dort eine Tür offen stand, hieß es laut Gericht in der Anklage. Bei der Durchsuchung habe er in einem Zimmer das Feuerzeug eingesteckt, er sei dabei von einer installierten Kamera gefilmt worden. So wurde der Fall bekannt.

Vergeblich habe der Polizist vor Gericht vorgebracht, dass er das Feuerzeug als gefährlich angesehen, an sich genommen und beim Verlassen des Hauses zurückgelassen habe. Bei Kleingegenständen, die man in die Tasche stecken kann, gelte der Diebstahl von Moment der Tat an als vollendet, erklärte das Gericht. Ein Rücktritt von der Tat sei dabei nicht möglich - selbst wenn die Darstellung des Polizisten zutreffe.

© dpa-infocom, dpa:220523-99-401894/2

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