Neapel Großeinsatz gegen die italienische Mafia

Das Standbild aus einem von der italienischen Polizei veröffentlichten Video zeigt einen Großeinsatz gegen Clans der neapolitanischen Mafia-Organisation Camorra.

(Foto: dpa)

Mehr als 100 Personen sind festgenommen worden. Den Verdächtigen wird unter anderem Drogenhandel, Erpressung, Wucher und Geldwäsche vorgeworfen.

Eine groß angelegte Aktion der italienischen Polizei gegen die Mafia hat zu 126 Festnahmen geführt. Die Zugriffe erfolgten in der Provinz Neapel, aber auch andernorts in Italien und im Ausland, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Die Verdächtigen sollen Clans der neapolitanischen Mafia-Organisation Camorra angehören. Vorgeworfen werde ihnen Drogenhandel, Erpressung, Wucher, Geldwäsche und weitere "schwerwiegende Straftaten". Es seien Besitztümer in einem Gesamtwert von etwa 130 Millionen Euro beschlagnahmt worden.

Innenminister Matteo Salvini sprach von einem "sehr harten Schlag" gegen die sogenannte Allianz von Secondigliano. In Italien sind mehrere Mafia-Organisationen beheimatet, die aber längst auch in Deutschland und anderen Ländern aktiv sind.

Die kalabrische 'Ndrangheta gilt als bedeutendste Organisation im internationalen Drogenhandel in Südamerika und Europa. Erst am Montag hatte sie für Schlagzeilen gesorgt, als ein berüchtigter italienischer Mafioso aus einem Gefängnis in Uruguay ausgebrochen ist. Rocco Morabito gilt als Schlüsselfigur in der 'Ndrangheta, die für weltweiten Kokainhandel berüchtigt ist. Er und drei andere Insassen seien in der Nacht zum Montag "durch das Dach" der Haftanstalt in der Hauptstadt Montevideo entkommen, teilte das uruguayische Innenministerium mit.

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