PR-Strategie um Prinz George:Auf Zucker

Tampon-Affäre? Klingelt da was? Oder beim Schlagwort Nazi-Kostüm? Wenn nicht, könnte das an der Geheimwaffe der britischen Royals gegen Negativschlagzeilen liegen: Baby George. Was sich Monacos Zwillinge bei dem Anderthalbjährigen abschauen können.

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Prince George photos released

Quelle: AP

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Be a professional. Always be cute

Klar, man sollte nicht zu viel in Babyfotos hineininterpretieren, schließlich kann ihnen schon eine Darmregung ein Lächeln entlocken. Insofern könnte dieser Gesichtsausdruck von Prince George Alexander Louis of Cambridge auch alles bedeuten, von "Let's go, guys!" bis "Dogs, funny. I love dogs". Nachdem Kinder aber relativ schnell merken, wie sie Erwachsene mit gezieltem Einsatz von Mimik und Tränenausstoß unter Kontrolle bringen, darf zumindest spekuliert werden, dass auch der Anderthalbjährige ein gewisses Gespür für seinen Charme hat.

Prince George photos released

Quelle: AP

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Make yourself scarce

Angebot bestimmt Nachfrage. Diese Wirtschaftslogik haben auch die Windsors verstanden. Und halten sich seit der Geburt des #royalbaby - bereits vor seiner Geburt avancierte George zum Social-Media-Phänomen - mit Bildern zurück. Aber zu Weihnachten gibt es Zucker fürs Volk: George auf Treppe vor Kensington Palace. Mehr braucht es nicht fürs kollektive "So cute". Vermutlich aus gutem Grund gibt es bislang keine offiziellen Fotos von George und Onkel Harry - das würde manches Herz nicht mitmachen.

Prince George photos released

Quelle: AP

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Dress classy

Alberne Kostümierungen als Biene oder Blume (Stichwort: Anne Geddes)? Nicht als royaler Spross. Georges Garderobe ist very british, soll heißen: klassische Farben, klassische Schnitte. (Wer jetzt schon nach dem Kindermodentrend für den Sommer 2015 Ausschau hält: Kniestrümpfe, definitely.) Und wenn schon Testimonial, dann natürlich nur für die Krone, wie George mit seinem Queen's-Guards-Pullunder mustergültig vormacht.

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Quelle: Carl Court/AFP

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Share your emotions

Natürlich, jeder mag ein pausbäckiges strahlendes Baby - besonders die Eltern. Doch niemand mag einen strampelnden Streber, der immer brav die Augen zumacht, wenn er abgelegt wird. Besonders nicht andere Eltern. George lässt deshalb seinen Emotionen immer mal wieder freien Lauf (wie hier bei der Heimfahrt aus dem St. Mary's Hospital, wo er am 22. Juli 2013 zur Welt kam). Auch Vater William bemerkte einst in einem Interview, sein Sohn habe durchaus ein lautes Organ. George würde eher sagen: durchsetzungskräftig. Wie es sich eben für einen künftigen König gehört.

RNPS - REUTERS NEWS PICTURE SERVICE - ENTERTAINMENT PICTURES OF THE YEAR 2014

Quelle: REUTERS

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Don't be fake friendly

Was ein echter Showman ist, der weiß seine schlechte Laune zu überspielen. Doch ein Royal muss heute so viel mehr sein: mal unerreichbare Projektionsfläche, mal gemeiner Mensch. Wie das geht? Einfach ein Beispiel an grumpy George nehmen (hier beim Staatsbesuch seiner Eltern in Australien).

US Entertainment Best Pictures Of The Year - 2014 The Duke And Duchess Of Cambridge Tour Australia And New Zealand - Day 3

Quelle: Getty Images

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Love your mummy

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Außer ...

(William, Catherine und George beim Staatsbesuch in Neuseeland)

US Entertainment Best Pictures Of The Year - 2014 An Alternative View: The Duke And Duchess Of Cambridge Tour Australia And New Zealand

Quelle: Getty Images

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Also love your daddy

Und damit das auch alle mitbekommen: Lass' ein Foto von Daddy und dir machen, in Schwarz-Weiß, und gib es an die Medien. Lehne dich zurück und erfreue dich an jedem "Adorable!" der Klatschpresse.

Family Cambridge Portrait

Quelle: dpa

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Get yourself a dog

Was ist süßer als ein Baby? Ein Baby mit Hund - oder einem anderen plüschigen Haustier. Bei den Windsors darf deshalb regelmäßig Hund Lupo mit aufs Familienbild. Aber Vorsicht: Der Hund sollte nicht zur Hauptperson werden, da haben William und Catherine schon harsche Kritik einstecken müssen.

The Duke And Duchess Of Cambridge Tour Australia And New Zealand - Day 10

Quelle: Getty Images

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Rule

Theoretisch müssen sich royale Babys wie George oder Jacques - der in der vergangenen Woche geborene Sohn von Monacos Fürstenpaar Albert und Charlène* - noch keine Gedanken über ihre Zukunft machen. Schließlich ist eine Regentschaft noch Jahrzehnte entfernt. Jacques' Zwillingsschwester Gabrielle ist ob ihres Geschlechts ohnehin außen vor; der Windsor-Spross hat Großvater und Vater vor sich in der Thronfolge. Aber ein bisschen Training in Sachen königlicher Körpersprache kann nie schaden. George übt sich hier (beim Staatsbesuch in Australien) an der Pose, frei nach Ozzy Osbourne: "I am the god of hell fire and I bring you ... fire".

* Lesen Sie hier alles über die bucklige (charaktermäßig, nicht körperlich - mit Ausnahme von Prinz Ernst August von Hannover) Verwandschaft von Jacques und Gabrielle.

The Duke And Duchess Of Cambridge Tour Australia And New Zealand - Day 10

Quelle: Getty Images

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Cherish your fans

Wenn sich die Monaco-Zwillinge - von denen bislang nicht mal ein Foto existiert - an Georges PR-Strategie halten, dürften auch an der Côte d'Azur Negativschlagzeilen der Vergangenheit angehören. Die Behauptung, die Ehe von Albert und Charlène sei eine ziemlich offensichtliche Farce? Weggelächelt von zwei Wonneproppen. Weitere uneheliche Kinder des Fürsten? Kommen einfach mit aufs Familienfoto; Boris Becker macht vor, wie vermarktbares Promi-Patchworking geht. Wenn dann also auch in Monaco und sonstwo auf der Welt alle begeistert sind von Jacques und Gabrielle, dann ist eines ganz wichtig: nicht überheblich werden! Fans (wie diese kleine Australierin) wollen gewertschätzt werden.

The Duke And Duchess Of Cambridge Visit The National September 11 Memorial Museum

Quelle: AFP

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Be a big brother. Be the best

In Zukunft wird Vorzeigebaby George weniger Zeit für PR-Aktivitäten haben, auf ihn wartet eine große Aufgabe: Mama Catherine trägt ein Geschwisterchen unter dem fuchsiafarbenen Mantel. Ob Neid zwischen #royalbaby und #royalbaby2 eine Rolle spielen wird? Das bleibt abzuwarten - aber so wie die Welt George kennengelernt hat, denkt er eher: "Let's go, guys!"

Linktipp: Dass George mit anderthalb ein echter Medienprofi ist, kommt nicht von ungefähr - auch Herzogin Catherine erobert schließlich die Sympathien der Weltöffentlichkeit. Wie, lesen Sie hier.

© SZ.de/jobr
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