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Kriminalität - Hamburg:Fahrraddiebe in Hamburg in Corona-Zeit besonders aktiv

Deutschland
Ein Bolzenschneider als Werkzeug um sich an Drahtesel heranzumachen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/Symbolbild (Foto: dpa)

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Hamburg (dpa/lno) - In Hamburg und Bremen sind im Corona-Jahr 2020 im bundesweiten Vergleich die meisten Fahrräder gestohlen worden. Gemessen an der Diebstahlrate pro 100 000 Einwohner nimmt Hamburg der Erhebung zufolge mit 789 geklauten Velos nun Platz zwei nach Bremen (876) ein und verweist Berlin (752) auf den dritten Platz. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 314 gestohlenen Rädern pro 100 000 Einwohnern, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Freitag mitteilte.

In Hamburg sind im vergangenen Jahr 14 577 Räder als gestohlen gemeldet worden. Das entspricht im Vorjahresvergleich einer Zunahme von 20 Prozent. Der Polizei zufolge hatten Diebe während der Corona-Pandemie in der Hansestadt mehr Gelegenheiten gehabt, wie sie bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik im April sagte. Neben Thüringen (+16 Prozent) gehöre die Hansestadt damit zu den Bundesländern mit dem höchsten Anstieg innerhalb eines Jahres.

Bundesweit waren der Kriminalstatistik zufolge 260 000 Räder gestohlen worden und damit rund 5000 weniger als im Vorjahr. Dem GDV zufolge wurden in der Corona-Zeit wohl weniger Räder unbeaufsichtigt im Freien abgestellt, weil die Menschen häufiger daheim geblieben waren. Die Schadenssumme habe 2020 unverändert bei 110 Millionen Euro gelegen, vor allem weil mehr E-Bikes als gestohlen gemeldet werden, die teurer sind als ein normales Rad.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-489154/2

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