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Leute des Tages:Feuer unterm Dach

Bushido hat Ärger mit der Justiz, Plácido Domingo hat Ärger mit seiner Stimme, und Linda Ronstadt ärgert sich über Mexiko-Klischees.

Clanchef und Ex-Geschäftspartner von Rapper Bushido vor Gericht
(Foto: Paul Zinken/dpa)

Bushido, 42, Rapper, hat Ärger mit der Justiz. Laut einem Bericht des Stern führt die Staatsanwaltschaft Potsdam ein Ermittlungsverfahren gegen Anis Ferchichi, so sein bürgerlicher Name, wegen Anstiftung zur Brandstiftung. Es gehe dabei um ein absichtlich gelegtes Feuer Ende 2013 in Bushidos unbewohnter Villa im brandenburgischen Kleinmachnow. Grundlage für die Ermittlungen seien in einem Gesprächsmitschnitt dokumentierte Aussagen eines mutmaßlichen Mittäters. Zudem gebe es auch neue Fragestellungen im Fall zweier Einbrüche in frühere Läden Bushidos sowie im Fall eines angeblich während einer Bootstour verlorenen Diamanten-Armbandes.

Opernstar Placido Domingo
(Foto: Petra Kaminsky/dpa)

Plácido Domingo, 79, spanischer Tenor, vermisst das Samtgefühl in seiner Stimme. Nach seiner Covid-19-Infektion im Frühjahr habe sich seine Lunge zwar gut erholt, sagte der Sänger der Deutschen Presse-Agentur, doch er habe Veränderungen bei seiner Stimme wahrgenommen, sie klinge weniger samtig. "Aber meine Frau, meine Familie, meine Freunde, alle sagen, sie sei unverändert. Fein! Das ist ja auch besser."

Linda Ronstadt
(Foto: Richard Shotwell/AP)

Linda Ronstadt, 74, US-amerikanische Country-Rock-Sängerin mit mexikanischen Wurzeln, ist genervt von Mexiko-Klischees. "Mexikanische Kultur ist nicht gleich Taco Bell", sagte die zehnfache Grammy-Gewinnerin dem linksliberalen Internet-Magazin Salon. "Die Kultur ist tiefgründig und reich an verschiedenen Genres und Stilarten. In Mexiko gibt es Dutzende verschiedene Sprachen, und trotzdem wollen die Leute nicht wahrhaben, wie vielschichtig die Kultur ist." Gleichzeitig sagte sie, was sie an der Heimat ihres Vaters liebt: die Saguara-Kakteen ("Das sind die mit den Armen") und in Schmalz gebackene Weizentortillas.

(Foto: Mattel)

Claudia Schiffer, 50, Supermodel, hat neuerdings ein Ebenbild aus Plastik. Der Spielzeugkonzern Mattel brachte anlässlich ihres runden Geburtstages am 25. August leicht verspätet eine Claudia-Schiffer-Barbie heraus, inklusive zweier berühmter Laufsteg-Outfits: einer blauen Versace-Robe aus der Herbst/Winter-Kollektion 1994 und eines schwarzen Netzkleides aus der Frühjahrskollektion der Marke Balmain von 2016. Auch andere Prominente wurden schon zur Barbie gemacht, so zum Beispiel Marilyn Monroe, David Bowie, Sylvie Meis oder Frida Kahlo. Die Plastik-Schiffer gibt es nicht zu kaufen.

TV-Debatte zwischen Pence und Harris
(Foto: Julio Cortez/dpa)

Douglas Emhoff, 56, Kandidat für das Amt des Second Gentleman in den USA, hat seine Beziehung zu seiner Frau Kamala Harris, 56, Kandidatin für das Amt der US-Vizepräsidentin, in fünf Punkten zusammengefasst: "Blind Date, Liebe auf den ersten Blick, Hochzeit, Familie und ein unglaubliches gemeinsames Leben", schrieb der Rechtsanwalt anlässlich des Geburtstags seiner Frau auf Twitter. Das Paar hatte sich 2013 bei einem Blind Date kennengelernt und ein Jahr später geheiratet, Emhoff brachte zwei Kinder mit in die Ehe.

Rapper Smudo zu Gast bei Podcast gegen Nazis
(Foto: Christian Charisius/dpa)

Michael Bernd Schmidt, 52, Smudo, hält es für eine Bürgerpflicht, antifaschistisch zu sein. "Wenn man gegen Spaltung und für eine Gesellschaft miteinander ist, für Kommunikation und Zusammenhalt und gegen das Pauschalisieren und Herabsetzen von ganzen Menschengruppen, ist man automatisch Antifaschist", sagte das Mitglieder der Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist nichts Schlechtes."

© SZ/nas
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