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Kolumne in Supermarkt-Magazin:Pippa für den Einkaufswagen

Pippa Middleton Waitrose promiblog

Pippa Middleton schreibt bald für Waitrose über feierliche Freitagabende.

(Foto: Süddeutsche.de/dpa)

Als Tochter eines millionenschweren Unternehmerpaares könnte sich Pippa Middleton leicht auf die faule Haut legen. Stattdessen wird sie bald eine Kolumne für das Magazin der Supermarkt-Kette Waitrose schreiben. Eine nette Idee - sollte sie dabei mehr empfehlen, als Kürbissuppe zu Halloween.

Pippa Middleton hat es nicht leicht. Ihre Ankündigung, eine monatliche Kolumne für das Magazin der britischen Supermarktkette Waitrose zu schreiben, hat bestenfalls durchwachsene Reaktionen ausgelöst: Die einen finden Middleton nicht gut genug für Waitrose, die anderen das Supermarkt-Engagement nicht angemessen für die Schwägerin von Prinz William. Dabei sollte sich die Welt darüber freuen, dass die 29-Jährige überhaupt arbeiten geht.

Von Beruf allein Tochter und Schwester zu sein, scheint für die junge Frau aus gutem Hause - im Gegensatz zu anderen Oberschicht-Sprösslingen - nicht in Frage zu kommen. Und das, obwohl es der Öffentlichkeit womöglich weniger negativ auffallen würde, würde sie einfach ihr Image als It-Girl pflegen und ansonsten auf der faulen Haut liegen.

Eigentlich kann die jüngere der Middleton-Schwestern gar nicht gewinnen. Als sie bei der Hochzeit ihrer Schwester Kate im April 2011 deren Schleppe trug, wurde sie von Medien weltweit gleich mit auf den Thron gehoben. Ihre Anmut und Schönheit - und insbesondere ihre Rückseite, die sie zu dem besonderen Anlass in ein Kleid von Alexander McQueen gehüllt hatte - wurden in den höchsten Tönen gelobt. Fast schien es, als würde sie sogar ihre Schwester, die eigentliche Hauptperson, überstrahlen.

Knapp zwei Jahre nach dem glorreichen Ereignis ist nur noch wenig übrig von der Begeisterung. Natürlich, Pippas Gesicht auf den Titelseiten von Magazinen und Internetseiten zieht die Leser noch immer magisch an. Doch scheinen weder ihr Modebewusstsein, das sie auf diversen Partys und Veranstaltungen zur Schau stellt, noch die Resultate ihrer publizistischen Arbeit auszureichen, um dem Bild der einst hochgelobten Pippa zu genügen.

"Festessen am Freitagabend"

Bereits ihr Partyratgeber "Celebrate" stieß auf eher durchwachsene Reaktionen. Das Buch sei überraschend liebevoll gestaltet und gut bebildert, hieß es von allen Seiten. Doch die Tipps seien oft allzu plump und alltäglich, es fehle an Originalität, um von einem brauchbaren Ratgeber sprechen zu können.

Wen wundert es da, dass nun auch die Ankündigung der Kolumne "Pippas Festessen am Freitagabend" eher für Spott sorgt? Die 29-Jährige will in dem Kundenmagazin des Edel-Supermarktes Waitrose Tipps für Feierlichkeiten im eigenen Zuhause geben. Sie freue sich schon darauf, ihre eigene "Leidenschaft für Essen und Unterhaltung" zu teilen, erklärte die Britin, die in der Aprilausgabe des Magazins als Cover-Girl zu sehen sein wird.

Guy Woodward, Redakteur des Magazins Food and Travel, twittert: "Die Kolumne von Pippa Middleton für das Waitrose-Magazin ist so daneben für eine Marke, die sich selbst für ihre Authentizität lobt - und ein Schlag ins Gesicht für Autoren, die über gutes Essen schreiben." Es ist nur einer von vielen kritischen Kommentaren in sozialen Netzwerken - die auch damit zusammenhängen, dass die beliebte vorherige Kolumnistin von Waitrose, Delia Smith, unlängst entlassen wurde.

Pippa Middleton über ihren Ruhm

Das Kreuz mit der Po-pularität

Dabei sollte man Pippa ihre neue Chance gönnen, die Briten mit Dinnerparty-Gerichten zu verführen. Immerhin versucht sie, mehr zu sein, als ein untätiges It-Girl. Nur sollte sie diesmal vielleicht Innovativeres wagen als für einen Lagerfeuer-Abend ein Lagerfeuer und für Halloween Kürbissuppe zu empfehlen.