Loveparade-Katastrophe "Das konnte niemals gutgehen"

Der Tod war förmlich eingeladen zur Massenparty - auf diese These hatten sich die Staatsanwälte bereits vor Jahren festgelegt, gestützt auf ein Gutachten des Crowd-Forschers Keith Still.

(Foto: Sascha Steinbach/Getty Images)

21 Tote, 650 Verletzte - die Bilanz der Loveparade in Duisburg im Jahre 2010. Über die Hinterbliebenen und einen Prozess, der wohl ohne Schuldspruch eingestellt wird.

Von Christian Wernicke

Der Kellner hat den Cappuccino gebracht. Gabi Müller nickt und beachtet die Tasse nicht weiter. Im Kopf ist die 61-jährige Frau anderswo. Nicht hier in einer Sitzecke eines Cafés in der Fußgängerzone von Hamm, ihrer Heimatstadt.

Eben noch war Gabi Müller in Gedanken in Duisburg. In dem Tunnel, der eigentlich eine Bahnunterführung ist, und der sich auf der einen Seite öffnet zu der breiten, grauen Auffahrt. Links an der Wand der Rampe sieht sie die steile Steintreppe, davor den ...

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