bedeckt München

New York:Polizei klärt Mord an Mitglied der Gruppe Run-D.M.C. auf

Mizell

Jason Mizell starb der Polizei zufolge am 30. Oktober 2002 in seinem Studio durch einen Kopfschuss.

(Foto: AP)

18 Jahre nach dem Tod von Jason "Jay" Mizell werden zwei Verdächtige angeklagt. Sie sollen den Künstler im Streit um Kokain ermordet haben.

18 Jahre nach dem Mord des Hip-Hop-Stars Jam Master Jay von der Band Run-D.M.C. haben die New Yorker Behörden den Fall aufgeklärt. Zwei Männer wurden am Montag unter dem Vorwurf angeklagt, den Künstler 2002 im Streit um Kokain getötet zu haben. Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Gerichtsunterlagen um den bereits inhaftierten Ronald W. und Karl J.

"Dieser Fall beschäftigt uns seit langer Zeit", sagte der amtierende US-Staatsanwalt Seth DuCharme bei der Bekanntgabe der Anklage. Die Männer hätten den Musiker ermordet. Jason "Jay" Mizell war ein Mitglied der 80er-Jahre-Sensation Run-D.M.C. mit Hits wie "It's Tricky" und "Christmas in Hollis".

Bei der Tötung von Jam Master Jay handelt es sich um einen der berüchtigtsten Mordfälle von New York City. Laut Polizei starb er am 30. Oktober 2002 in seinem Studio in Hollis im Bezirk Queens durch einen Kopfschuss eines maskierten Angreifers. Die Ermittler konnten damals mindestens vier Menschen ausmachen, die sich mit Jay im Studio befanden, darunter auch die zwei bewaffneten Männer. Die Stadt und Freunde des Künstlers boten mehr als 60 000 Dollar Belohnung an, aber Zeugen verweigerten eine Aussage.

Einer der Angeklagten sitzt bereits in Haft

Laut Anklage waren W. und J. in der Zeit um den Tod des Musikers in den illegalen Handel von fünf Kilo Kokain verwickelt. Ob Jam Master Jay etwas damit zu tun hatte, sagten die Staatsanwälte nicht. W. wurde bereits 2007 als Verdächtiger oder Zeuge in dem Mordfall gehandelt. Er sitzt derzeit wegen einer Reihe von Raubüberfällen im Gefängnis, die er nach dem Tod von Jay auf der Flucht vor der Polizei beging.

In damals eingereichten Gerichtsunterlagen warfen Staatsanwälte W. vor, mit einer Waffe hantiert und die Menschen in Jam Master Jays Aufnahmestudio aufgefordert zu haben, sich auf den Boden zu legen. Ein anderer Mann habe den Musiker dann erschossen. W. habe seinen mutmaßlichen Mittäter gedeckt, damit dieser auf Jam Master Jay schießen und ihn töten konnte, schrieben die Staatsanwälte damals.

© SZ/AP/aner
Moses Pelham

SZ PlusReden wir über Geld mit Moses Pelham
:"Im Schnauzehalten bin ich ganz schlecht"

Moses Pelham ist eine Größe in der deutschen Hip-Hop-Szene. Im Interview spricht er über Rappen vor dem Stimmbruch, eine ausgeschlagene Weltkarriere und die Debatte um Xavier Naidoo, dem er einst zum Erfolg verhalf.

Interview von Angelika Slavik und Nils Wischmeyer

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite